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Die Berufsausbildung: Vor- und Nachteile

Auszubildende zur Bäckerin

Gehen weg wie warme Semmeln: Ausbildungsplätze zum Bäcker.

Ausbildung am Bau

Eine Ausbildung zum Maurer eröffnet berufliche Aufstiegschancen

Wenn du die Nase voll hast vom Pauken und dich lieber praktisch betätigen willst, dann ist eine Ausbildung oder Lehre für dich das richtige. Bei einer Auswahl von circa 355 Ausbildungsberufen von A wie Änderungsschneider bis Z wie Zweiradmechaniker sollte sich eigentlich auch für dich etwas Passendes finden lassen.

Wenn du dir die verschiedenen Berufsbeschreibungen und Ausbildungsprofile ansiehst, wirst du allerdings feststellen, dass es so ganz ohne Theorie doch nicht geht. Bei einer Ausbildung kannst du zwar vom ersten Tag an Praxiserfahrung im Betrieb sammeln und dabei auch noch dein eigenes Geld verdienen, aber ein Teil der Ausbildung findet auch in der Schule statt.

Duale Berufsausbildung

Das sogenannte duale Ausbildungssystem koppelt Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen. Der Anteil an Unterricht und Arbeitszeit ist genau festgelegt und aufeinander abgestimmt. Der stete Wechsel zwischen Betrieb und Schule macht den Alltag spannender und vermittelt dir eine umfassende berufliche Grundbildung sowie alle notwendige  praktischen und theoretischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die du in deinem Beruf brauchst.

Achtung Perspektive!

Nutze bei deiner Entscheidung für einen Ausbildungsberuf in jedem Fall alle Informationsquellen, die du finden kannst. Denn fast so wichtig wie die reine Freude an der Arbeit sind heute langfristige Perspektiven wie etwa Weiterbildungsmöglichkeiten und die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Schließlich geht das Leben nach der Ausbildung weiter und je wachstumsfreudiger die Branche, desto größer ist die Chance, nach der Ausbildung übernommen zu werden, beziehungsweise in einem anderen Betrieb einen sicheren Arbeitsplatz zu ergattern.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile einer Ausbildung:

  • Finanzielle Unabhängigkeit: Wer eine Ausbildung beginnt, verdient ab dem ersten Tag. Bei manchen Ausbildungsberufen reicht das Gehalt sogar, um sich eine Wohnung zu mieten und finanziell von den Eltern unabhängig zu werden.
  • Praxisbezug: Im Gegensatz zur Schule lernst du hier wirklich Dinge, die du ganz konkret anwenden und gebrauchen kannst.
  • Schneller Berufseinstieg: Du kannst sofort loslegen und stehst mit beiden Beinen im echten Leben. Als Auszubildender bekommst du von Anfang an einen Einblick in die realen Abläufe des Betriebs.
  • Gute Chancen, übernommen zu werden: Wenn du gute Leistungen bringst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dein Arbeitgeber dich nach dem Abschluss übernimmt. Wer sich anstrengt, hat häufig einen sicheren Arbeitsplatz in der Tasche.
  • Kein höherer Schulabschluss nötig: Wenn du zu denen gehörst, die ihrer Schulzeit keine Träne nachweinen, ist eine Ausbildung genau das Richtige für dich. Für viele Ausbildungsberufe reicht die Mittlere Reife oder sogar der Quali – abgesehen von der Berufsschule, die du ein- bis zweimal die Woche besuchen musst, ist es nicht nötig, noch länger die Schulbank zu drücken.
  • Gute Ergänzung zum Studium: Aber auch für Abiturienten ist eine Ausbildung sinnvoll. Wer vor dem Studium eine Ausbildung absolviert, kann sich nicht nur zusätzliche Wartesemester anrechnen lassen, er sammelt auch Pluspunkte bei seinem späteren Arbeitgeber. Viele Betriebe bevorzugen Bewerber, die neben einem abgeschlossenen Studium auch eine Ausbildung vorweisen können. Außerdem fällt die Wahl des richtigen Studiengangs leichter, wenn die Entscheidung nicht gleich nach dem Abitur getroffen werden muss.

Die Nachteile einer Ausbildung:

  • In der Regel weniger Gehalt: Facharbeiter verdienen zwar nicht schlecht, meistens aber deutlich weniger als Akademiker.
  • Häufig schlechtere Aufstiegschancen: Zwar ist es grundsätzlich auch mit einer Ausbildung möglich, an eine Führungsposition zu kommen. Die wirklich verantwortungsvollen und entsprechend gut bezahlten Positionen werden aber meistens an Bewerber mit abgeschlossenem Hochschulstudium vergeben.
  • Meistens weniger Freiheiten: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Als Auszubildender hast du einen Chef, der befugt ist, dir Anweisungen zu geben. Der Vorteil daran: Häufig kann man von seinen Vorgesetzten eine ganze Menge lernen
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