Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Nie mehr Mathe-Frust mit der erfolgreichen App „MATH 42“

Maxim und Raphael Nitsche im Stuzubi-Interview

Maxim (rechts) und Raphael Nitsche sind die Erfinder der App Math42

Sie erfüllen einen Traum für alle, die mit Mathe nichts anfangen können, Panikattacken vor jeder Klausur haben oder das berüchtigte Horror-Fach abgrundtief hassen: Die Brüder Maxim und Raphael Nitsche haben die Mathe-App „MATH 42“ entwickelt. Schritt für Schritt löst sie komplexe Rechenaufgaben und hilft damit Schülern und Studierenden, Mathematik zu verstehen.

Nachdem sie als Schüler mehrere Jahre Mathe- Nachhilfe gegeben hatten, merkten Maxim und Raphael, dass ihre Mitschüler häufig ähnliche Fragen und Schwächen hatten. Als dann das iPhone und iPad rauskam, entstand die Idee zu der App. Mit MATH 42 erhält jeder Nutzer Antworten auf seine speziellen Fragen und kann gezielt seine eigenen Schwächen entdecken und sich mit passenden Übungen verbessern. Der Name der App ist ihr Programm: 42 ist die Antwort auf alles in dem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams – MATH 42 soll die Antwort auf alle Fragen der Mathematik sein. Mittlerweile können sich Nutzer die App in sechs verschiedenen Sprachen über den App Store oder den Play Store herunterladen. Für die Brüder bedeutet der Erfolg ein Leben, das für ihre Freunde wie ein ferner Traum klingt: Fernsehauftritte, um die Welt jetten, MATH 42 promoten, Investoren suchen, Interviews geben, Vorträge halten… Trotz seines vollen Terminkalenders hat sich Maxim in 2016 Zeit für unsere Fragen genommen.

Mit 14 bzw. 15 habt ihr angefangen, an eurer App zu arbeiten – hat das eigentlich immer Spaß gemacht? Oder habt ihr manchmal eure Mitschüler beneidet, die neben der Schule nicht zusätzlich an so einem großen Projekt gearbeitet haben?

Maxim Nitsche: Es war ja nicht so, dass wir nichts anderes gemacht haben – wir waren trotzdem noch beim Sport, haben Freunde getroffen und sind feiern gegangen. Der Unterschied war nur, dass wir die Zeit, die wir zuhause waren, vielleicht nicht Computer gespielt haben, sondern eben daran gearbeitet haben, die App zu entwickeln. Es gab natürlich frustrierende Zeiten, zum Beispiel, wenn wir einen Fehler entdeckt haben oder die Arbeit von sechs Monaten neu machen mussten. Aber insgesamt hat es unglaublich viel Spaß gemacht.

Welchen Tipp hast du für Schüler, die Angst vor Mathe haben?

Maxim: Die Angst vor Mathe kommt davon, dass man denkt, wenn man es nicht gleich versteht, dann versteht man es nie. Im Endeffekt ist Mathematik wie eine Sprache, es muss auch genauso gelernt werden und ist eine Übungssache: Wenn ich Französisch nur lese, werde ich es niemals sprechen können. Es hilft auch, sich bewusst zu machen, dass andere ebenfalls dieses Problem hatten: Auch große Mathematiker mussten das Ganze erstmal lernen.

Euer Leben klingt ganz schön abgedreht und für viele in deinem Alter unvorstellbar. Bitte beschreibe uns, wie ein „typischer Tag“ von dir aussieht. Hast du überhaupt noch Zeit für Hobbys?

Maxim: Mein Tag sieht momentan so aus, dass ich morgens um sechs Uhr aufstehe, um kurz vor acht im Büro bin und abends nie vor acht zuhause bin und das auch samstags und sonntags. Es gab auch eine Zeit, in der wir erstmal lernen mussten, damit zurechtzukommen. Es geht eigentlich nur darum, den Tag gut durchzuplanen und genau zu wissen, welche Arbeiten anstehen. Dann komme ich auch schnell damit durch. Ich bin jemand, der wahnsinnig gern ausgeht, Freunde trifft und Sport macht, dafür muss definitiv Zeit sein.

Welche Zukunftspläne habt ihr für euch und für MATH 42?

Maxim: Momentan haben wir eine Pause von unserem Studium eingelegt, denn MATH 42 ist zurzeit die Priorität. Wir arbeiten jetzt nur daran, unser Ziel zu erreichen: Mit MATH 42 für jeden Einzelnen eine maßgeschneiderte Lösung zu haben.