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Praktikumsarten im Vergleich

Arten von Praktika

Im Praktikum kannst du erste Berufserfahrungen sammeln.

Von Kim Fischer

Wenn man sich mit dem Thema Berufsorientierung beschäftigt, kommt man nicht an ihnen vorbei: Praktika bieten eine gute Möglichkeit in ein Unternehmen oder eine ganze Branche hineinzuschnuppern und wertvolle Erfahrungen für sich selbst und die Karriere zu sammeln. Hier gibt es jedoch viele unterschiedliche Möglichkeiten, die man wahrnehmen kann. Welche die richtige für dich und deine aktuelle Situation ist, erfährst du hier.

Freiwilliges Praktikum oder Pflichtpraktikum?

Viele Arten eines Praktikums sind verpflichtend. Zu Pflichtpraktika gehören zum Beispiel das Vorpraktikum, das Praxissemester, das Fachpraktikum oder auch manche Schülerpraktika und Jahrespraktika. Verpflichtung klingt erst einmal nach Zwang und ein wenig unschön. Jedoch hilft dir die Zeit in einer Firma oder Institution dabei, Vorstellung und Realität voneinander zu unterscheiden und du kannst für dich herausfinden, ob du auf dem richtigen Weg bist.

Du kannst jedoch auch außerhalb von Schule und Uni Praktika machen, wenn du dich für eine Branche oder ein Unternehmen besonders interessierst. Bei einem freiwilligen Praktikum ist Eigeninitiative gefragt, da du hier keinen Zwang oder vorgegebenen Rahmen hast. Das heißt, du musst keinen Praktikumsbericht abgeben, musst dich aber auch um alles selbst kümmern. Die Dauer eines freiwilligen Praktikums kann variieren, es empfiehlt sich aber eine Zeit von zwei bis drei Monaten um einen wirklich guten Eindruck zu gewinnen. 

Schülerpraktikum

Im sozialen und medizinischen Bereich benötigt man Vorpraktika.
Vorpraktika

Das Schülerpraktikum ist für viele der erste Schritt in die große, weite Berufswelt. Es wird mittlerweile von den meisten Schulen angeboten und ermöglicht dir, für dich schon einmal die grobe Richtung festzulegen, in die es beruflich gehen könnte. Das Schülerpraktikum dauert normalerweise eine bis vier Wochen. In der Zeit bist du im Betrieb tätig und hast keinen Unterricht. Viele Lehrer wollen danach einen Praktikumsbericht sehen, der nicht selten benotet wird.

Vorpraktikum

Gerade bei Studienfächern im sozialen, naturwissenschaftlichen oder medialen Bereich sind Praktika oft durch die Universität vorgeschrieben. Diese Vorpraktika müssen, wie der Name schon sagt, vor dem Antritt des Studiums absolviert werden. Da die Anforderungen und die Dauer oft variieren, ist es ratsam sich im Vorfeld auf der Homepage der Uni und der Fakultät zu informieren.

Jahrespraktikum

Wenn du deinen ersehnten Studien- oder Ausbildungsplatz (noch) nicht bekommen hast, hast du die Möglichkeit ein Jahrespraktikum zu absolvieren, um die Zeit gut zu nutzen. Dieses dauert zwischen sechs und zwölf Monaten und bietet die Möglichkeit der Einstiegsqualifizierung (EQ). Das heißt, du wirst an eine konkrete Ausbildung herangeführt und kannst im Anschluss in bestimmten Fällen eine Verkürzung deiner Ausbildung beantragen. Außerdem beinhalten einige Studiengänge ein Jahrespraktikum, zum Beispiel in Form eines Anerkennungsjahres. Der Vorteil von Jahrespraktika: Sie bieten einen besonders intensiven und längeren Einblick in die Branche, sind sozialversicherungspflichtig und in der Regel vergütet.

Praxissemester

Es lohnt sich im Praktikum viel Engagement zu zeigen.
Praktikum als Türöffner

Du hast schon deinen Studiengang gefunden, schaust dir die Modulpläne an und liest den Begriff Praxissemester? Das ist auch nichts anderes als eine Art von Praktikum. Dieses Semester, meistens das fünfte, ist dazu da, um dir den Berufseinstieg nach dem Studium zu erleichtern. Anders als in der Ausbildung wird an der Hochschule viel mehr theoretisches als praktisches Wissen vermittelt. Mit dem Praxissemester hast du die Möglichkeit, die fehlende Praxiserfahrung nachzuholen. Praxissemester dauern in der Regel fünf bis sechs Monate und sind meistens vergütet. Wie viel Geld du bekommst, hängt von der Branche und der Größe des Unternehmens ab. Nicht selten schreiben Studenten nach dem Praktikum in Kooperation mit der Firma ihre Bachelorarbeit oder bekommen danach ein Jobangebot. Wer das anstrebt, sollte aber viel Interesse und Engagement zeigen und frühzeitig anfragen.

Fachpraktikum

Das Fachpraktikum ist ähnlich wie das Praxissemester ein Praktikum, das du im Studium oder in der Ausbildung absolvierst. Wie der Name schon sagt, muss das Themengebiet des Praktikums fachlich zu der Richtung deiner Ausbildung passen und wird meist von deiner Ausbildungsstätte vorgegeben. Diese muss dir auch die Praktikumsstelle genehmigen, damit du die richtigen spezifischen Erfahrungen sammeln kannst, die du später einmal für deinen Beruf benötigst.

Ob freiwilliges Praktikum oder Pflichtpraktikum, Schülerpraktikum, Vorpraktikum, Jahrespraktikum, Praxissemester oder Fachpraktikum: Eines haben alle Praktika gemeinsam – sie helfen dir bei der beruflichen Orientierung. Vielleicht wolltest du schon immer Arzt werden, machst dann ein Praktikum im Krankenhaus und stellst fest, dass der Arbeitsalltag überhaupt nicht so ist, wie du ihn dir vorgestellt hast. Dann ist es schon besser zu diesem Ergebnis zu kommen, nachdem du ein paar Wochen Praktikum gemacht hast, anstatt erstmal sechs Jahre zu studieren. Ein Praktikum ist auf jeden Fall ein Gewinn, auch wenn es dir zeigt, was du nicht willst.

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