Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Rea und Kevin nutzen im Studium regelmäßig die Online-Mitfahrzentrale Blablacar

Student Kevin Ruser

Kevin Ruser pendelte per Mitfahrzentrale zwei Jahre lang von Hamburg nach Kiel.

Fahren mehr Leute in einem Auto, schont das den Geldbeutel und die Umwelt. Auch bei Studierenden sind deshalb Mitfahrzentralen eine beliebte Methode, um von A nach B zu kommen. Bei Blablacar legen sich Fahrer Profile an, und man kann sich anhand der Profilewertungen einen sympathischen Chauffeur aussuchen – für wenig Geld. Die 24-jährige Studentin Rea Röntgen fährt mit dem Service regelmäßig von ihrer Uni in Wuppertal heim nach Norderstedt, der Student Kevin Ruser, ebenfalls 24, pendelte mit Blablacar zwei Jahre lang von Hamburg nach Kiel.

  • Mitfahrzentralen sind bei vielen Strecken deutlich kostengünstiger als die Bahn.
  • Fahrer können nach Profilbewertungen online ausgewählt werden, Frauen können Fahrten ausschließlich mit Fahrerinnen und Mitfahrerinnen buchen.
  • Die Mitfahrenden sind oft Studenten und junge Leute, die Fahrer aber häufig älter.
  • Auch Pendeln per Mitfahrzentrale ist möglich.

Rea hat ein eigenes Auto und kann als Studentin in Nordrhein-Westfalen mit dem Semesterticket NRW im ganzen Bundesland kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Regionalbahn fahren. Wenn sie ihre Familie in Norderstedt bei Hamburg besucht, wählt sie aber oft einen ganz anderen Weg: Sie klickt sich bei der Online-Plattform Blablacar durch die Profile und bucht eine Mitfahrgelegenheit. Die Bahn sei, vor allem an Feiertagen oder bei kurzfristigen Buchungen, viel zu teuer, und fünf Stunden selbst mit dem Auto zu fahren sei ihr zu lang, erklärt sie.

Mitfahrzentrale als Online-Plattform

Rea buchte ihre Fahrten anfangs im Bereich „Ladys only“.
Studentin Rea Röntgen

Das erste Mal war sie mit der Mitfahrzentrale vor fünf Jahren unterwegs. Damals habe sie in Wuppertal noch ihr Bachelorstudium in BWL absolviert, berichtet Rea, die inzwischen Operation Management auf Master studiert. Anfangs habe sie die Fahrten im Bereich Ladies only ausgesucht, in dem weibliche Profile angezeigt werden, die ausschließlich Frauen im Auto mitnehmen. Inzwischen steige sie auch bei männlichen Fahrern ein: „Aber ich schaue mir die Profile genau an und achte vor allem auf die Bewertungen von Frauen. Mit jemandem, der noch keine Bewertungen hat, würde ich nicht mitfahren.“

Ihre Erfahrungen mit der Plattform seien bislang durchweg positiv gewesen: „Die Bewertungen stimmen wirklich.“ Der größte Vorteil der Mitfahrzentrale sei der günstige Preis. Manchmal ergebe sich auf den Fahrten aber auch eine neue Freundschaft. Einmal habe sie eine Mitfahrerin kennengelernt, mit der sie sich nun öfter treffe: „Die Fahrer sind teilweise deutlich älter als ich, aber diejenigen, die sich mitnehmen lassen, sind oft auch Studenten.“ Meistens entstehe schnell eine Art Smalltalk: „Man fragt sich eben, was man so macht.“ Wer während der Autofahrt entspannen oder einfach nur Musik hören wolle, könne sich aber auch problemlos aus Gesprächen ausklinken. Gerade bei langen Fahrten seien meistens viele Mitfahrer im Wagen: „Da kann man sich unterhalten, man muss es aber nicht.“

Insgesamt sei sie bisher rund 30 Mal mit Blablacar gefahren, schätzt Rea. Welches Verkehrsmittel sie nutze, sei jedoch ganz unterschiedlich: „Das kommt immer darauf an, wann und wohin ich fahre.“

Günstig zur Uni pendeln

Kevin, der in Kiel Deutsch und Geografie auf Lehramt studiert, ist über Blablacar zwei Jahre lang drei bis vier Mal pro Woche nach Hamburg und zurück gefahren. „Ich bin damals zu meiner Freundin gezogen und gependelt“, erzählt er. Mit der Regionalbahn koste die rund einstündige Fahrt 23 Euro, bei der Online-Plattform bezahle man gerade einmal 5 Euro: „Das ist einfach viel billiger, und man braucht nur zehn Minuten länger.“

Auch Kevin hat als Nebeneffekt über die Mitfahrzentrale schon Kontakte geknüpft: „Auf der Strecke Hamburg-Kiel trifft man dauernd Studenten, viele studieren in der einen Stadt und wohnen in der anderen.“ Mit einem Fahrer, der ebenfalls auf Lehramt studiere, habe er sich etwas angefreundet: „Es gab viele gemeinsame Themen, und wir haben uns später auch an der Uni gesehen.“

Shopping-Touren und Kurztrips

Kevins weiteste Fahrt mit der Mitfahrzentrale Blablacar war ein Ausflug ins Disneyland Paris.
Lehramtstudent Kevin Ruser

Viel Zeit investiere er in die Auswahl seiner Fahrer jedoch nicht, räumt Kevin ein. Er sehe sich die Bewertungen der Profile zwar kurz an: „Aber ich achte nicht akribisch darauf.“ So manche Überraschung habe er außerdem schon mit den Mitfahrern erlebt. Einmal sei eine ältere Dame dabei gewesen, etwa Ende 60, erinnert er sich: „Die war sehr lustig, und das wurde dann auch eine sehr unterhaltsame Fahrt.“

Nach zwei Jahren zog Kevin wieder von Hamburg nach Kiel. Auf Dauer sei ihm das Pendeln zu anstrengend geworden, erklärt er. Trotzdem bucht er die rund 100 Kilometer lange Strecke bei der Mitfahrzentrale immer wieder. „Hamburg ist für uns Kieler ja in vielerlei Hinsicht attraktiver als die eigene Stadt, zum Beispiel auch zum Einkaufen“, sagt Kevin und lacht. Auch wenn er in der Hansestadt ein Musical besuche oder ausgehe nutze er den Onlinedienst. Selbst um 23.30 Uhr gebe es noch Fahrten. Weitere Strecken legt Kevin ebenfalls mit der Mitfahrzentrale zurück. Einmal im Jahr fährt er zum Beispiel zur Verleihung des Deutschen Lesepreises nach Berlin. Sein größter Ausflug mit Blablacar: ein Kurztrip nach Disneyland in Paris.

Mehr Tipps fürs Studium

Stipendien-Ratgeber

BAföG-Ratgeber

Wohnen im Studium