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Grüne Berufe Teil 3: "Fridays for Future ist unser Nachwuchs"

Lisa promoviert zum Thema Klimawandel

Mit Modellen am Computer erforscht Lisa, wie sich das Klima bei unterschiedlicher Bodennutzung verändert.

Was Lisa im Modell untersucht, lässt sich auch auf die Welt übertragen. „Der Klimawandel kommt, er ist sogar schon da“, sagt sie. Die Klima-Demonstrationen der Jugendlichen im Rahmen der Fridays for Future-Bewegung seien deshalb gerechtfertigt und nachvollziehbar: „Das ist die Generation, die am meisten von den bevorstehenden Veränderungen betroffen ist.“ Auch Markus begrüßt das politische Engagement der Jugendlichen. „Fridays for Future ist unser Nachwuchs“, sagt er. Das Argument der Gegner der Umweltaktivisten, dass Nachhaltigkeit Arbeitsplätze vernichte, sei falsch: „Ganz im Gegenteil, dadurch entstehen viele neue Jobs.“

Doch was passiert, wenn der Klimawandel zur ernsten Bedrohung wird? „An einen großen Blackout glaube ich nicht“, sagt Markus. Lisa hat dagegen mehr Bedenken. Wie dramatisch die Lage tatsächlich werde, sei momentan noch nicht voraussehbar, räumt sie ein: „Das hängt davon ab, wie wir handeln.“ Es gebe Simulationen bis ins Jahr 2400, die beängstigend seien. Denkbar seien aber regional ganz unterschiedliche Szenarien. Die globale Erwärmung könne zum Beispiel den Golfstrom zeitweilig zum Erliegen bringen – eine Situation, die in der Geschichte der Erde schon mehrmals eingetreten sei: „Dann wird es in Europa für ein paar Jahrhunderte kälter, das kann bis minus 30 Grad gehen.“

Übersteige die Erderwärmung ein bestimmtes Maß, gerate das Klima in eine Art Teufelskreislauf mit immer höheren Durchschnittstemperaturen, warnt Lisa. Was dann geschehe, sei nicht mehr abschätzbar. Allerdings könne dieser kritische Punkt vielleicht noch vermieden werden: „Wenn wir die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad, besser 1,5 begrenzen, haben wir eine Chance.“

Die Wissenschaft habe dabei eine zentrale Funktion, indem sie die naturwissenschaftlichen Vorgänge nachvollziehbar mache und entsprechende Technologien zur Verfügung stelle. Aber ihr komme noch eine weitere Aufgabe zu. „Wir müssen raus aus unserer Blase, unsere Informationen verständlich aufbereiten und mit unserem Wissen an die Öffentlichkeit gehen“, mahnt Lisa. Der Klimawandel lasse sich zwar nicht mehr aufhalten. Das Ausmaß der Probleme sei aber beeinflussbar.

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