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Zweiter Teil des Stuzubi-Interviews mit Merle und Ömer

Ömer in seinem Element

Bei der Stipendiumsprüfung hat Ömer alles gegeben.

Stuzubi: Wie war die Stipendiums-Prüfung für dich?

Ömer: Ich bin also den Tag vor der Prüfung mit dem Flixbus nach Hamburg gereist, ganze 10 Stunden Fahrt!!! Weil es leider günstiger ist, als mit der Bahn. Trotzdem war ich wie eingerostet, als ich nach Hamburg kam. Ich hatte erstmal einwenig Heimwehgefühle, weil ich nach meinem Abitur die letzten 1 1/2 Jahre dort gelebt habe und meinen Freiwilligendienst absolviert habe. Da war mein Gedanke schon: "Es wär echt schön, wenn ich es schaffe, dann könnte ich wieder hierher zurück!"

Am Tag der Prüfung waren wir um 8:30 Uhr dort und mussten uns erstmal umziehen und konnten uns dann einwenig warm machen. Am Anfang war die Tanzaudition: Wir wurden in 2 Gruppen alphabetischer Reihenfolge aufgeteilt und haben erstmal ein paar Ballettbasics an der Stange getanzt. Dann kam eine Jazzkombi durch den Raum und man konnte zeigen, was für eine Bühnenpräsenz man hat und mir hat das mega mäßig Spaß gemacht. Ich liebe es einfach vor Leuten zu performen.

Dann war die Gesangsaudition: Ich liebe es zu singen. Es ist mehr mein Ding. Mein Spezialgebiet. Ich habe "Diese Welt" aus dem Musical "Frühlings Erwachen" gesungen und dann noch "Damn It, Janet" aus dem Musical "Rocky Horror Picture Show". Man musste einzeln vor der Jury singen.  Ich habe mich super erleichtert gefühlt, als ich meine Songs gesungen habe. Ich fands wundervoll.

Am Ende war dann noch die Schauspielaudition: Da habe ich die Rolle "Christian" aus dem Stück "Das Fest/Festen" von Thomas Vinterberg vorgesprochen. Man musste einen Monolog vorsprechen, in der Länge von 1-2 Minuten.

Ich hab es leider am Ende nicht geschafft, aber ich war dennoch erleichtert und zufrieden, weil dieser Tag mir gezeigt hat, dass ich einfach das Zeug dazu habe, Musicaldarsteller zu werden.

Merle: Die Prüfung am 27.11.2016 war eine Erfahrung, die ich noch nie so machen konnte. Alleine in der Schule zu sein war ein Traum aber dann tatschlich mein Können unter Beweis stellen zu dürfen und dies auch noch vor den Dozenten der Schule, den richtigen Profis, zu dürfen ist ein Erlebnis, zu welchem man nur ganz selten die Chance hat. Ich habe es für mich gemacht und ich weiß jetzt, was ich hinsichtlich auf meinen Traum Musicaldarstellerin zu werden, noch brauche. Ich hatte nichts zu verlieren sondern nur zu gewinnen und das habe ich sicherlich sehr.

Enttäuscht bin ich im nachhinein auf keine Fall! Ich gönne es den Gewinnern der Stipendien natürlich sowie ich es uns allen gegönnt hätte. Die Prüfung hat mich so vieles gelehrt, das möchte ich einfach nicht missen und ich bin einfach dankbar dafür, diese Chance bekommen zu haben.

Stuzubi: Wie verfolgst du deine Bühnenkarriere nun weiter?

Ömer: Ich werde im Februar 2017 bei der Aufnahmeprüfung für den Studiengang Musical an der Folkwang Universität der Künste bewerben und werde bis dahin noch weiter hart trainieren und weiter Erfahrungen sammeln. Falls es klappt, könnte ich schon ab April 2017 studieren, falls nicht, werde ich weitermachen und weiterhin sehr viel lernen und mich an anderen staatlichen Universitäten versuchen.

Ich bin noch 20 Jahre alt und habe noch Zeit. Es ist mein Wunsch und ich möchte für diesen Wunsch kämpfen. Ich weiß ganz genau, dass meine Zukunft als Musicaldarsteller bestimmt gut aussehen wird.

Merle: In Zukunft werde ich in erster Linie weiterhin das tun, was ich liebe: Auf den Brettern stehen, die mir die Welt bedeuten. Ich will aber auch besser werden und werde auf jeden Fall an mir arbeiten um dann vielleicht irgendwann von meiner Leidenschaft leben zu können. Jede sich mir auftuende Möglichkeit werde ich ergreifen um weiter voran in Richtung Scheinwerferlicht zu kommen. Mein erster Schritt darauf zu wird der Workshop im nächsten Jahr sein, der mir sicherlich noch viel mehr Eindrücke der Berufsbildes vermitteln wird, bei dem ich mit richtigen Profis arbeiten werde und auf den ich mich einfach unsagbar freue! Danke dafür! Und wo es mich danach so hinschlägt, das weiß ich noch nicht aber ich werde, egal was kommt, immer weiter machen. Da bin ich mir sicher.