Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Studiengang Tourismus an der International School of Management

Theresa hat vor, das Hotel ihrer Eltern zu übernehmen - vorher will sie aber noch andere Branchen und Unternehmen kennenlernen.

Ein Job in der Tourismusbranche wurde Theresa Gabl praktisch in die Wiege gelegt. Ihre Eltern führen ein Hotel in Tirol, das die 20-Jährige einmal übernehmen möchte. Das Handwerkszeug dazu lernt sie derzeit an der International School of Management (ISM) in München. Ihr Bachelor in Tourism & Event Management öffnet ihr aber auch bei großen Unternehmen aus anderen Branchen Türen. Bevor sie ins Familienunternehmen einsteigt, will Theresa sich erst einmal dort umsehen.

Zu den Schulabgängern, denen es schwer fiel, sich nach dem Abschluss zu orientieren, gehört Theresa nicht. „Was ich werden will, weiß ich schon seitdem ich geboren bin“, sagt die Tirolerin und lacht. Etwas anderes als die Tourismusbranche sei für sie nie in Frage gekommen. Ihre Eltern hätten ihr zwar die Wahl gelassen, betont Theresa: „Sie haben immer gesagt, ich soll das machen, was ich möchte, und hätten mich auch bei einem anderen Studium unterstützt.“ Für sie selbst sei jedoch immer klar gewesen, dass sie das Haus ihrer Eltern weiterführen werde.

Was ein erfolgreicher Hotelmanager können muss, lernt sie nun an der ISM in München. Als Alternative habe zunächst eine Hochschule in Wien zur Debatte gestanden: „Aber nachdem ich über einen Freund von der ISM erfahren und mir die Einrichtung dann auch gleich angeschaut habe, stand für mich fest: "Das will ich machen.“ Das familiäre Umfeld einer kleinen privaten Hochschule mit nur 550 Studenten am Campus und der internationale Ansatz habe sie einfach überzeugt.

Bevor Theresa ihr Studium antreten konnte, musste sie aber erst einmal die Aufnahmeprüfung bestehen. Stattgefunden habe der Test kurz vor den Matura-Prüfungen, dem österreichischen Äquivalent zum Abitur, erinnert sie sich: „Vorbereiten konnte ich mich deshalb eigentlich kaum, aber die Aufgaben waren gut zu bewältigen.“ Abgefragt worden seien Englisch, Mathematik und Allgemeinwissen. In Mathematik liege der Anspruch auf Abiturniveau: „Man musste zum Beispiel erste und zweite Ableitungen berechnen. “Fragen aus dem Bereich Allgemeinbildung seien unter anderem der Name des ersten deutschen Bundeskanzlers und die Anzahl der Bundesländer gewesen. Bestandteil der Prüfung sei außerdem ein persönliches Gespräch mit einem Vertreter der Hochschule: „Insgesamt hat das alles einen ganzen Tag gedauert.“

BWL als Basis

Nachdem Theresa den Test gemeistert hat, zog sie von Tirol nach München. Das Ganze ist nun etwa ein Jahr her. „Das familiäre Gefühl hier am Campusgefällt mir wirklich gut“, schwärmt sie. Zu den Dozenten gebe es einen intensiven Kontakt. Das Lehrpersonal komme größtenteils aus der Praxis. Ihre Professorin für Tourismus habe zum Beispiel ein Hotel im Allgäu, berichtet Theresa: „Eine bessere Dozentin kann man gar nicht finden.“

Ihren Stundenplan bekommt Theresa wöchentlich: „So kommt keine Routine auf.“ Unterrichtet werden die Studenten unter anderem in Englisch, einer zweiten Fremdsprache, bei der sie zwischen Französisch und Spanisch wählen können, Eventmanagement, Destinationsmanagement und Tourismusmanagement, aber auch in klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Fächern wie Finanzbuchhaltung, Bilanzierung oder der Erstellung einer Gewinn- und Verlustrechnung. „Hier lernt man alles, was nötig ist, um erfolgreich einen Betrieb zu führen“, sagt Theresa. Vermittelt werde an ihrer Hochschule Wissen, das regelmäßig anwendbar sei: „Es ist kaum etwas dabei, von dem ich sagen würde, dass ich es in Zukunft nicht mehr brauche.“ Besonders spannend findet Theresa den Bereich Marketing. Interessant sei vor allem der psychologische Aspekt, beidem untersucht werde, wie Werbungwirke und was man mit ihr erreichen könne, erklärt sie.

Theresa hat bereits zwei Praktika in Hotels absolviert, z. B. an der Rezeption.
Praktikum an der Rezeption

Gutes tun und Karriere machen

Wie die Kenntnisse im Berufsalltag umgesetzt werden, trainieren die Studenten bei Praktika. Theresa hat bereits zwei absolviert – und zwar in großen Hotels. Tätig gewesen sei sie dort unter anderem an der Rezeption und im Service: „Ich war hautnah dran.“

Jetzt bewirbt sie sich auf ihr nächstes Praktikum in London. Kommende Woche habe sie per Skype ihr erstes Vorstellungsgespräch für das Auslandsprojekt. Vorher wird sie jedoch einige Monate an der Regents University studieren. „Dort war ich noch nicht, ich bin schon gespannt darauf“, sagt sie.

Nach ihrem Abschluss plant Theresa einen weiteren Auslandsaufenthalt, allerdings nicht als nächsten Karriereschritt, sondern in Form eines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ). Dazu werde sie sich vermutlich bei Unicef oder bei Ärzte ohne Grenzen bewerben. „Uns geht es so gut hier, dass man, finde ich, auch etwas für diejenigen auf der Welt tun sollte, die nicht das gleiche Glück wie wir haben“, erklärt Theresa.

Bevor sie in den Beruf einsteigt, hat Theresa außerdem vor, noch einen Master zu machen – wenn möglich, an einer Uni im englischsprachigen Ausland. Auch dabei könne sie auf die Hilfe der ISM setzen. „Wir werden hier wirklich in vielen Dingen unterstützt“, lobt sie. Bei ihrem ersten Job will Theresa dann zunächst ihr Wissen in Wirtschaftswissenschaften zum Einsatz bringen. Ihr Ziel: die Marketingabteilungen von Unternehmen wie Adidas, Nike oder Red Bull. „Ich will zu den ganz Großen“, sagt Theresa. Das Hotel ihrer Eltern wird also vermutlich noch etwas auf die neue Juniorchefin warten müssen. „Das übernehme ich frühestens in zehn Jahren. Jetzt will ich erst einmal die Welt sehen“, so die Studentin.