Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Zeitarbeit - so funktioniert‘s

Zeitarbeitsmordell als Gegensatz zum festen Job

Zeitarbeit kann gegenüber einem festen Job mehr Variabilität bieten.

Früher galt die Zeitarbeit als Arbeit zweiter Klasse. Doch das ist überholt, nachdem sich dieses Arbeitsmodell sehr dynamisch entwickelt hat und Berufseinsteigern sogar größere Flexibilität verschaffen kann.

Hier einige Hintergrundinfos dazu wie Zeitarbeit funktioniert:

  • Zeitarbeitnehmer sind beim Zeitarbeitsunternehmen, auch Personaldienstleister genannt, fest angestellt und werden von ihm bezahlt. Tatsächlich arbeiten Zeitarbeitskräfte jedoch in einem anderen betrieb – nämlich in dem des Kunden oder Einsatzunternehmens.

  • Die Art und Weise der „Arbeitnehmerüberlassung“, so der juristische Begriff, ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Wichtig zu wissen: Ein Zeitarbeitnehmer hat dieselben Ansprüche auf Urlaub und Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall wie jeder andere Arbeitnehmer. Dies gilt auch für die einsatzfreien Zeiten, zum Beispiel während des Urlaubs.

  • Einem vorliegenden Gesetzentwurf zur Neuregelung der Zeitarbeit zufolge sollen Zeitarbeitnehmer spätestens nach neun Monaten ununterbrochener Überlassung an dasselbe Unternehmen das gleiche Entgelt erhalten wie die im Kundenbetrieb festangestellten Mitarbeiter („Equal Pay“).

  • Sofern Zeitarbeitnehmer länger als sechs Monate im selben Kundenunternehmen tätig sind, dürfen sie künftig bei den dortigen Betriebswahlen mitstimmen. Allerdings dürfen sie einem fremden Unternehmen nur für eine begrenzte Zeit überlassen werden. Ab 2017 soll eine Höchstüberlassung von 18 Monaten festgelegt werden. Es ist aber eine tarifliche Öffnungsklausel vorgesehen. Für das Gros der Zeitarbeitnehmer dürfte die Neuregelung nichts ändern, weil in der Praxis die kurzfristigen Einsätze bis zu drei Monate Dauer überwiegen.

  • Um seine Einsätze muss sich der Zeitarbeitnehmer nicht kümmern: Sein Arbeitgeber, also der Personaldienstleister, sucht für seine Mitarbeiter passende Arbeitsstellen. Die zu finden, liegt in seinem eigenen Interesse, denn nur dann bekommt er Geld für die Überlassung. Die Zeitarbeitsfirma sorgt ebenfalls für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Sie stellt sich auch nicht in den Weg, wenn das Kundenunternehmen den überlassenen Mitarbeiter fest anstellen möchte.

  • Zeitarbeitnehmer sind bei Unternehmen aus allen wichtigen Wirtschaftszweigen tätig: zum Beispiel in der Metall- und Elektroindustrie, in Dienstleistungsunternehmen und im verarbeitenden Gewerbe. Die Bandbreite der Tätigkeiten reicht vom Controller und IT-Spezialisten bis zur Reinigungskraft und zum ungelernten Arbeiter.