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Gering vergütete und gut bezahlte Ausbildungen – Berufe im Ranking

Ausbildungsgehälter im Vergleich

Die Gehälter von Azubis unterscheiden sich nach Beruf, nach Branche und nach Geschlecht. Bild: Bru-nO on Pixabay

Einer der Vorteile einer Ausbildung ist, dass man vom ersten Tag an Geld verdient. Durchschnittlich bekommen Azubis rund 908 Euro im Monat, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einer Pressemeldung Anfang 2019 veröffentlicht. Doch je nach Ausbildungsberuf unterscheiden sich die Gehälter deutlich.

Auszubildende verdienen in Deutschland immer mehr. In 2017 sind die Ausbildungsvergütungen im Durchschnitt um 2,7 Prozent gestiegen, 2018 bezahlten die Betriebe ihren Lehrlingen sogar 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch auch unter den Azubis gibt es Besserverdiener und Geringverdiener. Am meisten Geld bekommen Azubis im öffentlichen Dienst – hier liegt das Durchschnittsgehalt bei knapp 1.000 Euro. Auch im Handel und in der Industrie können sich die Ausbildungsgehälter sehen lassen. Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen: 975 Euro. Wer eine Ausbildung in der Landwirtschaft oder im Handwerk absolviert, muss sich dagegen mit knapp 770 Euro begnügen.

Doch nicht alle Ausbildungen im Handwerk werden gering vergütet. Angehende Maurer verdienen laut Tarifvertrag knapp 1.160 Euro und liegen damit beim Ausbildungsgehalt an der Spitze. In Handwerksberufen, in denen es zu wenig Auszubildende gibt, heben Unternehmen die Löhne gerade deutlich an. Zum Beispiel versuchen Bäckereien, Schüler über mehr Geld dazu zu motivieren, sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben, und bezahlen ihren Azubis nun 6,4 Prozent mehr. Dennoch liegt das Durchschnittsgehalt nur bei knapp 680 Euro. Bei den Lebensmittelfachverkäufern stiegen die Einkommen der Azubis um 6 Prozent. Allerdings gibt es hier große regionale Unterschiede. In Westdeutschland verdienen die Auszubildenden etwas mehr als 700 Euro, in Ostdeutschland gerade einmal 636 Euro im Durchschnitt.

Azubis mit Abi verdienen mehr

Das BIBB hat tarifliche Ausbildungsvergütungen untersucht.
Tarifliche Ausbildungsvergütungen

Ganz oben befinden sich in der Gehaltsskala anspruchsvolle technische und kaufmännische Ausbildungsberufe. Mechatroniker erhalten durchschnittlich 1.088 Euro brutto im Monat, Industriemechaniker 1.082 Euro, Industriekaufleute 1.047 Euro und Kaufleute für Versicherungen und Finanzen 1.035 Euro. Typisch ist für diese Ausbildungsberufe, dass von den Bewerbern oft ein Abitur oder Fachabitur erwartet wird. Die höhere Qualifikation spiegelt sich auch im Gehalt wider.

Eine Rolle spielt beim Ausbildungsgehalt übrigens auch das Geschlecht. Frauen bekommen der Untersuchung des BIBB zufolge rund 2,7 Prozent weniger als Männer. Besonders groß ist der Unterschied im Handwerk – Frauen, die in einem Handwerksbetrieb eine Lehre beginnen, müssen sich mit 12,3 Prozent weniger Lohn zufrieden geben als ihre männlichen Kollegen. Im Handel und in der Industrie bekommen junge Frauen in der Ausbildung 4,7 Prozent weniger Geld als junge Männer.

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