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Kreative Techniker: Ausbildung zum 3D-Designer in Stuttgart

Jonas arbeitet im Bereich Special Effects

Komplexe Figuren wie zum Besipiel Ritter inRüstung am PC zu kreieren beherrscht Jonas bereits.

Experten für 3D-Effekte sind in vielen Branchen gefragt

Jobs in den Medien sind vielfältig. Das zeigt auch der Beruf des 3D Designers. Wo man ihn erlernen kann? Zum Beispiel an der 3D Akademie in Stuttgart. Jonas Schietinger (21) hat kürzlich eine Ausbildung an der privaten Bildungseinrichtung begonnen. Sein Traum: einmal Landschaften wie in dem Fantasy-Klassiker „Herr der Ringe” entwerfen. Der 20-jährige Etienne Strauß hat seinen Abschluss schon in der Tasche und kreiert nun Visualisierungen von Autos für Werbespots.

Wer sich für Film interessiert, weiß: Nicht alles lässt sich mit der Kamera aufnehmen. „Vieles kann man nicht filmen, zum Beispiel Dinge wie die Raumschiffe von Star Wars. Das machen dann Leute wie ich”, sagt Jonas stolz. Wenn er seine Ausbildung beendet hat, wird er sich für Aufgaben im Bereich Special Effects in der Filmindustrie, der Produktion von Games und im Industriedesign bewerben können.

Doch bevor es an die großen Jobs geht, heißt es erst einmal: Übung macht den Meister. „Ein animierter Ritter war die komplexeste Figur, die ich bis jetzt gemacht habe”, sagt Jonas. Schritt für Schritt lernen die Schüler an der Akademie, wie visualisierte Charaktere, Dinge und Landschaften entstehen. In den ersten drei Semestern wird Basiswissen vermittelt in der Animation, im sogenannten Modelling – dem Entwerfen von Formen – und in der Farbgebung, die in der Fachwelt als Texturing bezeichnet wird. Danach können sich die Schüler spezialisieren in den Fachrichtungen 3D Modelling & Texturing, 3D Animator oder 3D Designer Visual Effects.

Erste Schritte mit Blender und YouTube

Grundkenntnisse im 3D Bereich hat Jonas zu Beginn seiner Ausbildung bereits mitgebracht. „Ich habe mich schon lange für das Thema interessiert”, erklärt er. Mit kostenloser Software aus dem Internet wie Blender und Lernvideos auf YouTube habe er sich einige Fähigkeiten selbst angeeignet: „Das ist gar nicht so schwer.” Den Gedanken, aus seinem Interesse für 3D Effekte einen Beruf zu machen, habe er damals aber noch nicht gehabt.

Statt dessen absolvierte Jonas nach seinem Realschulabschluss erst einmal eine Ausbildung zum Mechatroniker. Ausschlaggebend dafür sei vor allem der Rat seines Vaters gewesen, der in einem technischen Beruf arbeite: „Als ich meine Lehre abgeschlossen hatte, haben mich meine Eltern aber unterstützt bei dem Vorhaben, beruflich in diese neue Richtung zu wechseln.”

Etienne setzt seine Fähigkeiten inzwischen zur Produktion von Werbespots für die Autobranche ein.
Etienne produziert Werbespots

Geht auch: Direkt starten ohne Vorwissen

Etienne hingegen hat seine Ausbildung an der Akademie direkt nach seinem Realschulabschluss begonnen. „Abgezeichnet hat sich das, als ich etwa 14 war, das war die Zeit, in der ich viel gezockt und Console gespielt habe”, erinnert er sich. Schon damals habe er sich dafür interessiert, welcher Beruf hinter der Produktion von Spielen stehe.

Vorwissen habe er bei seiner Bewerbung an der Akademie nicht gehabt. „Klar ist es hilfreich, wenn man schon etwas kann, aber nötig ist es nicht, weil man an der Schule alles lernt, was man braucht”, erklärt Etienne.

Der Unterricht findet montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr statt. Der Ablauf ist allerdings ganz anders als in der Schule. Einen Stundenplan mit bestimmten Fächern gibt es nicht. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der praktischen Anwendung. Einen großen Teil der Zeit verbringen die Schüler damit, das erlernte Handwerkszeug zu trainieren. „Man bekommt gezeigt, wie die Tools funktionieren, und dann übt man”, sagt Jonas.

Auf dem besten Weg in die Filmbranche

Etienne nutzt seine Fähigkeiten inzwischen für die Filmindustrie. „Als ich mit der Ausbildung begonnen habe, wollte ich eigentlich in den Games-Bereich und wusste noch gar nicht, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten sind”, erzählt er. Derzeit absolviert er ein Praktikum bei einer Filmproduktionsfirma, die sich auf Werbespots, vor allem für die Automobilindustrie, spezialisiert hat. „Als Autofreak bin ich da natürlich genau richtig”, schwärmt Etienne. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem, Visualisierungen von Fahrzeugen einzufärben oder einzelne Elemente von Autos darzustellen. „Wir bekommen oft Vorlagen in Weiß, oder bestimmte Teile fehlen, das müssen wir dann ergänzen”, erklärt er. Eine Zusage für eine Übernahme in eine Festanstellung nach dem Praktikum habe er bereits bekommen. „Und meine Firma will mich dann sogar noch im Bereich Realfilm ausbilden”, freut sich Etienne.

Später einmal bei einem Unternehmen aus der Filmbranche zu arbeiten wünscht sich auch Jonas. Sein Ziel sei, sich auf den Bereich Environment Artist zu spezialisieren und Landschaften für Filme zu erschaffen: „So etwas wie in Herr der Ringe zum Beispiel.” Ob tatsächlich einmal visualisierte Welten von Jonas auf der Kinoleinwand zu sehen sein werden? Schon möglich. Das nötige Know-how dazu wird er in einigen Jahren haben.

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