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Ausbildung zum Fachinformatiker beim Bundeswirtschaftsministerium: Teil 2 – das lernen die Azubis in der Praxis und in der Berufsschule

Ausbildung Fachinformatiker

Fachinformatiker Jonas arbeitet nun in der Veranstaltungstechnik des Ministeriums.

Gut im Gedächtnis geblieben ist Jonas sein erster praktischer Einsatz. „Das war überwältigend, als Schüler im Bundesministerium, da hat man schon Ehrfurcht“, gesteht Jonas. Allerdings habe sich die Situation schnell entspannt. Gerade in der IT sei die Arbeitsatmosphäre eher locker: „Man ist per Du, und die Dienstwege sind kurz.“

Die Auszubildenden verbringen im Wechsel eine Woche an der Berufsschule und zwei Wochen im Ministerium. Im Unterricht lernen die angehenden Fachinformatiker unter anderem wie ein Router oder Switch funktioniert, wie Datenbanken aufgebaut sind, wie man mit dem Betriebssystem Linux umgeht und wie man Programme in Java schreibt. Auch ein Englischkurs ist Pflicht. Schulbeginn ist in der Regel um 8 Uhr, Unterrichtsende um 16.45 Uhr.

Sein Lieblingsfach sei Linux gewesen, verrät Jonas. Im Ministerium werde jedoch Microsoft eigesetzt: „Das wird einem dann im praktischen Teil der Ausbildung beigebracht.“ In der Behörde durchlaufen die Auszubildenden verschiedene Abteilungen. Eine typische Tätigkeit sei zum Beispiel das Einspielen von Updates: „Aber man baut auch mal ein Gerät im Rechenzentrum ein oder löst ein Problem und schreibt dafür eine Software.“ Kreativität sei erwünscht und werde gefördert. Einmal habe er auch für einige Wochen in der IT-Hotline mitgearbeitet, die von einer externen Firma betreut wird und die Mitarbeiter des Ministeriums bei technischen Schwierigkeiten anrufen können.

In den Praxisphasen gebe es auch die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren. Zusammen mit anderen Auszubildenden habe er zum Beispiel eine eigene Domäne für Azubis aufgesetzt: „Dadurch haben wir über das Zusammenspiel der Geräte enorm viel gelernt.“ Mit sensiblen Daten der Bundesregierung kommen die Auszubildenden allerdings noch nicht in Berührung: „Das wird alles anonymisiert.“ Erst als Mitarbeiter des Ministeriums sei er mit Inhalten konfrontiert worden, die der Geheimhaltungsverpflichtung unterliegen. Der Datenschutz und die IT-Sicherheit spiele aber bereits in der Ausbildung eine große Rolle.

Die Tragweite seiner Aufgabe sei ihm mit der Zeit immer deutlicher bewusst geworden, sagt Jonas. Im Lauf der Ausbildung sei sein Interesse an Politik zunehmend gestiegen. Als er sich beim Bundeswirtschaftsministerium beworben habe, sei es ihm zunächst nur um die IT gegangen, räumt er ein: „Aber jetzt überlege ich mir zum Beispiel ganz genau, wen ich wähle.“

Auch, was ein Studium betrifft, hat Jonas seine Haltung nun noch einmal überdacht. Inzwischen plant er, berufsbegleitend einen Bachelor in Veranstaltungstechnik zu absolvieren. Vom Ministerium werde das Vorhaben gefördert. „Die Mitarbeiter hier sollen studieren können. Und das will ich jetzt auch machen“, sagt Jonas.

Das BMWi ist Aussteller der Schülermesse Stuzubi in Berlin.

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