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Der Studiengang Marketing & Communications Management an der ISM

ISM-Studentin Leonie Dorsch

Leonie will ihre kreative Begabung für eine Karriere in der freien Wirtschaft nutzen.

Kreativ und gar nicht brotlos

Die Kreativbranche lockt mit spannenden Aufgaben – doch der stetige Kampf vieler brotloser Künstler ums Überleben schreckt so manchen ab. Auch die 22-jährige Leonie Dorsch hatte keine Lust, um das Geld für die Miete zu bangen. Dennoch wollte die Frankfurterin ihre Talente beruflich einsetzen. Inzwischen studiert sie Marketing & Communications Management an der International School of Management (ISM). „Das Studium macht echt Spaß und ich muss keine Angst haben, später keinen Job zu finden“, sagt sie

Nicht jeder Traum hält, was er verspricht. Aber an Träumen festzuhalten, lohnt sich trotzdem. „Als ich jung war, wollte ich unbedingt was Kreatives machen“, erinnert sich Leonie. Kurz vor der Oberstufe bewarb sie sich für ein Praktikum. Doch nachdem sie einige Wochen Agenturluft geschnuppert hatte, merkte sie: „Auf Knopfdruck kreativ zu sein und der ständige Konkurrenzkampf, das war nicht meins.“

Nach dem Abitur sei sie deshalb etwas ratlos gewesen. Klarheit gebracht habe ihr eine rund einjährige Auszeit: „Das kann ich nur jedem empfehlen. Wenn man eine Zeit lang mal geistig nicht so gefordert ist, fehlt einem was, und man geht dann mit ganz anderer Motivation an ein Studium.“ Eine weitere Entscheidungshilfe sei ein Praktikum in der Online-Abteilung eines mittelständischen Unternehmens für Büroartikel gewesen. Für Internet-Shops habe sie die Produkte fotografiert und mit Texten versehen: „Da habe ich gesehen, wie spannend E-Commerce ist.“

Jedoch habe sie zu dem Fachgebiet an Frankfurts öffentlichen Universitäten keinen passenden Studiengang gefunden. Deshalb habe sie sich zum Aufnahmetest für den Studiengang Marketing & Communications Management an der ISM angemeldet. Geprüft worden seien unter anderem logisches Denkvermögen, Mathematik und Fremdsprachenkenntnisse. Beim Test habe sie auch schon Kontakte zu anderen Teilnehmern geknüpft und so einige ihrer späteren Kommilitonen bereits im Vorfeld kennengelernt.

Im Auslandssemester war Leonie (links) in Dublin.
Auslandssemester in Dublin

Bloggen und programmieren

Im Studium programmiert sie nun zum Beispiel Webseiten, die sie mit eigenen Texten bestückt. In ihrem Praxismodul  habe sogar sie einen Blog für ein Start-up geschrieben, der von dem Unternehmen auch veröffentlicht und genutzt worden sei. „Wenn die eigene Arbeit verwendet wird und nicht nur in irgendeiner Schublade versauert, hebt das einfach die Motivation“, sagt Leonie. Viel Freude habe sie auch an Unterrichtsfächern wie Kommunikationswissenschaften und Schreibpraxis. Außerdem habe sie im Studium ihr Interesse fürs Programmieren entdeckt: „Ich war wirklich überrascht, wie viel Spaß mir das macht.“

Weiterer Pluspunkt sei die individuelle Betreuung. Die Dozenten seien sehr engagiert, lobt Leonie. Ein Großteil von ihnen sei beruflich aktiv mit einer eigenen Firma oder Beratungsagentur: „Sie erzählen auch immer viel aus ihrem Arbeitsalltag.“ In den Hauptfächern bestünden die Kurse zum Teil nur aus fünf Studenten. Dies sei zwar ein bisschen anstrengend, räumt Leonie ein: „Im Unterricht aufs Handy zu schauen geht nicht, das fällt auf.“ Belohnt werde man für die Mühe jedoch mit erfolgreichen Leistungen: „Ich schaffe in meinen Lieblingsfächern spielend gute Noten.“ Nicht ganz so leicht falle ihr dagegen Statistik und Volkswirtschaft, verrät sie. Allerdings plane sie auch nicht, später beruflich in diese Richtung zu gehen: „Aber meine Mutter fand es beruhigend, dass mein Studium einen betriebswirtschaftlichen Anteil hat.“

Als nützlich empfindet Leonie jedoch Fächer wie Rechnungswesen. Wer sich nach dem Abschluss selbstständig machen wolle, könne dieses Wissen gut gebrauchen, sagt sie. Erste Gehversuche als Unternehmerin hat sie bereits unternommen und als Nebenjob mit einer Freundin eine Firma für Markenberatung gegründet. Ein eigener Betrieb als Haupterwerbsquelle komme für sie aber eher nicht in Frage: „Wenn mein Lebensunterhalt davon abhängt, das wäre mir glaube ich zu riskant.“ Jedoch sei Selbstständigkeit unter den Studenten der ISM nichts Ungewöhnliches, und einige von ihnen seien damit sehr erfolgreich: „Von meinen Freunden an der staatlichen Uni versuchen das nicht so viele.“

Am College in Dublin

Zum Studienalltag an der ISM gehört außerdem ein Auslandssemester, das Leonie in Dublin absolviert hat. Am College habe sie Kurse in Web-Design und Soziologie belegt. Nur 50 Prozent der Seminare in Irland habe sie passend zu ihrem eigenen Studiengang wählen müssen: „Beim Rest waren wir völlig frei.“ Bei ihrem Auslandsaufenthalt habe sie unter anderem gelernt, Logos zu designen und eigene Webseiten zu erstellen.

Nutzen möchte Leonie diese Fähigkeiten auch einmal beruflich. „Später einmal in den E-Commerce zu gehen, das wäre klasse“, schwärmt sie. In diesem Bereich werde händeringend nach qualifiziertem Personal gesucht. „Da kann ich mir meinen Job dann einmal aussuchen. Das wäre in der Kreativbranche wahrscheinlich nicht so“, sagt Leonie.