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Ins Ausland mit Rad und Zelt

Auslandsstipendium

Auf ihrer Reise nach Dänemark hat Paulina das Thema Licht bearbeitet.

Nach der organisatorischen Vorbereitung, die sie mit einem Betreuer der zis-Stiftung besprach, konnte die Reise losgehen. Sie startete mit dem Rad in Magdeburg und kam in der ersten Nacht bei ihrem Musiklehrer unter. „Das war eigentlich nur so halb erlaubt“, verrät sie. Bei Verwandten und Bekannten dürften die Projektteilnehmer nur in Ausnahmefällen übernachten.

Ursprünglich habe sie daher geplant, vorwiegend im Zelt zu schlafen. Tatsächlich sei sie aber nur wenige Male auf Campingplätzen gewesen. Der Grund: Sämtliche Menschen, die sie besuchte, boten ihr eine Übernachtungsmöglichkeit an und luden sie zum Essen ein. Wo sie zu Gast gewesen sei, habe sie auch ihre Wäsche waschen und duschen können: „Das hat mich wirklich überrascht.“ Allerdings betont sie: „Das hat sich bei mir so ergeben, verlassen darf man sich darauf nicht.“

Ihre Anlaufstellen habe sie im Vorfeld im Internet recherchiert und ihr Kommen angekündigt. Die Strecken, die sie täglich zurückgelegt habe, seien völlig unterschiedlich gewesen: „Mal bin ich nur 40 Kilometer, an anderen Tagen dann wieder 120 Kilometer gefahren.“ Ernährt habe sie sich an ihren Reisetagen von Brot und Gemüse aus dem Supermarkt – den Luxus, ins Restaurant zu gehen, habe sie sich nicht ein einziges Mal geleistet.

Ohne Handy und Social Media

Weitgehend verzichtet hat Paulina auf ihrer Reise auch auf das Internet und soziale Netzwerke. Dazu rate die zis-Stiftung ihren Stipendiaten ganz ausdrücklich: „Wer ständig im Internet ist, kann sich nicht richtig auf die Reise einlassen.“ Mit ihren Eltern und Freunden habe sie nur selten telefoniert: „Sonst hätte ich vielleicht Heimweh bekommen.“ Unterwegs sei ihr Handy sogar kaputtgegangen. Was für viele Jugendliche vermutlich ein Drama wäre, empfand Paulina aber als völlig problemlos: „Das war eine neue Erfahrung für mich, es war dann letztlich aber überhaupt nicht schlimm.“

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel habe ebenfalls dazu beigetragen, jenseits digitaler Welten mit dem echten Leben in Kontakt zu kommen. Die langsame Entfernung von Zuhause sei ein Vorteil gewesen: „So erlebt man die Landschaft viel intensiver.“ Wo es ihr gut gefallen habe, sei sie einige Tage geblieben. Im Verlauf der Reise habe sich die Route auch verändert. Nur bei der ersten Etappe habe sie sich strikt an die Planung gehalten: „Danach bin ich auch immer wieder zu Adressen gefahren, die mir unterwegs empfohlen wurden.“


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