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Ingenieursstudium und MINT-Ausbildung im Vergleich

Studieren an der Hochschule RheinMain

An der Hochschule gibt es auch praktische Übungen.

Sich nach der Ausbildung wieder intensiv mit Physik und Mathematik zu beschäftigen, sei aber nicht ganz einfach gewesen, räumt Kieran ein: „Aus Stoffgebieten wie Algebra hatte ich nicht mehr viel parat.“ Jedoch werde man nicht ins kalte Wasser geworfen. Im ersten Semester vermittle das Studium alle nötigen Grundkenntnisse. Außerdem habe er sich von Anfang an konsequent jeden Sonntagvormittag in die Bibliothek gesetzt. Dies sei wichtig, denn die Thematik werde mit der Zeit immer komplexer: „Man muss dranbleiben, sonst wird es zum Hindernis.“

Der Unterricht an der Hochschule finde im Grundstudium an zwei und im Hauptstudium an drei Tagen in der Woche statt. Zum Stundenplan zählen Fächer wie Steuerungs- und Regelungstechnik oder Betriebssysteme und Netzwerke sowie einige Wahlpflichtfächer. Das meiste sei jedoch vorgegeben. „Das finde ich auch gut, so muss ich mir keine Sorgen machen, wie ich das Studium am besten gestalte“, sagt Kieran.

Aufgaben für Erstsemester

Eine typische Aufgabe für Erstsemester sei beispielsweise die Untersuchung der Statik eines Balkens mit der Berechnung von Lagerkräften und Drehmomenten. Viele Inhalte aus der Hochschule könne er beim praktischen Teil des Studiums im Betrieb anwenden. Gebraucht werde etwa die Programmiersprache C++. Auch umgekehrt könne er praktische Anwendungen aus dem Arbeitsalltag fürs Studium nutzen. Eine Übung an der Hochschule sei zum Beispiel die Bedienung eines Oszilloskops gewesen. „Ich habe mir dann einen aus der Firma genommen und das schon mal ausprobiert“, erzählt Kieran.

Auch Versuche führe er in seinem Betrieb durch: „Ich habe schon untersucht, wie sich elektrische Zahnbürsten oder Rasierer bei kühleren Temperaturen verhalten, oder was passiert, wenn man sie an ein falsches Ladegerät anschließt.“ Beim Test einer neuen Verpackung habe er berechnet, welche Kräfte beim Transport auf das Material einwirken, und ob die Produkte ausreichend geschützt seien.

Im Unterschied zur Ausbildung löse er diese Aufgaben nun weitgehend eigenständig: „Als Azubi wird man viel mehr an die Hand genommen.“ Die Studierenden könnten dagegen selbstständig arbeiten: „Wir dürfen immer Fragen stellen, aber erst einmal sollen wir uns selbst mit dem Problem befassen.“ Die Hochschule bereite die Studierenden auf diese Art des Arbeitens vor. „Am Anfang glaubt man, das schafft man nicht, aber man wächst mit den Aufgaben“, versichert Kieran. Am Studieren hat er inzwischen Gefallen gefunden: „Ich war überrascht, wie viel Spaß das macht.“ Er könne sich sogar vorstellen, nach dem Bachelor berufsbegleitend noch einen Master zu absolvieren. Auch dieses Studienmodell werde von seinem Betrieb in Kooperation mit der Hochschule RheinMain angeboten.

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