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WG-Typen

Der Chaot

Eine typischer Mitbewohner, auf den du treffen kannst, ist der Chaot.

Spätestens wenn es ums Putzen, Aufräumen oder die Frage, wohnen wir nur zusammen oder sind wir auch befreundet geht, offenbaren die lieben Mitbewohner ihre Macken. Also, nicht wundern, wenn du in deiner WG auf folgende Exemplare triffst:

Der Chaot

Vormittags trifft man ihn selten an – er schläft meistens bis Mittag. Tatsächlich ansprechbar ist er aber erst, nachdem er die zweite Tasse Kaffee getrunken hat. Dann hat man etwa zehn Minuten Zeit, um etwas Wichtiges mit ihm zu besprechen – denn gleich fällt ihm ein, dass er heute Vorlesung hat. Und schon ist er raus aus dem Haus.

Dabei müsste man nun endlich mal darüber reden, dass es so nicht mehr weiter geht. Er vergisst nämlich nicht nur seine Uni-Termine, sondern auch, seine Klamotten aus dem Bad zu räumen, den Abwasch zu machen, und dass die Fertigpizza, die er gestern gegessen hat, gar nicht seine war.

Erwischt man ihn mal für ein Gespräch, zeigt er sich meistens sehr einsichtig. Doch der Schein trügt – spätestens am nächsten Tag kann er sich an all seine guten Vorsätze nicht mehr erinnern.

Der Pedant als Mitbewohner

Der Pedant

Für alle, die konzentriert zuhause Lernen wollen, ist dieser Mitbewohner ein echter Glücksgriff. Er ist leise, ordentlich und korrekt. Das Problem dabei: Genau das gleiche erwartet er auch von dir. Er prüft deine hausfraulichen Qualitäten mit der Strenge eines Putzkolonnen-Vorarbeiters.

Egal, wie viel Mühe du dir gegeben hast, irgendwo wird er ein liegen gebliebenes Stäubchen finden – und dich in aller Schärfe zurechtweisen. Einmal in der Woche perfekt zu putzen reicht aber noch lange nicht aus. Ist doch schließlich nur ein Handgriff, das Waschbecken nach jedem Händewaschen abzutrocknen.

Im Kühlschrank hat natürlich jeder sein eigenes Fach. Außerdem gibt es im Haushalt immer zwei Päckchen Kaffee, zwei Zucker und zwei Salz. Lässt er sich darauf ein, solche Lebensmittel zusammen zu kaufen, wird streng darauf geachtet, dass jeder gleich viel davon nimmt. Kaffe-, Zucker- und Salzrationen werden in entsprechenden Excel-Listen erfasst.

Und die Haustüre, die wird zweimal abgesperrt – übrigens auch, wenn man zuhause ist, man weiß ja nie.

Kein ruhiges Leben mit dem Party-Girl

Das Party-Girl

Wer ein Party-Girl als Mitbewohnerin hat, kann sich auf einiges gefasst machen. Ruhiges Leben ist hier Fehlanzeige – feiern ist angesagt. Da hilft nur eines: mitfeiern. Seine Türe zuzumachen und sich in seine Bücher zu vertiefen hätte bei der lauten Musik, die aus dem Nebenzimmer dröhnt, sowieso keinen Sinn.

Einstellen kannst du dich außerdem auf leere Weinflaschen und volle Aschenbecher in der Küche, quer verstreutes Schminkzeug im Bad und Klamottenhaufen in der ganzen Wohnung.

Einfach ein Auge zudrücken – spätestens, wenn sie das nächste Mal Herrenbesuch erwartet, wird sie aufräumen. Schließlich will sie einen guten Eindruck machen. Allerdings auf den jeweiligen Herren, nicht auf dich. Du musst in diesem Fall gleich nochmal ein Auge zudrücken – oder am besten beide. So genau willst du den fremden, halbnackten Mann, der am Samstagmorgen bei dir im Bad steht, ja wahrscheinlich gar nicht sehen.

Wir-machen-alles-zusammen-Mitbewohner

Das "Wir-machen-alles-zusammen-Mädchen" 

Hier ist im Mietpreis auch gleich die beste Freundin mit inbegriffen. Zusammen kochen, essen und ausgehen ist natürlich wunderbar, wenn man sich versteht. Aber jeden Tag? Was anfangs Spaß macht, kann einem irgendwann auch auf die Nerven gehen. Spätestens dann, wenn man es im Vorfeld anmelden muss, dass man am kommenden Wochenende auch mal was alleine unternehmen will. 

Deshalb: Am besten man klärt die Frage, ob man eine Zweck-WG oder gemeinschaftlichen Alltag will, bevor man zusammenzieht.

Übrigens: Den „Wir-machen-alles-zusammen“-Typ gibt es natürlich auch in männlicher Ausführung.

Mit dem Muttersöhnchen ist Mama Dauergast

Das Muttersöhnchen

Schon bei der Unterzeichnung des Mietvertrags war seine Mutter mit dabei – das kann man vielleicht noch verstehen, schließlich finanzieren seine Eltern sein Studium. Doch wer mit einem Muttersöhnchen zusammen wohnt, wird sich an Mama als Dauergast gewöhnen müssen.

Sie lässt es längst nicht damit genug sein, am Wochenende die Klamotten ihres Sohnes zum Waschen abzuholen. Sie prüft auch regelmäßig, ob in der Wohnung alles sauber ist. Das hat natürlich auch seine angenehmen Seiten – sie legt beim Putzen auch gern mal selbst Hand an. Außerdem backt sie Kuchen und kocht vor, oft für die ganze WG.

Doch so bequem das alles ist – ehe man es sich versieht, wird aus der eigenen Bude wieder Hotel Mama.

Wichtige Themen mit dem Typ "Die Alternative"

Die Alternative

Sie ist Vegetarierin und kauft im Bioladen ein, trägt im Frühjahr zusammen mit ihrer Aktionsgruppe des BUND Naturschutz Frösche über die Straße, engagiert sich bei Greenpeace und setzt sich für den Weltfrieden ein. Sie trägt keine Lederschuhe, heizt im Winter nicht mehr als nötig und besitzt aus Überzeugung kein Auto.

Grundsätzlich ist das natürlich sehr löblich - wäre da nicht ein kleines Problem: Du findest Wurst eigentlich ganz lecker. Und nun liegt eine Packung davon bei euch im Kühlschrank. Eigentlich wolltest du nur kurz Abendessen – doch ehe du dich versiehst, steckst du in einer mehrstündigen Diskussion über soziale Verantwortung. Ärgere dich nicht darüber. Das Studium ist genau die richtige Lebensphase, um sich über Themen dieser Art Gedanken zu machen.