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Das Programm „Ausbildung Weltweit“ soll mehr Auszubildenden einen Auslandsaufenthalt ermöglichen

Auslandsaufenthalte in der Ausbildung

Ein Auslandsaufenthalt ist auch in der Ausbildung sinnvoll.

Ein Auslandssemester im Studium ist nichts Ungewöhnliches. Doch nur wenige Jugendliche kommen im Rahmen ihrer Ausbildung in den Genuss eines Auslandspraktikums. Mit dem Förderprogramm „Ausbildung Weltweit“ will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Betriebe dazu motivieren, ihre Azubis in die weite Welt zu schicken. Bezuschusst werden Praktika außerhalb Europas auf der ganzen Welt – von Australien über New York City bis zur Zentralafrikanischen Republik.

  • Die Bundesregierung will mehr Auslandspraktika für Auszubildende.
  • Firmen können ihren Azubis Auslandsaufenthalte in der ganzen Welt ermöglichen und dafür Fördergelder vom Staat bekommen.
  • Auszubildende arbeiten nach einem Auslandspraktikum selbstständiger und motivierter.

„Es war toll, wirklich mal ein anderes Land kennenzulernen, das nicht in der EU ist“, sagt Christopher Pelkmann. Drei Wochen lang hat der angehende Mechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik in der Niederlassung seines Ausbildungsbetriebs in Browary gearbeitet, einer kleinen Stadt, zwölf Kilometer von Kiew entfernt. Wie er seinen Auslandsaufenthalt in der Ukraine erlebt hat, erzählt er in einem Bericht auf der Internetseite des Programms „Ausbildung Weltweit“.

Auch Kathleen Pohlmeyer konnte bei ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation internationale Erfahrungen sammeln – und zwar in San Francisco. „Für mich war sofort klar, dass ich alles in Bewegung setzen werde, damit das klappt“, sagt sie. Das Auslandspraktikum habe ihr Selbstbewusstsein gebracht, ein anderes Auftreten und die Fähigkeit sich mit Aufgaben zu identifizieren und sie zu erfüllen. „Es hat sich absolut gelohnt“, schwärmt die 24-Jährige. Sie hat Delfine gesehen, ein kleines Flugzeug gesteuert und die amerikanische Kultur, Arbeitsweise und Lebensart kennengelernt. Ihr Tipp an alle Azubis: „Einfach mal machen.“

Allerdings sind Christopher und Kathleen bislang noch die Ausnahme. Gerade einmal fünf Prozent der Auszubildenden gehen laut einer Pressemeldung des BMBF während der Lehre ins Ausland. Bei den Studierenden ist der Anteil fast acht Mal so hoch.

Mit finanziellen Zuschüssen will das BMBF nun Unternehmen dazu bringen, ihre Azubis ebenfalls ins Ausland zu schicken. Europaweit gibt es dafür das Programm Erasmus Plus, dessen Mittel nun mehr als verdoppelt werden sollen. Betriebe mit Niederlassungen außerhalb von Europa, die ihren Auszubildenden einen Auslandsaufenthalt ermöglichen wollen, unterstützt das BMBF mit dem Projekt „Ausbildung Weltweit.“ Für Praktika von drei Wochen bis zu drei Monaten können Firmen Zuschüsse für die Reisekosten, die Unterkunft, die Verpflegung und sogar Sprachkurse beantragen. Unser Tipp für Azubis, die Lust auf die große, weite Welt haben: Einfach mal beim Ausbilder ansprechen.

Weitere Infos zu den verschiedenen Arten von Auslandsaufenthalten bietet unsere Reportage Fernweh hat viele Gesichter und unser Experteninterview mit Annette Westermann von der EU-geförderten Organisation Eurodesk, die Jugendliche berät, die ins Ausland möchten.