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Grüne Berufe Teil 2: Landwirtschaft und Klima

Klimaforscherin Lisa Jach

In ihrer Dissertation untersucht Lisa, welche Faktoren das Klima beeinflussen.

Auch Lisa hat das Fach Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie in Hohenheim studiert, sich danach aber in eine ganz andere Richtung orientiert. „Bei mir war immer klar, dass ich etwas im Bereich Umwelt machen wollte“, sagt die 25-Jährige, die ursprünglich aus Köln stammt. Die Entscheidung sei gefallen, als sie ab der achten Klasse an einem Projekt zu Solarenergie in Kooperation mit einer Schule aus Madagaskar teilgenommen habe: „Die haben dort keinen Strom aus der Steckdose.“ Mehrfach seien Vertreter der Schule nach Köln gekommen. Ein geplanter Gegenbesuch der Kölner Schüler in Afrika sei jedoch wegen der politischen Verhältnisse abgesagt worden.

Was blieb, war Lisas Interesse an regenerativen Energien. Die Studiengänge, die es in Nordrhein-Westfalen im Bereich Umweltwissenschaften gebe, seien ihr aber zu technisch gewesen: „Ich habe dann bei den Kursen immer nur gesehen ‚Mathe 1-3‘, und so etwas wollte ich nicht.“ Ihr Ziel sei von Anfang an ein ganzheitlicher Ansatz gewesen: „Mir ging es um die gesamte Kette.“

Als sie den Studiengang an der Bioökonomie Universität Hohenheim mit den drei Säulen Landwirtschaft, Technologie und Wirtschaftswissenschaft entdeckte, schrieb sie sich ein und zog von Köln nach Stuttgart. Der Ortswechsel sei für sie kein Problem gewesen. „Ich hatte einen Platz im Studentenwohnheim und habe mich gleich am ersten Tag mit meiner Nachbarin angefreundet“, erzählt sie.

Im Studium habe sie zunächst das Thema Landwirtschaft begeistert: „Auf meinem Balkon habe ich alle möglichen Pflanzen gezüchtet.“ Spezialisiert hat sie sich aber auf ein anderes Gebiet. Ihre Bachelorarbeit schrieb Lisa am Institut für Physik und Meteorologie im Bereich Klimamodellierung. Beschäftigt hat sie sich dabei unter anderem mit dem Thema Erderwärmung.

Vertieft hat sie ihre Nachforschungen in ihrer Masterarbeit, in der es um die Auswirkungen von Wärmeflüssen an der Landoberfläche auf die Temperatur und den Niederschlag ging. In ihrer Doktorarbeit befasst sie sich nun damit, wie eine veränderte Landschaft die Temperatur und den Regen beeinflusst. „Ich teste zum Beispiel im Modell, was passieren würde, wenn man in ganz Europa Wald oder Gras pflanzen würde“, erklärt die junge Wissenschaftlerin. Erste Ergebnisse hat sie schon. Eine deutliche Änderung der Temperatur sei auf jeden Fall zu erwarten. Was den Niederschlag betreffe, seien ebenfalls Änderungen zu beobachten, aber das Nachvollziehen der Ursachen sei schwieriger: „Niederschlagsbildung ist ein komplexer Prozess und schwer vorhersagbar.“

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