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Uni-Alphabet für Erstsemester

Glühlampe

Am Anfang eines Studiums werfen viele neue Begriffe Fragezeichen auf.

Ein typisches Gespräch in der Cafete - zwischen Currywurst und Streuselkuchen:

Student A: Ich schreib' grade an meiner Diss, aber der PD zickt wegen der Einleitung rum.
Student B: Ohje, du Armer. Ich bin immer noch bei der Zula fürs Staatsexamen und die Erstis in der Bib sind so laut!
Student A: Gehst du ins Kolloquium heute?
Student B: Nee, das fällt doch aus, weil der Tutor krank ist!

Du hast nur die Hälfte verstanden? Macht nichts, wir haben für dich eine studentisches Alphabet zusammengestellt, damit du deine zukünftigen Kommilitonen auch verstehst.

A

Abschlussarbeit,die: Was früher die Diplomarbeit war, ist heute die Bachelor- oder Masterarbeit: der letzte große Schritt vor der Beendigung des Studiums.

Alma Mater, die: veraltete Bezeichung für Universität, aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet es soviel wie "gütige Mutter"

Alumni-Vereinigung, die: Der Begriff Alumni kommt aus dem lat. und bedeutet "Schützlinge"/ "Zöglinge". Übertragen auf die heutige Zeit bezeichnet der Begriff die Ehemaligen Studierenden einer Hochschule.

AStA, der: Der Allgemeine Studierendenausschuss ist die Organisation für alle Studierenden, die sich hochschulpolitisch engagieren wollen.

Auslandsstudium, das: Jeder zehnte Studierende geht inzwischen für ein oder zwei Semester ins Ausland.

B

Bachelor, der: Mit dem Bachelor können sie ins Berufsleben einsteigen - oder weiterstudieren und einen Master- oder Diplomabschluss erwerben.

BAföG, das: Steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Ziel ist es, auch den Studierenden ein Studium zu ermöglichen, die auf keine anderweitige finanzielle Unterstützung zurückgreifen können.

Bib, die: Kurzform für Bibliothek

BLK, die: Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung u. Forschungsförderung

BMBF, das: Bundesministerium für Bildung und Forschung

bonding-messe, die: Die „bonding-messe“ ist eine Initiative der Studentenorganisation „bonding“. Insbesondere für Ingenieure und Naturwissenschaftler ist diese Messe darauf ausgerichtet, Studierende und Unternehmen einander näher zu bringen.

Brückenprofessur, die: Von einer Brückenprofessur spricht man dann, wenn ein Professor oder eine Professorin eine Stelle innehat, die auf mindestens zwei Forschungseinrichtungen oder zwischen einer Hochschule und einem Forschungsinstitut verteilt ist. Der Professor/die Professorin stellt damit eine personelle „Brücke“ zwischen diesen Einrichtungen her.

Bundeswehr-Hochschulen (Uni/FH), die: An Hochschulen der Bundeswehr (Universität der Bundeswehr, bzw. Fachhochschule der Bundeswehr) erhalten Offiziere der Bundeswehr eine wissenschaftliche Ausbildung in universitären Studiengängen oder Fachhochschulstudiengängen, die den Abschlüssen an anderen Hochschulen gleichwertig sind.

C

C.t.: Die Zeitangabe c.t. steht für das Lateinische cum tempore. Es bedeutet, dass die Vorlesung nicht um Punkt zehn Uhr beginnt, sondern 15 Minuten später, also um 10:15 Uhr. Das ist die berühmte "akademische Viertelstunde". Im Gegensatz dazu steht sine tempore (s.t.) für einen pünktlichen Beginn der Stunde: du solltest also nicht trödeln und um Schlag zehn Uhr im Hörsaal sitzen.

CAD/CAAD, das: Steht für "Computer Aided Design", CAAD für "Computer Aided Architectural Design" - Also "Computerunterstütztes (architektonisches-) Entwerfen". Ein CAD System ist eine Kombination von Soft- und Hardware, mit der Ingenieure und Architekten von Möbeln bis zu Flugzeugen alles entwerfen können.

Career-Service, der: Der Career-Service oder -Center dient der studienbegleitenden Berufsorientierung. Um den Studierenden den Übergang in die Berufswelt zu erleichtern, werden schon während des Studiums Kontakte zu Unternehmen, Absolventen, Praktikern, Referenten und Trainern hergestellt.

CEMS- Studienprogramm (European Master), die: Community of European Management Schools; CEMS- Studenten absolvieren ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an ihrer jeweiligen Home University. Das Studium beinhaltet ein Auslandssemester sowie Auslandspraktika. Studenten erhalten ein europäisches Diplom, der CEMS- Master.

Credit-Point-System, das: siehe ECTS

Curriculum: Lat. Zeitabschnitt, Ablauf, Alljährlichkeit. Das Curriculum beschreibt die Theorie der Lehrplanerstellung. Es umfasst nicht nur die Lehr- und Erziehungsinhalte, sondern auch die Art und Weise ihrer Vermittlung.

D

D I, D II: integrierter Diplomstudiengang an Gesamthochschulen mit Abschluss nach 6 (D I) oder 8 (D II) Semestern.

Dekan, der: Der Dekan ist der Leiter eines Fachbereichs und vertritt ihn innerhalb der Hochschule. Er wird alle 2-4 Jahre von den Professoren des Fachbereichs gewählt und ist zuständig für alle Personal- und Verwaltungsaufgaben, die seinen Fachbereich betreffen.

Deputat, das: Anzahl der Pflichtstunden, die eine Lehrkraft zu geben hat.

Deutsches Studentenwerk, das: Die Studentenwerke der Hochschulen kümmern sich um die wirtschaftliche, gesundheitliche, soziale und kulturelle Förderung der Studierenden. Sie betreiben Mensen (Kantinen) und Cafeterien, verwalten Studentenwohnheime, bieten BAföG- und Sozialberatungen an und sorgen für Kinderbetreuungsplätze.

DFG, die: Steht für Deutsche Forschungsgemeinschaft. Sie vergibt nach eingehender Prüfung Förderungsgelder an Forschungseinrichtungen, oder Sonderforschungsbereiche (SFB).

Diplom, das: Für Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie die Studienfächer Mathematik und Psychologie war der Studienabschluss immer das Diplom. Die Diplomstudiengänge laufen aber im Zuge des Bologna-Prozesses seit 2010 weitgehend aus. An ihrer Stelle wird das gestufte Studiensystem mit den Abschlüssen Bachelor und Master eingeführt, um neben dem deutschen Studienabschluss einen internationalen anzubieten und es damit den deutschen Studierenden einfacher zu machen, an ausländische Hochschulen zu wechseln.

Dissertation, die: Für den Doktortitel, der Voraussetzung für eine wissenschaftliche Karriere ist, muss man eine Dissertation schreiben, in der der Doktorand eine eigene wissenschaftliche Leistung mit neuen Erkenntnissen in seinem Fachgebiet erbringt.

Doppeldiplom, das: Bedeutet, dass man gleichzeitig einen deutschen Abschluss und einen Abschluss einer ausländischen Hochschule erwerben kann.

D I, ECDL-Module: Europäischer Computerführerschein. Den Führerschein erwirbt man über Module, welche in verschiedene Themenschwerpunkte unterteilt sind.

E

ECTS: Das ‚European Credit Transfer System‘ ist ein von der Europäischen Kommission entwickeltes Punktesystem. Statt Noten bekommt man für Scheine Punkte.

ERASMUS-Programm, das: Ziel dieses Austausch- Programms ist es, die Mobilität der Studierenden zu erhöhen, der fortschreitenden Einigung Europas Rechnung zu tragen und durch persönliche Kontakte die Programmteilnehmer, die Universitäten und letztlich die einzelnen Länder einander näher zu bringen.

Ersti, der: Student im ersten Semester, auch häufig Erstsemester genannt.

Examinatorium, das: Mit Examinatorien bieten die Juristischen Fakultäten den Studierenden höherer Semester die Möglichkeit, zur gezielten Examensvorbereitung in Anlehnung an das im Studienplan vorgesehene Examensvorbereitungsprogramm (Wiederholungs- und Klausurenkurse) an einem etwa 1-jährigen Examinatorium teilzunehmen, um anschließend ihr Studium mit der Ersten juristischen Staatsprüfung erfolgreich abschließen zu können.

F

F&E: Forschung und Entwicklung

Fachbereich, der: Hochschulen sind in verschiedene Fachbereiche (auch Fakultäten genannt) aufgeteilt.

Fachhochschulen (FH), die: Seit Beginn der siebziger Jahre gibt es in Deutschland Fachhochschulen, die Nachfolger der ehemaligen Ingenieur- und Höheren Wirtschaftsschulen. Das Studienangebot ist praxisnah und auf die Anforderungen der Berufswelt zugeschnitten. FHs bieten längere Pflichtpraktika, häufig in Unternehmen der Region, und einen hohen Anteil an Seminaren. Das Studium an einer FH ist kürzer als an der Universität (6 - 8 Semester), es ist stärker schulorientiert und straffer organisiert. Abschlüsse: Diplom (FH), Bachelor oder Master.Voraussetzungen: Abitur oder Fachhochschulreife.

Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung, die: An den Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung erfolgt die Ausbildung der Beamten für den gehobenen nichttechnischen Dienst.

Fakultät, die: ist die übergeordnete Institution für einzelne Studienfächer, z.B. für Chemie, Physik und Biologie die Fakultät für Naturwissenschaften.

Fernuniversität/Fernfachhochschule, die: Für Personen, die neben ihrem Beruf studieren wollen, oder die aufgrund anderer Verpflichtungen ihr Studium nur von zuhause aus wahrnehmen können, bieten Fernhochschulen eine Alternative.

Freiversuch, der: Umgangssprachlich auch „Freischuss“ genannt. Manche Hochschulen bieten bei Abschlussprüfungen, die während der Regelstudienzeit abgelegt werden, einen Freiversuch an. Besteht man die Prüfung in einem solchen Freiversuch nicht, gilt sie als nicht abgelegt und kann wiederholt werden.

G

Gebühren, die: Studiengebühren sind in allen Bundesländern abgeschafft. Aber Semestergebühren musst du trotzdem zahlen, zum Beispiel für das Studentenwerk oder ein Semesterticket. Je nach Uni variiert die Höhe der Gebühren.

GemKo, die: Hinter dem Kürzel GemKo verbirgt sich die Gemeinsame Kommission der Hochschulrektorenkonferenz und Kultusministerkonferenz.

Graduiertenkolleg, das: Graduiertenkollegs werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Ziel eingerichtet, besonders qualifizierten Doktoranden die Gelegenheit zu geben, unter verbesserten Randbedingungen zügig zu promovieren

Graduiertenkurs, der: Der Graduiertenkurs dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, vor allem von Doktoranden und Doktorandinnen.

Graduiertenschool, die: Eine Graduiertenschool bietet Absolventen mit Abschluss Bachelor die Möglichkeit, in kurzer Zeit ihren Abschluss zum Master zu machen.

Grundstudium, das: Das Studium ist in Grund- und Hauptstudium unterteilt. Das Grundstudium dauert in der Regel vier Semester, in denen die Studierenden neben Grundlagen des Fachs vor allem das wissenschaftliche Arbeiten lernen sollen. Meist wird es mit einer Zwischenprüfung oder einer Vordiplomprüfung abgeschlossen.

H

Habilitation, die: wissenschaftliche Arbeit, die der Doktorarbeit folgt. Die Habilitation (kurz: Habil) führt zu einem akademischen Grad wie Professor oder Privatdozent.

Hauptstudium, das: Nach dem Grundstudium werden die erworbenen Kenntnisse im Hauptstudium vertieft. Dort suchen sich die Studierenden ihre Schwerpunkte und Spezialgebiete. Das Hauptstudium wird mit der Magister-, Master-, Diplom- oder Staatsexamensprüfung (z.B. bei den Juristen) abgeschlossen.

Hausarbeiten, die: Wer einen Leistungsschein erhalten will, muss am Ende vieler Lehrveranstaltungen eine Hausarbeit schreiben. In der Regel haben die Studierenden während des Seminars bereits ein Referat über ein bestimmtes Thema gehalten, das sie in schriftlicher Form zusammenfassen. Sinn und Zweck von Hausarbeiten ist das Erlernen wissenschaftlichen Arbeitens, des Aufbaus und richtigen Umgangs mit Zitaten und Fußnoten sowie wissenschaftlichen Nachschlagewerken.

Hochschulen, die: In Deutschland gibt es verschiedene Arten von Hochschulen, von denen die Universität sicher die bekannteste ist. Darüber hinaus gibt es noch Fachhochschulen und Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung, Kunst- und Musikhochschulen, Kirchliche-/Philosophisch-Theologische Hochschulen, Pädagogische Hochschulen und Universitäten-Gesamthochschulen.

Hochschulinformationstage, die: Eine gute Möglichkeit, einen Einblick in das Leben der Hochschule zu bekommen, sind die Hochschulinformationstage oder "Tage der offenen Tür". Die bieten Hochschulen speziell für Oberstufenschüler an, die sich über Studiengänge informieren und erste Gespräche mit Professoren führen möchten.

Hochschulpolitik, die: Politik wird an der Uni auf der untersten Ebene in den Fachbereichsräten betrieben. Darin sitzen u.a. Studierende, die sich für die Verbesserung ihres Fachbereichs einsetzen.

Hospitanz/hospitieren, die: Als Gast zuhören oder teilnehmen.

HTO: High-Tech-Offensive ist ein Programm zur Stärkung von Forschung und Technologie in Bayern und Schaffung zukunftsorientierte Arbeitsplätze in allen bayerischen Regionen.

I

Immatrukulation, die: bezeichnet das Einschreibeverfahren an einer Hochschule, danach ist man "ordentlicher Student".

J

J -wenn euch hierzu was einfällt, freuen wir uns über Tipps in unserem Kontaktformular

K

Kirchliche- /Philosophisch-Theologische Hochschule, die: An kirchlichen Hochschulen (evangelisch) und den Philosophisch-Theologischen Hochschulen (katholisch) werden, ebenso wie an den entsprechenden Fakultäten der Universitäten, Theologen ausgebildet.

Kolloquium, das: ist eine regelmäßige Lehrveranstaltung, die u.a. zur Ergänzung von anderen Veranstaltungen dient, zur Prüfungsvorbereitung oder als Lektürekurs angeboten wird. In einem Kolloquium erwirbt man normalerweise keine Leistungsnachweise / Credit points.

Kommilitonen, die: Noch ein lateinischer Begriff: Alle Mitstudierenden heißen an der Hochschule Kommilitonen.

Konsekutiver Studiengang, der: Das heisst zunächst nichts anderes als gestuftes Studium. Im Unterschied zum bisherigen Modell, in dem man sich an der Universität in einen Studiengang einschrieb, um ihn nach 9 oder 10 Semestern erfolgreich zu beenden, ist das Studium in gestuften Studiengängen flexibler angelegt: Man studiert zunächst 6 Semester einen Bachelor-Studiengang, die erste Stufe, danach kann man entweder die Hochschule verlassen oder in die 2. Stufe , das Masterstudium (2-4 Semester) wechseln.

KoSi-Studium, das: KoSi oder Kooperatives Studium Informatik ist ein kooperatives Bachelorstudium in Kooperation mit Unternehmen an der Fachhochschule Darmstadt - Standort Dieburg. Im Unterschied zu dem allgemeinen Bachelorstudium gehören zum Studium drei Semester Praxisprojekte.

L

Leporello, der: Der Leporello enthält deine Studienpapiere wie Studentenausweis, Studienbuch, Nachweise fürs BAföG-Amt und die Deutsche Bahn, etc.

Lehrveranstaltung, die: Es gibt verschiedene Arten von Lehrveranstaltungen: In einer Vorlesung hält der jeweilige Dozent einen Vortrag. Bei Seminaren hingegen sind in erster Linie die Studierenden gefragt, die in Referaten und Hausarbeiten gezielt Themen erarbeiten. Proseminare sind Seminare, die parallel zu Vorlesungen laufen, und in denen der Stoff aus der Vorlesung weiter vertieft wird. In Praktika wird das theoretische Wissen in der Praxis umgesetzt, bzw. praktisches Wissen (z.B. in der Architektur) vermittelt. Wissenschaftliches Arbeiten lernen die Studierenden in Übungen, für die oft eine Anmeldung nötig ist. Hohe wissenschaftliche Ansprüche stellen Kolloquien, die vor allem für Staatsexamenskandidaten, Diplomanden und Doktoranden angeboten werden. Bei Exkursionen beschäftigen sich die Studierenden mit ihren Lehrthemen vor Ort. Als Nachweis für den Besuch einer Lehrveranstaltung erhalten die Studierenden am Ende des Semesters einen Schein/Leistungsnachweis.

M

Magister, der: Der Magister ist der häufigste Studienabschluss für geisteswissenschaftliche Studienfächer wie Geschichte oder Germanistik.

Master, der: Studienabschluss M.A. (Master of Arts). Wenn du den B.A. (Bachelor of Arts) hast, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen im Anschluss den Master machen.

Mentoren / Mentorenprogramm: Mentoren sind Studenten, Professoren oder Dozenten, die sich intensiv um die Studenten aus dem Ausland bzw. den Studenten im 1. Semester kümmern und ihnen bei der Eingewöhnung und Eingliederung in das Studium behilflich sind.

Modularisierung, die: Modularisierung bedeutet, dass Vorlesungen, Übungen, Seminare etc. werden dabei zu thematischen Einheiten, den Modulen zusammengefasst werden, die am Ende mit einer oder mehreren Prüfungen abgeschlossen werden.

N

N.N.: steht für das Lateinische nomen nominandum. Steht im Vorlesungsverzeichnissen immer dann, wenn bei Druckschluss noch nicht sicher ist, welcher Dozent die Veranstaltung leitet.

Nebenjobs, die: Studierende, die heutzutage ohne Nebenjob durch das Studium kommen, sind eher selten. Entweder wird die Kasse durch regelmäßige Jobs aufgebessert oder durch Semesterferienjobs. Eine Möglichkeit ist die Tätigkeit innerhalb der Hochschulen - bei Bibliotheken oder Computerzentren. Nach mehreren Semestern ist auch die Arbeit als studentische Hilfskraft eines Professors möglich.

Numerus clausus: In manchen Studiengängen ist die Nachfrage nach Studienplätzen so hoch, dass nur eine begrenzte Zahl (lat.: numerus clausus) von Studienbewerbern aufgenommen werden kann. In einigen Fällen ist dann die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zuständig. Sie vergibt die Studienplätze an die Bewerber mit dem besten Abischnitt oder der längsten Wartezeit. Je begehrter ein Studienfach ist, desto niedriger wird die notwendige Note und desto länger die notwendige Wartezeit. Die Plätze in den meisten Studiengängen vergeben jedoch die einzelnen Hochschulen. Da es an einigen Hochschulen eine örtliche Zulassungsbeschränkung (örtlicher N.c.) gibt, sollte man sich bei mehreren bewerben, um so die Zulassungschancen zu verbessern.

O

Orientierungseinheit, die: Eine Orientierungseinheit (OE) gestaltet sich ähnlich wie eine Einführungswoche bzw. -veranstaltung. OEs werden für die neu an den Fachbereich kommenden Studierenden organisiert.

Orchideenfächer, die: sind seltene Fächer wie Ägyptologie oder Assyrologie. Sie werden Orchideenfächer genannt, weil sie wenige Studenten belegen und sie außerdem im Zuge des Bolognaprozesses vom Aussterben bedroht sind.

P

PD bzw. Privatdozent, der: wird im kommentierten Vorlesungsverzeichnis abgekürzt mit PD. Dieser Dozent hat eine Habilitationsschrift verfasst und eingereicht, aber er hat keinen Professoren-Status. 

Praktikum, das: Durch ein Praktikum wird verstärkt der praktische Anteil des Studiums an deutschen Hochschulen gestaltet. Je nach Art der Hochschule (FH oder UNI) dauert ein Praktikum zwischen einem und sechs Monaten und ist laut Prüfungsordnung meist Pflicht.
Die Praktikumsorte können selbst gewählt werden.

Propädeutikum, das: Das Propädeutikum ist eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Dabei geht es z.B. um die Anfertigung einer Hausarbeit, Zitierweise, um die Herstellung von Pulvern, Pudern, Granulaten usw. in der Pharmazie.

Pädagogische Hochschulen (PH), die: An Pädagogischen Hochschulen, die es nur noch in Baden-Württemberg gibt, werden Grund-, Haupt- und Realschullehrer, teilweise auch Lehrer für Sonderschulen ausgebildet.

Q

Q - wenn euch hierzu was einfällt, freuen wir uns über Tipps in unserem Kontaktformular

R

Repetitorium, das: Um das Wiederholen geht es im Repetitorium (von lateinisch repetitare). Am weitetesten verbreitet sind Repetitorien im Fach Jura. In kleinen Gruppen lernen Studierende für Prüfungen, bzw. das juristische Staatsexamen mit Hilfe eines Lehrers, des Repetitors. Repetitorien werden sowohl kostenlos von den Universitäten als auch kostenpflichtig von privaten Instituten angeboten.

Ringvorlesung, die: Eine über einen längeren Zeitraum gehaltene Vorlesung mit wechselnden Referenten / Referentinnen.

Ruf, der: Berufung eines Professors an einen Lehrstuhl, höchste akademische Lorbeeren!

S

Studium generale, das: bezeichnet alle nicht-öffentlichen Veranstaltungen an der Uni, für die keine Leistungsnachweise erbracht werden müssen.

Schnupperstudium, das: Viele Hochschulen bieten Abiturienten bereits vor dem Studium einen Einblick in den Hochschulalltag.

Semester, das: Ein Studienjahr besteht aus Sommer- und Wintersemester: Das Sommersemester (SoSe) dauert von April bis Juli, das Wintersemester (WS) von Oktober bis Februar. Dazwischen liegen insgesamt fünf Monate Semesterferien (vorlesungsfreie Zeit), die viele Studierende zum Schreiben von Hausarbeiten, zur Prüfungsvorbereitung und zum Jobben nutzen.

Staatsexamen, das: In den Lehramts- und Medizinstudiengängen sowie der Pharmazie, der Rechtswissenschaft und der Lebensmittelchemie wird das Studium mit dem Staatsexamen abgeschlossen. In diesen Studiengängen wird anders als beim Diplom und Magister in der Regel nur ein Hauptfach belegt (mit Ausnahme der Lehramtsstudiengänge).

Stipendien, die: Neben den großen, teilweise parteinahen oder konfessionell gebundenen Begabtenförderungswerken gibt es viele kleinere, private Stiftungen, die Geld für Studierende vergeben.

Studienberatung, die: Alle Hochschulen haben eine Zentrale Studienberatung. Dort werden Studierende zu Fragen ihres Studiengangs und Abiturienten bei ihrer Studienwahl beraten.

Studium Generale: In ergänzenden und frei zugänglichen Lehrveranstaltungen, die sich an Hörer aller Fachbereiche wenden, werden Inhalte ganz unterschiedlicher Disziplinen vermittelt.

Studium ohne Abi: Auch ohne Abitur und Fachhochschulreife kann an den Hochschulen studiert werden. Meister, Techniker, Industriekaufleute, Biologisch-Technische Assistenten und Erzieher werden aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation zum fachbezogenen Studium zugelassen.

T

Technische Universität/Hochschule (TU/TH), die: Technische Universitäten oder -Hochschulen sind Universitäten, deren Schwerpunkt jedoch auf den ingenieurwissenschaftlichen Fächern liegt, oder zumindest in der Vergangenheit lag.

Teilzulassungen, die: An einigen Universitäten gibt es im Studiengang Humanmedizin sogenannte Teilzulassungen. Die Studierenden werden dabei vorläufig nur für den ersten Studienabschnitt (Vorklinik) an der entsprechenden Hochschule zugelassen. Dies geschieht dann, wenn die Aufnahmekapazität für die Studierenden im vorklinischen Studienabschnitt größer ist, als für das klinische Studium. Eventuell muss man also mit einer Teilzulassung nach dem Physikum die Hochschule wechseln.

TOEFL: (Test of English as a foreign language) Englischer Sprachtest

Trainee: Ein Trainee ist ein Hochschulabsolvent, der in einem Unternehmen systematisch als vielfältig einsetzbare Nachwuchskraft aufgebaut wird, üblicherweise durch ein Traineeprogramm mit aufeinander abgestimmten Einsätzen in verschiedenen Abteilungen, Seminaren und Netzwerkveranstaltungen.

Tutoren, die: Sie sind die rechte Hand des Professors und die besten Freunde der Studierenden: Die Tutoren helfen außerhalb der Vorlesungen und Seminare, den Lehrstoff aufzuarbeiten und erklären ihn gegebenenfalls noch einmal.

Tutorium, das: Eine Vorlesung oder ein Seminar begleitende Übung, die von einem Tutor geleitet wird. Zum Teil sind Tutorien auch selbständige Veranstaltungen.

U

Universitas 21: Internationales Netzwerk 20 weltweit angesehener Universitäten. Eine deutsche Universität ist nicht darunter vertreten.

Universität-Gesamthochschule (U-GH): Gesamthochschulen (in Hessen und Nordrhein-Westfahlen) verbinden die Aufgaben in Forschung, Lehre und Studium, die sonst von Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen und zum Teil auch von Kunst- und Musikhochschulen wahrgenommen werden. Kennzeichnend für sie sind integrierte Studiengänge. Die Gesamthochschulen führen die Bezeichnung Universität-Gesamthochschule.

Universitäten, die: Universitäten bieten ein breites Fächerspektrum an und vermitteln, im Gegensatz zu Fachhochschulen vor allem methodisches und theoretisches Wissen.

Urlaubssemester, das: Ein Urlaubssemester nimmst du, wenn du ein Praktikum machst, krank bist oder im Ausland. Du bleibst immatrikuliert, musst aber keine Studiengebühren zahlen.

V

Vordiplom, das: Das Vordiplom (in den Magisterstudiengängen die Zwischenprüfung) wird nach dem Grundstudium abgelegt.

Vorkurse, die: Vorkurse werden für Studienanfänger, meist in den naturwissenschaftlich-mathematischen Studiengängen, vor Beginn des Studiums angeboten. Hier erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihr (Abitur-)Wissen zu rekapitulieren, Stoff nachzuholen und sich mit neuen Aufgabenstellungen (studieneinführend) in diesen Bereichen zu befassen.

Vorlesungsverzeichnis, das: Der Wegweiser für das Semester: Das Vorlesungsverzeichnis der gesamten Hochschule enthält alle Lehrveranstaltungen mit Angaben zu den Lehrenden, den Anfangszeiten und den Veranstaltungsräumen; außerdem Adressen und Telefonnummern sowie Informationen zu Einrichtungen wie Bibliotheken und Verwaltung.

Vorlesungsfreie Zeit, die: werden von vielen mißverständlich oft als "Semesterferien" bezeichnet. Hier kannst du Praktika machen, Hausarbeiten schreiben und dich für Prüfungen vorbereiten. 

W

Wahlfach, das: Studierende im Diplomstudiengang wählen sich freiwillig zu ihrer Diplomstudienrichtung zwei Wahlfächer. Diese Wahlfächer können Studienrichtungen derselben Fakultät sein (bei Geographie wären dies die Fächer Geologie und Kartographie), sie können aber auch aus anderen Fakultäten gewählt werden (zu Soziologie kann z.B. die Kommunikationswissenschaft und die Psychologie).

Werkstudent, der: Als Werkstudenten gelten heute Personen, die als ordentlich Studierende einer Fachschule oder Hochschule immatrikuliert sind und die neben ihrem Studium einer mehr als geringfügigen Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit nachgehen.

Wiwi, der: Wirtschaftswissenschaftler. Von bösen Zungen wird behauptet, er trage nur Polohemden mit Krokodilen drauf. Analog dazu gibt es auch den KuWi (Kulturwissenschaftler), LitWi (Literaturwissenschaftler), etc ...

X

X- wenn euch hierzu was einfällt, freuen wir uns über Tipps in unserem Kontaktformular

Y

Young Professional: Der englische Begriff professional bedeutet ‚beruflich Qualifizierter‘. Der Begriff "Young Professionals" bezeichnet junge Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss, die seit ca. 1-2 Jahren im Berufsleben stehen. Diese jungen Nachwuchstalente sind sehr gefragt, da sie häufig ungebunden, flexibel und überaus engagiert sind.

Z

ZuLa, die: Zulassungsarbeit fürs Staatsexamen Lehramt wird von den Studenten anstatt einer Bachelor-/Masterarbeit geschrieben.

ZSB, die: Zentrale Studienberatung

ZVS: Knapp ein Drittel der Studienplätze (in den sogenannten Numerus clausus-Fächern) wird von der „Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen“ in Dortmund bundesweit zugeteilt.

Zwischenprüfung, die: Entspricht dem Vordiplom.

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