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Ist Mathe Männersache?

Mathamatik studieren als Mädchen

Als Frau zählt Alexandra Mai in ihrem Studiengang Mathematik immer noch zur Minderheit.

Von Carolin Bohn

Der MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt: Der Bedarf an Absolventinnen und Absolventen der MINT-Fächer ist immens und die personellen Engpässe wachsen weiter. Doch immer mehr Mädchen entscheiden sich für ein Studium eines MINT-Fachs, das glänzende Berufsaussichten und hervorragende Gehälter verspricht. Spaß am Knobeln und Interesse an Zahlen sind dabei Voraussetzung, um erfolgreich zu sein. Wie das Studium und die Chancen danach ganz konkret aussehen, weiß die Mathematikstudentin Alexandra Mai.

Faszination Mathematik

Schon in der Schule sei für sie klar gewesen, dass sie einmal Mathe studieren würde, erinnert sich Alexandra Mai: „Ich hatte eine tolle Lehrerin, die Mathematik mit viel Spaß und Leidenschaft erklärt hat.“ Im Studium, das sie in München und Berlin absolvierte, habe sie aber schnell gemerkt, dass Mathematik an der Universität ganz anders sei als in der Schule: „Als Schülerin wendet man die ganzen Regeln nur an, während man im Studium alle Grundlagen erst einmal herleiten und erarbeiten muss. Erst dann kann man verstehen, warum diese überhaupt gelten.“ Aufgebaut sei das Studium dennoch sehr schulisch. „Man schreibt Klausuren und bekommt auch Hausaufgaben.“

Zunächst eigne man sich im Studium die Grundlagen an, dann könne man sich spezialisieren. „Die Vielfalt in der Mathematik ist erstaunlich groß“, sagt Alexandra. Eine zentrale Voraussetzung für das Fach sei der Mut, Verständnisfragen zu stellen: „Man muss sich trauen zu fragen, sonst kommt man nicht weiter.“ Auch Spaß am Knobeln sei von Vorteil, denn „manchmal muss man lange über ein Problem nachdenken und Ansätze auszuprobieren, die falsch sind, bis man auf eine Lösung kommt.“ Ihr Studium sei deshalb sehr zeitintensiv. Neben Vorlesungen und Tutorien, in denen der Stoff genauer erklärt werde, gebe es jede Woche Hausaufgaben: „Man muss am Ball bleiben.“ Auch in der Gruppe werde viel gegrübelt und in der Freizeit nach Lösungen gesucht: „Da ist Fleiß gefragt.“

Allerdings ist Mathematik nicht immer so abstrakt wie gemeinhin angenommen. Aus ihrem Studium habe sie auch viel für den Alltag mitgenommen, berichtet Alexandra. Ein Problem aus dem Leben in Mathematik zu übersetzen, helfe dabei, strukturiert Lösungen zu finden. Diese Kunst sei eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Mathematikers: „Man muss verstehen, was die Zahlen für die echte Welt bedeuten.“

Welche Berufsaussichten haben Mathematiker? – Teil 2 >>


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