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BAföG-Reform – die wichtigsten Änderungen im Überblick

BAföG-Raform 2019

BAföG-Raform 2019 - die wichtigsten Änderungen.

Zum Wintersemester 2019/20 tritt die BAföG-Reform in Kraft. Sie beinhaltet unter anderem eine Anhebung des BAföG-Höchstsatzes und der Verdienstgrenzen der Eltern. Im Klartext bedeutet das: Mehr Studierende bekommen mehr Geld. Die monatliche Rate bei der Rückzahlung des BAföG-Darlehens steigt jedoch. Dafür wird die Verjährungsfrist für BAföG-Schulden verringert.

BAföG-Höchstsatz

Der BAföG-Höchstsatz für Studierende, die keinen Anspruch auf Unterhalt von ihren Eltern haben, lag bisher bei 735 Euro im Monat. Ab dem Wintersemester 2019/20 gibt es monatlich 853 Euro, zum Wintersemester 2020/21 werden die Leistungen auf 861 Euro angehoben. Grund dafür sind vor allem die hohen Mieten. Bisher war in der staatlichen Förderung zur Studienfinanzierung nur eine Wohnpauschale von 250 Euro enthalten. Nun werden 325 Euro für Miete veranschlagt. Studierende, die noch bei den Eltern wohnen, profitieren deshalb weniger von der BAföG-Erhöhung. Sie bekamen bisher statt 250 nur 52 Euro und werden mit Inkrafttreten der Gesetzesänderung statt 325 Euro gerade einmal 55 Euro erhalten.

Wie viel BAföG bekomme ich? Wie hoch dein BAföG-Anspruch in etwa ist, zeigt dir der BAföG-Rechner.

BAföG-Anspruch

Ob jemand Anspruch auf BAföG hat, hängt vom Einkommen der Eltern ab. Verdienen sie genug, müssen sie das Studium ihres Kindes voll finanzieren. Die festgelegten Einkommensgrenzen haben jedoch dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren immer weniger Studierende die Förderung vom Staat bekamen – denn es gab keine ausreichende Anpassung an die Inflation. Das wurde nun korrigiert mit einer schrittweisen Anhebung der Freibeträge um 6 Prozent bis zum Jahr 2021.

BAföG-Rückzahlung

Die BAföG-Reform verändert auch die Modalitäten der Rückzahlung von BAföG-Darlehen.
BAföG-Reform 2019

Die monatliche Rate für die Tilgung des BAföG-Darlehens steigt von 105 auf 130 Euro im Monat. An der regulären Rückzahldauer von 77 Monaten – das entspricht 6,5 Jahren – ändert sich nichts. Auch müssen die BAföG-Bezieher weiterhin höchstens 10.000 Euro zurückbezahlen, selbst wenn der ursprüngliche Darlehensbetrag mehr war. Neu ist, dass nun die Restschuld erlassen wird, wenn jemand wegen zu geringem Einkommen eine kleinere Ratenhöhe beantragt und diese Summe immer pünktlich bezahlt hat. Außerdem werden BAföG Schulden nach 20 und nicht mehr wie früher nach 30 Jahren erlassen – sofern sich der Schuldner in dieser Zeit bemüht, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Alle Fakten zum BAföG und zur Antragstellung findest du im Stuzubi BAföG-Ratgeber.


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