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Coaching - wie man sich im Beruf erfolgreich präsentiert

Persönlichkeitscoaching an der Stage School

Bei dem Persönlichkeitscoaching der Stage School trainieren die Teilnehmer selbstbewusstes Auftreten.

Ob beim Vorstellungsgespräch, im Meeting mit Kollegen, oder bei der Präsentation von Arbeitsergebnissen vor dem Team: Kaum ein Job kommt ohne Auftritte aus. Doch was tun bei Lampenfieber? Am besten, man geht zu den Profis – zu denjenigen, von denen Schauspieler, Sänger und Tänzer lernen. „Sicheres Auftreten kann man üben“, sagt Karin Frost-Wilcke, Abteilungsleiterin für Schauspiel an der Stage School in Hamburg, die auch Persönlichkeitscoachings für Berufstätige anbietet. 

Man mag es mögen, oder nicht – das Sprichwort „Klappern gehört zum Handwerk“ gewinnt im Berufsleben zunehmend an Bedeutung. „Früher war das Fachwissen zentral, wie ich mich verkaufe, stand im Hintergrund. Das ist heute anders“, sagt Frost-Wilcke, die an der Stage School in Hamburg angehende Musicaldarsteller unterrichtet. An manchen Wochenenden lässt sie ganz normale Menschen völlig unterschiedlicher Berufe an ihrem Wissen teilhaben.

„Sogar eine Bäckereifachverkäuferin ist heute angehalten, zu lächeln und den Kunden einen schönen Tag zu wünschen“, so die Kursleiterin. Das Auftreten werde immer wichtiger. In sämtlichen Berufen und Branchen werde die Fähigkeit erwartet, sich gut präsentieren zu können, sei es bei Produktvorstellungen vor Kunden oder bei Vorträgen vor Kollegen. Doch allen, die bei diesem Gedanken kalte Füße bekommen, sei gesagt: Man kann es lernen.

In praktischen Übungen zeigt Frost-Wilcke den Kursteilnehmern, wie sie daran arbeiten können, sympathisch und selbstsicher auf andere zu wirken. „Ein Buch lesen können die Leute auch allein zuhause. Bei mir gibt es kaum Theorie, sondern fast nur Praxis“, erklärt Frost-Wilcke. Ein wichtiger Bestandteil ihres Seminars sei zum Beispiel Sprechtechnik: „Wenn man aufgeregt ist, rutscht die Stimme nach oben. Das hört sich nicht gut an.“ Gegensteuern könne man mit gezielter Atmung. Ein weiterer häufiger Fehler sei, dass mit dem Gegenüber kein Blickkontakt gehalten werde: „Eine große Rolle spielt auch die Körpersprache.“

Nach Äpfeln, nicht nach Sternen greifen

Karin Frost-Wilcke ist an der Stage School Abteilungsleiterin für Schauspiel.
Karin Frost-Wilcke, Abteilungsleiterin für Schauspiel

Ein Patentrezept für sympathisches Auftreten gebe es jedoch nicht, räumt die Schauspieldozentin ein: „Jeder hat seine eigene Persönlichkeit. Die muss man unterstreichen.“ In ihren Seminaren gehe sie deshalb ganz individuell auf jeden einzelnen ein. Gemeinsam trainieren die Teilnehmer unter anderem, vor der Gruppe Reden zu halten. Gelegentlich würden auch Vorstellungsgespräche simuliert. „Bei mir waren schon Journalisten, Politiker, Ärzte und Polizisten, aber auch Frauen, die nach der Babypause wieder in den Beruf einsteigen wollen“, berichtet Frost-Wilcke. Auch von Führungskräften würden die Seminare gerne besucht. Ebenso breit gefächert seien die Altersklassen. Der jüngste Seminarbesucher sei gerade einmal 18 Jahre alt, und der älteste 65 gewesen.

Wunder könne sie jedoch nicht vollbringen, betont sie: „Nach den Sternen zu greifen gelingt nicht, und Misserfolg schadet nur dem Selbstbewusstsein. Viel besser ist es, nach Äpfeln zu greifen, das schafft man nämlich.“ Gerade, was Lampenfieber angehe, dürfe man nicht zu viel erwarten. Aufregung lasse sich meistens nur durch Routine senken. Möglich sei es jedoch, Nervosität glaubwürdig zu überspielen. Einmal habe ihr ein Teilnehmer gestanden, dass er von Kopf bis Fuß zittere. „Ich habe dann nur gesagt, ‚das macht doch nichts, man sieht es nicht‘“, sagt Frost-Wilcke und lacht.