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Studieren beim Zoll – Schmuggel und Schwarzarbeit bekämpfen

Studieren beim Zoll

Zollinspektorin Silke kontrolliert, ob auf Baustellen Schwarzarbeiter beschäftigt werden.

Manchmal kommt es anders als man denkt. Früher, viele Jahre ist es nun her, unterschied sich der Berufswunsch von Silke nicht von dem vieler anderer kleiner Mädchen. Verwirklicht hat sie ihren einstigen Traum, als Erzieherin zu arbeiten, aber nicht. Die Alternative dürfte bei vielen Erstaunen auslösen: Silke ist Zollinspektorin geworden: „Ich wollte einen vielseitigen und interessanten Job.“ Deshalb habe sie sich nach dem Abitur, das sie vor rund vier Jahren in Lehrte bei Hannover absolvierte, beim Zoll beworben. Heute trägt die 22-Jährige eine Schusswaffe, schützt Arbeitnehmer vor Ausbeutung und verfolgt Schmuggler.

Inzwischen zeigt sich: Silkes Erwartungen wurden erfüllt. „Das ist schon sehr spannend, ich führe Vernehmungen durch, fahre zu verschiedenen Kontrollobjekten und manchmal durchsuchen wir Wohnungen, um Beweismittel zu finden“, berichtet sie. Im vergangenen Jahr hat sie ihr Duales Studium für die Beamtenlaufbahn im gehobenen Dienst beim Zoll abgeschlossen und ist seitdem bei der Behörde tätig. Ihr Einsatzgebiet: die Schwarzarbeit. „Wir führen zum Teil auch unangemeldete Kontrollen durch und befragen zum Beispiel auf Baustellen die Arbeiter“, erzählt Silke. Vier Tage in der Woche verbringe sie im Büro, einen Tag im Außendienst: „Das ist abwechslungsreich.“

Interessant seien ihre Aufgaben schon im Studium gewesen. In den Praxisphasen sei sie zum Beispiel mit Kollegen auf der Autobahn unterwegs gewesen: „Einmal sind wir auf jemanden gestoßen, der unversteuerten Alkohol und Tabak dabei hatte.“ Der Fahrer habe jedoch gelassen reagiert: „Er wusste ja, dass das nicht erlaubt ist.“ Dennoch sind die Zollbeamten aus Sicherheitsgründen bei Kontrollen nie allein im Einsatz. „Aber auch das gefällt mir an dem Beruf, man arbeitet viel mit Kollegen zusammen.“

Dass ihre Tätigkeit sinnvoll ist, erlebt Silke immer wieder hautnah. „Natürlich kommt es vor, dass wir jemanden bei einem Verstoß erwischen“, sagt sie. Jedoch gebe es auch Spielräume. Einiges müsse von Gesetz wegen verfolgt werden. Bei Ordnungswidrigkeiten sei es aber möglich, ein Auge zuzudrücken: „Ich musste nie gegen meine persönliche Einstellung handeln.“

Einstellungstest und Studienfächer: Studium beim Zoll Teil 2


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