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Mit medialen Meisterwerken zum Master: Studieren am SAE Institute

Michael studiert Professional Media Creation

Als Masterarbeit konzipiert Michael eine mehrdimensionale audiovisuelle Installation.

Medienschaffende gelten eigentlich als Macher. Doch gerade für komplexere Tätigkeitsfelder ist eine höhere akademische Ausbildung von Vorteil. Das 1976 in Australien gegründete und seit 30 Jahren auch in Deutschland ansässige SAE Institute bietet deshalb Masterstudiengänge für sämtliche Disziplinen der Medienwelt an.

Michael Riegert (24) absolviert derzeit ein Studium der Fachrichtung Professional Media Creation in Köln – parallel zu einem Vollzeit-Job als Planungsingenieur für Ton- und Medientechnik in München.

„Mehrdimensionales Audio ist mindestens so toll wie Kino in 3D“, schwärmt Michael und klappt seinen Laptop auf. Der Monitor zeigt ein Organigramm – das Konzept seiner Masterarbeit. Die Pläne dafür hat er seit Studienbeginn in der Tasche. „Bei uns läuft das so, dass man sich mit einer Idee für ein Medienprojekt bewirbt. Man weiß also von Anfang an, worum es bei der Masterarbeit geht“, erklärt Michael.

Sein Studium findet im Kern in Köln statt. Alle zwei Wochen besucht er freitags und samstags jeweils von 10 bis 17 Uhr Seminare am SAE Institute der Rheinmetropole. Gemeinsam mit fünf weiteren Kursteilnehmern und den Dozenten erarbeitet er sich Hintergrundwissen für sein Meisterwerk, eine audiovisuelle Installation, die er am Ende des zweijährigen Studiengangs vollenden wird.

Aktuell jedoch befasst er sich zum Beispiel mit empirischer Sozialforschung, Medien- und Urheberrecht, Public Relations und klassischer Kunstgeschichte. „Viele meiner Kommilitonen kommen mehr aus dem technischen Bereich, und jetzt im ersten Trimester werden wir alle auf den gleichen Stand gebracht“, sagt Michael.

Georg Tiefenbach ist in Köln für die Masterstudiengänge zuständig.
Georg Tiefenbach vom SAE Institute in Köln.

Profis vom Fach

Unterrichtet werden die Studenten von renommierten Experten aus der Praxis. „Die Dozenten suchen wir gezielt so aus, dass sie für die individuellen Projekte der Kursteilnehmer das richtige Fachwissen mitbringen“, sagt Georg Tiefenbach, der am SAE Institute Köln für die Masterstudiengänge zuständig ist. Unter anderem geben an der Einrichtung der PR-Profi Sascha Ihns, die Rechtsanwältin Anne Ohlen und der Komponist und Medienkünstler Florian Hartlieb Seminare. Auch Tiefenbach selbst leitet am SAE Institute Kurse und bringt dabei seine Erfahrungen als Filmproduzent und Drehbuchautor, aber auch seine Kenntnisse im Bereich Lehre aus Dozententätigkeiten an der Folkwang Universität der Künste, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Theaterakademie München ein. „Seine Einführung im Fach Kunstgeschichte war wirklich wunderbar“, lobt Michael.

Die ganztägigen Kurse bezeichnet er als „insgesamt eher entspannt“. Einen festen Zeit- und Stundenplan gebe es nicht: „Wir sind ja nur sechs Teilnehmer, wenn wir eine Pause brauchen, sagen wir das eben, trinken einen Kaffee und machen dann weiter.“ Zusätzlich zu den Präsenzzeiten sei aber die Vor- und Nachbereitung des Lernstoffs nötig. Dazu bekommen die Studenten vor den Seminaren per E-Mail Infopakete mit Literaturempfehlungen zu Aufsätzen aus Fachzeitschriften und auch ganzen Büchern. „Da ist man schon gut mit dabei, zehn bis 20 Stunden pro Woche braucht man dafür in etwa“, sagt Michael. Sein Studium bewältigt er neben einer 40-Stunden-Woche und seiner Nebentätigkeit als Dozent an einer Musikschule für Kinder. Das Arbeitspensum zu schaffen sei nicht immer leicht, räumt er ein: „Aber es hat ja auch niemand gesagt, dass es einfach ist.“

Vom Nebenjob zur Berufung

Weshalb er sich für diesen Weg entschieden hat? Nach seinem Bachelor in Audio Engineering, den er am SAE Institute in München absolviert hat und von der Middlesex University in London verliehen bekam, wollte er ursprünglich Musikwissenschaften an der LMU in München studieren. Er bewarb sich, wurde genommen. Doch dann kam alles anders. „Über die Job Wall von SAE habe ich einen Nebenjob als Werkstudent gesucht“, erinnert sich Michael. Gelandet ist er bei dem Planungsbüro Theater Projekte Daberto und Kollegen in München – und konnte dort sein Fachwissen als Audioingenieur perfekt einbringen: „Drei Monate später lag ein Arbeitsvertrag für eine Festanstellung in Vollzeit auf dem Tisch. Das war einfach das, was ich machen wollte.“

Doch ganz aufgeben wollte er seine Pläne, noch einen Master zu machen, dann doch nicht. „Mein Ziel war eigentlich von Anfang an, einmal zu promovieren“, sagt Michael. Hinzu kam, dass sein Arbeitgeber sein Studienvorhaben befürwortete. „Wenn man als Tontechniker in einem normalen Tonstudio arbeiten möchte, reicht ein Bachelor sicher aus“, so der Student. Bei komplexen Aufträgen, etwa staatlichen oder städtischen Projekten, die im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen vergeben würden, sei aber vertieftes Wissen, wie es in Masterstudiengängen vermittelt werde, sehr hilfreich: „Das ist auch der Tenor meines Arbeitgebers. Deshalb hat er meine Absicht, weiter zu studieren, von Anfang an voll unterstützt.“

Eine Hochschule zu finden, bei der er sein Studium mit seiner Berufstätigkeit verbinden konnte, stellte sich für Michael aber als deutlich schwieriger heraus, als er erwartet hatte: „Was das angeht, ist die deutsche Universitätenlandschaft wirklich ein bisschen enttäuschend.“ Das SAE Institute sei die einzige Einrichtung gewesen, die ihm das Studium in Kombination zu seiner Festanstellung in Vollzeit ermöglicht habe.

Jule sitzt nun als hochmotivierte Studentin im Medienbunker in Hamburg.
Jule studiert am SAE Institue in Hamburg

Fernziel: der Doktortitel

Aber nicht alle Masterstudenten bei SAE stehen im Berufsleben. Einige seiner Kommilitonen seien nur nebenberuflich beschäftigt, berichtet Michael: „Oder andere gründen zum Beispiel gerade ein Start-up.“ Auch die Medienprojekte der Teilnehmer sind ganz unterschiedlich. Möglich seien künstlerische Schwerpunkte, die mit dem Titel Master of Arts abgeschlossen würden, oder technische Zielsetzungen für einen Master of Science, erklärt Tiefenbach: „Wir haben zum Beispiel einen Studenten, der zeitgenössische Strömungen in der Musik untersucht, jemanden, der eine technische App untersucht, und einen Teilnehmer, der ein Computerspiel konzipiert und dafür spezielle Animationstechniken braucht.“

Wie Michaels audiovisuelle Animation einmal konkret aussehen soll, ist noch offen. Einen Standort habe er noch nicht ausgewählt, sagt er. Jedoch richte sich sein Projekt an ein breites Publikum und arbeite immersiv mit mehreren Lautsprechern, die in ihrer besonderen Anordnung ein außerordentliches Klangerlebnis erzeugen.

Einer der Schwerpunkte sei außerdem der wirtschaftliche Aspekt: „Ich behalte bei meinem Vorhaben auch immer die Kosten im Blick durch ein spezielles Monitoring.“

An seiner Entscheidung, nach dem Master zu promovieren, hält Michael weiterhin fest. Bislang sei dies am SAE Institute zwar noch nicht möglich, räumt er ein. Jedoch könne mit dem Abschluss ein Doktortitel an einer anderen Universität erworben werden: „Wo ich dann hingehe, ist aber noch offen.“

Master für alle

Angeboten werden Masterstudiengänge von SAE neben dem Standort Köln auch in Bochum. Ihren akademischen Grad bekommen die Absolventen entweder von der Middlesex University oder der Folkwang Universität der Künste. Wählen können die Studenten außerdem zwischen der Fachrichtung Professional Media Creation, bei dem ein mediales Projekt im Zentrum steht, und dem Studiengang Professional Practice (Creative Media Industries), der sich vor allem an Bewerber mit Berufserfahrung richtet.

Bewerben können sich für das Masterstudium bei SAE übrigens Bachelorabsolventen aller Fachrichtungen. „Wenn jemand aus der Astrophysik kommt, werden wir mit dem Kandidaten natürlich besprechen, ob das sinnvoll ist, aber grundsätzlich ist das möglich“, sagt Tiefenbach.

Mit einem Studium am SAE Institute will Jesper seinen Nebenjob zum Hauptberuf machen.
Jesper studiert Music Business

Praxisstudium nach der Uni

Umgekehrt können Studenten, die bereits einen Master- oder Bachelorabschluss einer anderen Universität haben, bei SAE zusätzlich einen Bachelor erwerben – eine Möglichkeit, die von Uni-Absolventen immer wieder in Anspruch genommen wird. Der Grund: Das Basisstudium bei SAE ist außergewöhnlich praxisorientiert. Neben den Seminaren heißt es: üben, üben, üben.

Jule Rogalitzki ist diesen Weg gegangen. Die 33-Jährige Bremerin hat nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau Medienwirtschaft und Journalismus studiert. Nach einer dreieinhalbjährigen Tätigkeit als Webadministratorin, Marketingmitarbeiterin und Grafikerin bei einer großen Fitnessstudio-Kette wurde sie gekündigt. „Ein Glücksfall“, wie sie heute sagt.

Ihr Berater beim Arbeitsamt habe ihr eine Weiterbildung vorgeschlagen. Das SAE Institute kannte Jule damals schon: „Mein bester Freund hat dort studiert.“ Sie habe sich die Angebote der Einrichtung im Internet genauer angeschaut, und sei sofort begeistert gewesen: „Ich bekam einen Bildungsgutschein bewilligt, brach meine Zelte in Bremen ab, zog nach Hamburg und sitze nun seit September sehr glücklich hier im Medienbunker.“ Ihr Ziel: Nach dem Abschluss möchte Jule als Cross Media Produzentin arbeiten. Genaue Vorstellungen hat sie noch nicht: „Aber der Cross Media Kurs bietet mir beste Voraussetzungen, um mich nachher in verschiedenen medialen Bereichen breit aufstellen zu können.“

Auszeit zum Umsatteln

Jesper hat sich sogar aus einem festen Job heraus bei SAE beworben. Der Grund: Er wollte seinen Nebenberuf zum Hauptberuf machen. Parallel zu seinem Vollzeit-Job in einer anderen Branche hat der 33-Jährige Events organisiert. „Um das zu professionalisieren habe ich mir von meinem Erstberuf eine fünfjährige Auszeit genommen“, berichtet er.

Seine Recherchen zu DJ-Booking und Musikmanagement führten ihn zum SAE Institute. Inzwischen studiert er dort Music Business, einen Studiengang, der den Schwerpunkt auf die Vermarktung von Musikprodukten legt. Nach seinem Abschluss will Jesper als Tourmanager oder Booker arbeiten.

Bewerbungsfrist für den Master

Die reguläre Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2018/19, das im September 2018 beginnt, endet am 15. Juni 2018. Weitere Infos zu den Bildungsangeboten von SAE unter sae.edu.