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Nachhaltige Jobs: Studiengänge, Ausbildungen, Einstiegsgehälter

Start-up Gründer Romek Vogel

Start-up Gründer Romek Vogel

Start-up Gründer Romek Vogel vom Portal JOBVERDE für grüne und nachhaltige Jobs verrät im Interview, in welchen Berufen man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Teil 2

Stuzubi: Gibt es bestimmte Studiengänge oder Ausbildungen, die Sie Jugendlichen empfehlen können, die später einmal in einem nachhaltigen Beruf arbeiten möchten?

Romek Vogel: Wer eine gewisse Affinität zu Technik hat, sollte das auf jeden Fall nutzen. Studiengänge wie Erneuerbare Energien, Umwelttechnik oder auch Fächer aus der IT bieten gute Perspektiven, hohe Einstiegsgehälter und Arbeitsplatzsicherheit. Außerhalb des technischen Bereichs kann man sich zum Beispiel auf Fundraising spezialisieren, dabei geht es um die Betreuung von Spenden. Fundraising gibt es auch als Ausbildung und Duales Studium, das ist oft besser als ein BWL-Studium mit einer anschließenden Weiterbildung im Fundraising.

Stuzubi: Nachdem Sie das Einstiegsgehalt gerade angesprochen haben – wie viel verdient man denn in nachhaltigen Berufen?

Romek Vogel: Ingenieure fangen im Durchschnitt mit einem Jahresgehalt von 50.000 Euro an. Das steigt dann meistens schnell auf 70.000 Euro. Ein CSR Manager Kommunikation bekommt am Anfang etwa 40.000 Euro. In nachhaltigen Jobs wird genauso viel gezahlt wie in traditionellen Berufen. Oft ist das Gehalt bei den Absolventen aber gar nicht das ausschlaggebende Kriterium, sondern sie wollen in ein cooles Unternehmen. Gefragt sind zum Beispiel Start-ups. Da kann man unter Umständen als Praktikant einsteigen und in sehr kurzer Zeit in eine Leitungsfunktion aufsteigen und viel Verantwortung übernehmen. Auch Faktoren wie Home-Office, Mitarbeiter-Events oder ab man seinen Hund mitbringen kann spielen bei den Bewerbern eine Rolle. Deshalb bilden wir das auf unserem Portal mit ab.

Stuzubi: Unterscheidet sich das Angebot an nachhaltigen Jobs nach Regionen?

Romek Vogel: Grundsätzlich findet man in ganz Deutschland nachhaltige Jobangebote, sowohl in den Metropolen als auch in the middle of nowhere. Aber im Norden wo es flach ist gibt es natürlich mehr Windkraft als im Süden, wo eher Solarenergie betrieben wird. In Frankfurt am Main werden dagegen eher Mitarbeiter in der nachhaltigen Finanzwirtschaft gesucht.

Stuzubi: Angenommen, Sie wären kein Start-up Gründer geworden – für welchen nachhaltigen Beruf hätten Sie sich entschieden?

Romek Vogel (lacht): Ich habe ganz bewusst die Selbstständigkeit gewählt. Hätte ich nicht unser Jobportal gegründet, würde ich vermutlich nachhaltige Produkte für den Food-Bereich oder die E-Mobilität entwickeln. Als Angestellter würde ich mich wahrscheinlich in der E-Mobilität bewerben, da tut sich wirklich was. Auf jeden Fall sind grüne Themen ein spannender Markt, und es wird immer mehr.

Stuzubi: Vielen Dank für das Gespräch.

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