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Das richtige Studienfach und die passende Hochschule mit einem Schnupperstudium finden

Studienwahl mit einem Schnupperstudium

Bennet an der FH Westküste

Bei der Studienwahl spielen sowohl die Fachrichtung, als auch die Hochschule eine wichtige Rolle. Wer die Katze nicht im Sack kaufen will, sollte deshalb vor der Bewerbung auf einen Studienplatz erst einmal testen, wie der Alltag als Studierender an seiner Wunschhochschule konkret aussieht. Möglich ist das zum Beispiel mit einem Schnupperstudium. Bennet hat mit dieser Methode den richtigen Weg für sich gefunden und studiert nun Betriebswirtschaftslehre (BWL) an der Fachhochschule (FH) Westküste.

  • Beim Schnupperstudium können Schüler Studiengänge testen.
  • Oft ist fürs Schnupperstudium eine Beurlaubung vom Unterricht möglich.
  • Beim Schnupperstudium lernst du nicht nur dein Fach, sondern auch deine künftige Hochschule kennen.
  • Sinnvoll ist es, vor der Bewerbung auf einen Studienplatz mehrere Hochschulen zu testen. 

Unter seinen ehemaligen Mitschülern ist Bennet fast schon eine Ausnahme. „Ich gehöre zu denen, die gleich nach dem Abi angefangen haben zu studieren“, erzählt der 18-Jährige. Zu den Jugendlichen, bei denen die berufliche Richtung von vornherein festgestanden habe, zähle er jedoch nicht, räumt er ein. Bis kurz vor seinem Abschluss sei er noch völlig unsicher gewesen: „In der Schule wird man kaum auf die Zeit nach dem Abi vorbereitet.“ Zunächst habe er mit dem Gedanken gespielt, eine Ausbildung zu beginnen. Jedoch habe er sich nicht auf eine bestimmte Fachrichtung festlegen können: „Da dachte ich mir dann, gut, studierst du eben.“ Doch es stellte sich die gleiche Frage: Welches Fach?

BWL-Student für einen Nachmittag

Bei Recherchen im Internet habe er die Möglichkeit eines Schnupperstudiums an der FH Westküste entdeckt. Da sein Vater selbstständig sei, habe er sich den Studiengang BWL angesehen. „Wir waren nur zu fünft, und der Raum war so groß wie ein Klassenzimmer“, erinnert er sich. In dieser familiären Atmosphäre habe er sich von Anfang an wohl gefühlt. Vorgestellt worden sei das Studium von einer Absolventin, die nur wenig älter gewesen sei als die Teilnehmer des Programms: „Da hat man auf Augenhöhe miteinander gesprochen.“  

Die junge Frau habe den potenziellen Erstsemestern zum Beispiel Begriffe wie innerbetriebliche Kostenrechnung, Controlling und Personalmanagement erklärt: „Ich habe sofort gemerkt, dass mich das interessieren könnte.“ Die Referentin habe ihn auch ganz direkt gefragt, weshalb er BWL studieren wolle. Geantwortet habe er damals, dass ihn vor allem die Breite des Faches anspreche: „Damit kann man überall einsteigen und sich später im Master spezialisieren.“  

Nach seinem Schnupperstudium an der FH Westküste habe er eine BWL-Vorlesung an der Universität in Kiel besucht. „Erst einmal war ich geschockt, das war mir viel zu groß“, sagt Bennet. Im Hörsaal seien etwa 60 bis 80 Studierende gewesen: „Das ist Geschmacksache, aber ich bin eher der familiäre Typ.“

Mit allgemeinem Abitur an die FH

Im Gegensatz zu großen Unis herrscht an der FH Westküste eher eine familiäre Atmosphäre.
Fachhochschule Westküste

Dennoch habe er sich an der Universität Kiel, in Flensburg und an der FH Westküste beworben. Die FH Westküste sei jedoch sein Favorit gewesen. Allerdings seien einige seiner Freunde erstaunt gewesen, weshalb er trotz seines allgemeinen Abiturs eine Hochschule für angewandte Wissenschaften bevorzuge: „Das Argument war immer ‚du kannst doch auch an die Uni‘, aber ich habe das nie so gesehen.“ Den Praxisbezug an der FH empfinde er als klaren Vorteil: „Uniabsolventen müssen am Ende auch arbeiten und ihr Wissen anwenden, da ist es doch besser, das gleich im Studium zu lernen.“

Über die Zusage seiner Hochschule sei er sehr froh gewesen. Das Studium habe bisher all seine Erwartungen erfüllt. Auch mit seinen Leistungen ist Bennet zufrieden: „Ich habe alle Klausuren gut bewältigt.“ Beim Studienbeginn habe er jedoch davon profitiert, dass er auf eine Auszeit nach dem Abi verzichtet habe. Komplexe Stoffgebiete wie Mathematik seien ihm noch vertraut gewesen, „und ich hatte das Lernen noch nicht verlernt.“

Im Unterschied zur Schule erkenne er nun aber den Nutzen seines Wissens viel besser. Fächer wie innerbetriebliche Kosten- und Leistungsrechnung würden anhand von ganz konkreten Anwendungsfällen vermittelt. Zum Beispiel berechne er im Studium, wie viel ein Zementhersteller für den Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen ausgebe, und wie auf dieser Basis der Preis für den Kunden kalkuliert werde. „Man sieht, wozu man das Gelernte braucht, und das motiviert.“

Unterricht an der Hochschule habe er derzeit dreimal in der Woche, an zwei Tagen Vollzeit einmal halbtags. Vor den Klausuren sei der Lernaufwand hoch: „Gefühlt ist man rund um die Uhr beschäftigt.“ Der Stoff interessiere ihn jedoch, „da fällt das Lernen leicht.“ Außerhalb der Klausurphasen investiere er an seinen freien Tagen jeweils rund drei Stunden in sein Studium. „Man muss lernen, keine Frage“, erklärt Bennet. Trotzdem bleibe noch genug Zeit für private Interessen. Auch ein Nebenjob sei für fünf bis sieben Stunden in der Woche möglich. An den Wochenenden arbeite er in einem Unternehmen für landwirtschaftliche Maschinen in der Inventur und schreibe Rechnungen: „Auch da gibt es immer wieder Bezüge zu meinem Studium.“

Für eine berufliche Richtung habe er sich aber noch nicht entschieden. „Das lasse ich auf mich zukommen, mal sehen, wohin mein Weg führt“, sagt Bennet.

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