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Tipps damit das Praktikum eine positive Erfahrung wird

Housekeeping Hotel

Luise war während ihres Praktikums im Housekeeping eingeteilt.

Luise, die in den Ferien eine Praktikumswoche im Hotel absolvierte, hat nicht nur tolle Erfahrungen gemacht. Was passiert ist und welche positiven Dinge Luise trotzdem mitnehmen konnte, erzählt sie bei Stuzubi. Außerdem gibt sie Tipps, damit es anderen besser ergeht.

"Mein Praktikum ist leider nicht so prickelnd für mich gelaufen. Doch ich konnte trotz der scheinbar vergeudeten Woche ein paar positive Dinge mitnehmen:

Zum einen hat mich diese schlimme Ferienwoche gelehrt, den Praktikumsvertrag aufmerksam durchzulesen und bei Wörtern, die ich nicht kenne, nachzuschauen. Wenn ich ihn jetzt noch einmal durchlese, sehe ich nämlich, dass man mir bereits vorher meine Tätigkeiten vermittelt hat. Auch wenn ich mich für das Praktikum im Hotel beworben habe, um herauszufinden, ob ich für die Tourismusbranche geeignet bin und ob die Tätigkeiten des Dualen Studiengangs "Tourismusmanagement" das sind, was ich mir vorstelle, hat mich die Direktorin im Housekeeping und im Service eingeteilt. Doch vorher konnte ich mir unter diesen Begriffen wenig vorstellen und hätte sie nachschauen sollen. Nun werde ich in Zukunft aufmerksamer sein und nicht mehr vollständig darauf vertrauen, dass man meine Praktikumsbewerbung aufmerksam liest und direkt auf meine Wünsche eingeht.

Außerdem habe ich lernen müssen, mit Spott der anderen fertig zu werden. Ja, meine Brüder haben mich tatsächlich oft auf den Arm genommen, als sie erfuhren, dass ich meine Ferienwoche mit Gläserpolieren und Zimmerputzen verbracht habe.

Ich habe gelernt, auch Tätigkeiten zu machen, die mir gerade überhaupt keinen Spaß gemacht haben. Ich glaube es ist eine gute Erfahrung gewesen, dies durchzuhalten. Ab dem ersten Tag war mein einziger Ansporn mein Praktikumszeugnis, damit ich aus dieser Woche wenigstens etwas für meinen Lebenslauf mitnehmen kann.

Nach einem verwunderten Blick meines Abteilungschefs, nachdem ich gesagt habe, dass ich vom Gymnasium komme, sagte er einen sehr weisen Satz, der mir auch sehr geholfen hat: "Wenn du später einmal in der Chefetage oben sitzt, weißt du wenigstens, wie es hier unten bei uns abläuft." Und ich glaube, dass das auch sehr wichtig ist und hat mich zum Nachdenken gebracht. Es gab mir einen gewissen Trost: ich hatte nun einen Grund, die Drecksarbeit zu machen.

Auch wenn ich dachte, dass ich in der Woche absolut nichts gelernt habe, ist mir aufgefallen, dass dem nicht so ist. So konnte ich das falsch gelegte Besteck in einem anderen Restaurant kritisieren und meiner Mutter gute Tipps zum korrekten Polieren von Besteck und Gläsern geben.

Vor allem kann ich aber jetzt sagen, dass ich so eine schwere Woche durchgehalten habe, ich habe gelernt, mit sehr unfreundlichen Menschen zu arbeiten und das Beste ist, dass ich eine sehr gute Beurteilung für meinen Lebenslauf erhalten habe. Ich habe erlebt, wie sich ein richtiger 8 Stunden Arbeitstag mit harter Arbeit anfühlt.

Ich habe jetzt einen Haken an diese Woche gemacht und denke nun an die positiven Dinge, die ich letztendlich doch mitnehmen konnte. Das nächste Mal weiß ich es besser."