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Studentenwerk ruft zur Beteiligung an der Kampagne „Kopf braucht Dach“ für bezahlbaren Wohnraum auf

Bild: Studierendenwerk Stuttgart / Christoph Duepper

Die Wartelisten für einen Platz im Studentenwohnheim sind lang. Bild: Studierendenwerk Stuttgart / Christoph Duepper

Die Wartelisten der Studentenwohnheime in deutschen Großstädten werden immer länger. Das Deutsche Studentenwerk richtet deshalb nun einen Appell an die Politik, mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen. Mit einer Unterschriftenaktion fordert der Verband den Staat dazu auf, 1,5 Milliarden Euro für Studentenwohnungen zur Verfügung zu stellen.

In deutschen Metropolen herrschen Wohnungsnot und Mietwucher. Besonders betroffen sind davon auch Studenten. Eine günstige Studentenbude oder ein WG-Zimmer zu ergattern, gleicht mancherorts fast einem Sechser im Lotto. Mehr als 10.000 Studierende warten in München auf einen Platz im Studentenwohnheim, in Stuttgart sind es rund 4.000, in Frankfurt etwa 2.600.

Was diese Situation für die Betroffenen bedeutet, schildern Studierende aus allen Städten auf der Internetseite des Deutschen Studentenwerks zur Kampagne "Kopf braucht Dach". „Bezahlbarer Wohnraum ist existenziell, um sein Studium fokussiert absolvieren zu können“, schreibt ein User. Wer sich kein Zimmer leisten könne, entscheide sich aus diesem Grund unter Umständen sogar ganz gegen ein Studium. „Es kann nicht sein, dass man teilweise über ein halbes Jahr auf ein Zimmer oder eine Wohnung warten muss“, klagt eine weitere Studentin. Andere berichten von nervenaufreibenden Castings bei der Suche nach WG-Zimmern oder dem täglichen Pendeln vom Heimatort zur Uni über Semestern hinweg. Das

Deutsche Studentenwerk fordert nun einen Hochschulsozialpakt für preisgünstigen, bezahlbaren Wohnraum für Studierende. Konkret bedeutet das: Bund und Länder sollen knapp 1,5 Milliarden Euro in Studentenwohnheime investieren. Damit könnten die bestehenden Gebäude saniert und neue Häuser mit insgesamt 25.000 zusätzlichen Wohnheimplätzen geschaffen werden. Die Mieten sollen sich dabei an der Wohnpauschale des BAföG orientieren, die mit 250 Euro im Monat veranschlagt wird – eine Summe, mit der man in Städten wie Hof durchaus erfolgreich auf Wohnungssuche gehen kann. In München bekommt man dafür aber in manchen Vierteln gerade einmal einen Stellplatz in der Tiefgarage.

Nachdruck verleihen will das Studentenwerk seiner Forderung mit einer Unterschriftenaktion. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann auf der Webseite der Kampagne „Kopf braucht Dach“ online unterzeichnen.