Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Top Five der Studiengänge - Fachbereiche im Kurzportrait

Studium 2019

Die meistgewählten Fächergruppen im Überblick

Wer studieren will, hat eine riesige Auswahl an Möglichkeiten – insgesamt rund 19.000 Studiengänge gibt es derzeit an deutschen Hochschulen, europäische und internationale Angebote gar nicht mitgezählt. Um sich nicht zu verzetteln, ist eine Vorauswahl nach Fächergruppen sinnvoll. Die Top Five der Fachbereiche, für die sich im vergangenen Wintersemester die meisten Abiturienten eigeschrieben haben, stellen wir dir hier in Kurzportraits vor.

Wirtschaftswissenschaften oder einen Studiengang aus den Ingenieurfächern wählem? Medizin studieren, ein Mathematikstudium oder eine der Naturwissenschaften anpeilen, oder sich für ein geisteswissenschaftliches Studium einschreiben? Im ersten Schritt der Studienwahl ist es sinnvoll, sich auf eine fachliche Richtung festzulegen. Die beliebtesten Fächergruppen findest du hier auf einen Blick. Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Studium bietet dir außerdem unser Orientierungstest. Fundierte Infos zu Studiengängen aller Fachrichtungen inklusive der Möglichkeit, mit Vertretern der jeweiligen Hochschulen ins Gespräch zu kommen, gibt es auf den Stuzubi Schülermessen.

Platz 1: Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Viele entschieden sich für Wirtschaftswissenschaften.
Wirtschaftswissenschaften

Die meisten Studierenden in Deutschland entscheiden sich für ein Fach aus den Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften. Mehr als eine Million Studenten waren im Wintersemester 2017/18 an diesen Fakultäten eingeschrieben – Tendenz steigend.

Kein Wunder: Juristen und Betriebswirte haben nach wie vor beste Karriereaussichten. Während Rechtswissenschaften traditionell auf Staatsexamen studiert werden, gibt es bei den Wirtschaftswissenschaften eine Vielzahl an neuen Studiengängen, in denen Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit Fachwissen aus verschiedenen Branchen wie zum Beispiel Tourismus verknüpft wird.

Bei den Sozialwissenschaften ist ein bisschen Idealismus nötig – Berufe aus diesem Bereich stiften zwar Sinn, werden aber oft nur mittelmäßig bezahlt. Sozialwissenschaftliche Fächer sind zum Beispiel Soziologie, Sozialpädagogik und Soziale Arbeit, aber auch Psychologie, Pädagogik und Politologie.

Sozialwissenschaftler arbeiten beispielsweise in sozialen Einrichtungen, oft aber auch im Personalwesen oder in der Verwaltung und können in bestimmten Bereichen im öffentlichen Dienst tätig werden.

Platz 2: Ingenieurwissenschaften

Großen Zulauf gibt es bei den Ingenieurfächern.
Ingenieurwissenschaften

An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala liegen die Ingenieurfächer. Mehr als 765.000 Studierende verzeichnete das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) im Wintersemester 2017/18 in diesem Bereich.

Auch in den Ingenieurwissenschaften sind die Studierenden in den vergangenen fünf Jahren immer mehr geworden. Einen sprunghaften Anstieg der Studentenzahlen um rund 40 Prozent gab es zum Wintersemester 2015/16. Klassische Disziplinen aus dem Ingenieurwesen sind Elektrotechnik, Maschinenbau und Bauingenieurwesen. Doch auch hier haben sich in den vergangenen Jahren unzählige neue Studiengänge mit sehr differenzierten Spezialisierungsmöglichkeiten entwickelt.

Geeignet sind für Ingenieurfächer alle, die sich für Naturwissenschaften und Technik interessieren, sich dabei aber viel Praxisbezug wünschen und gerne basteln. Die Jobaussichten und Verdienstmöglichkeiten sind wegen des anhaltenden Fachkräftemangels in diesem Sektor hervorragend. Mitbringen sollte man jedoch Reisebereitschaft – denn Ingenieure arbeiten oft international.

Platz 3: Geisteswissenschaften

Tipp: Geisteswissenschaften auf Lehramt studieren.
Geisteswissenschaften

Allen Warnungen zum Trotz wählt noch immer ein großer Teil der Studierenden ein geisteswissenschaftliches Fach. Allerdings sind es längst nicht mehr so viele wie früher. Vor fünf Jahren gab es an den geisteswissenschaftlichen Fakultäten noch knapp eine halbe Million Studenten – in den vergangenen drei Semestern waren es nur noch jeweils zwischen 300.000 und 350.000.

Zu den geisteswissenschaftlichen Fächern gehören unter anderem Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften und Sprachwissenschaften, auch aus dem Bereich Fremdsprachen mit Wissenschaften wie Amerikanistik oder Romanistik. Das Problem bei den Geisteswissenschaften: Sie bilden ihre Absolventen in der Regel nicht für konkrete Berufe aus. Viele Geisteswissenschaftler müssen sich den Einstieg ins Arbeitsleben über gering vergütete Praktika und Volontariate mühsam erkämpfen.

Unser Tipp: Wer sich für ein geisteswissenschaftliches Fach interessiert und sich eine Tätigkeit mit Kindern oder Jugendlichen vorstellen kann, sollte auf Lehramt studieren – sicher ist sicher.

Platz 4: Mathematik und Naturwissenschaften

Nach einem Einbruch der Studierendenzahlen holen die Fächer Mathe und Naturwissenschaften wieder auf.
Mathe und Naturwissenschaften

Ein Studium der Mathematik oder einer Naturwissenschaft wie Physik oder Chemie bietet nicht nur beste Berufsaussichten, sondern bereitet denjenigen, die entsprechende Talente mitbringen, meistens auch viel Freude.

Im Wintersemester 2017/18 hat das CHE etwas mehr als 326.000 Studierende in dieser Fächergruppe erfasst. Nur zwei Jahre zuvor wurden allerdings mehr als 490.000 Hochschulimmatrikulationen in diesem Bereich verzeichnet. Grund dafür könnten die zahlreichen neuen Studiengänge im Ingenieurwesen sein, die in den vergangenen Jahren entstanden sind.

Im Unterschied zu den Ingenieurfächern sind klassische Naturwissenschaften und vor allem auch das traditionelle Mathematikstudium deutlich theorielastiger – das ist nicht jedermanns Sache. Seit dem Einbruch der Studierendenzahlen im Wintersemester 2015/16 ist der Zulauf in dieser Fächergruppe in den vergangenen drei Jahren aber wieder kontinuierlich angestiegen.

Platz 5: Medizin und Gesundheitswissenschaften

Die oft zulassungsfreie Alternative zum Medizinstudium: Gesundheitswissenschaften
Medizinstudium

Die Studierendenzahlen in Medizin sagen nichts über die Beliebtheit des Fachs aus, sondern ergeben sich aus der Knappheit der Studienplätze. Humanmedizin studieren kann in Deutschland daher nur, wer ein Einserabitur mitbringt – oder lange Wartezeiten in Kauf nimmt.

Knapp 94.000 Studenten waren im Wintersemester 2017/18 für Humanmedizin eingeschrieben. Dass die Fächergruppe mit insgesamt rund 176.000 Studierenden auf Rang fünf der meistgewählten Studiengänge landet, liegt am steigenden Zulauf in den Gesundheitswissenschaften, die gemeinsam mit dem Fach Zahnmedizin fast die Hälfte der Immatrikulationen dieser Fächergruppe stellen.

Zu den Gesundheitswissenschaften gehören Pflegewissenschaften, aber auch technische und betriebswirtschaftliche Disziplinen wie Medizininformatik oder Pharmamanagement und -technologie. Wer fürs Medizinstudium keinen ausreichenden Abiturschnitt mitbringt, aber im Gesundheitswesen arbeiten möchten, sollte sich die Gesundheitswissenschaften einmal genauer anschauen. Viele dieser Fächer sind sogar zulassungsfrei.