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Ausbildung 2018 – hier geht noch was

Ausbildung 2018 - mehr Stellen als Bewerber

Wer sich für eine Ausbildung interessiert, sollte sich nicht nur auf Trend-Berufe konzentrieren, rät die Arbeitsagentur.

Seit 1994 ist das nicht mehr vorgekommen – dieses Jahr gab es in Deutschland mehr Ausbildungsplätze als Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen. Doch heißt das, jeder konnte eine Ausbildung in seinem Traumjob starten? Leider nicht, denn die meisten Schüler bewerben sich für Trend-Berufe. In anderen Fachrichtungen fehlt dagegen der Nachwuchs. Eine große Rolle spielt bei der Ausbildungsplatzsuche auch der Wohnort. Doch wer ein bisschen flexibel ist, hat gute Chancen.

Auf 100 Stellenangebote kamen 2018 nur 98 Bewerber, vermeldet die Bundesagentur für Arbeit in der Ausbildungsmarktbilanz 2018. In der Theorie bedeutet das, jeder, der eine Ausbildung beginnen möchte, könnte auch eine Lehrstelle bekommen. Doch die Praxis sieht anders aus.

Ausbildungen im Büro und in der Kfz-Technik bleiben knapp

Trotz des breiten Angebots an Fachrichtungen bewirbt sich die Mehrheit der Schüler auf eine kleine Auswahl an Berufen – und nur wenige kommen zum Zug. Groß ist der Andrang zum Beispiel bei Ausbildungen im Büro und in der Verwaltung. Ebenfalls beliebt: Jobs beim Arzt als medizinische Assistentin oder Tätigkeiten in der Kfz-Technik rund um die Produktion und Reparatur von Autos. Auch wer Experte in der Informatik werden will, muss bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle mit Konkurrenz rechnen.

Anders ist die Lage im Handwerk – hier werden Auszubildende händeringend gesucht. Nur der Beruf des Tischlers ist in der Skala der meistgewählten 20 Fachrichtungen vertreten – allerdings auf dem letzten Platz. Bewerbermangel und somit gute Chancen für ausbildungswillige Schüler herrschen auch in der Hotellerie und Gastronomie, im Baugewerbe und in der Energietechnik, etwa beim Beruf des Elektronikers, vor. Zu wenig Auszubildende gibt es außerdem im Lebensmittelhandwerk – hierunter fällt unter anderem die Ausbildung zum Bäcker oder Metzger – und im Lebensmittelverkauf.

„Wenn Bewerber auch jenseits ihres Traumberufs Alternativen in Erwägung ziehen und Betriebe sich hinsichtlich nicht ganz so guter Kandidaten offen zeigen, bin ich optimistisch, dass auch in der Nachvermittlungszeit noch Ausbildungsverhältnisse zustande kommen“, sagt Detlef Scheel, der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit. Wie gut die Aussichten tatsächlich sind, ist aber auch stark ortsabhängig. Viele Ausbildungsplätze gibt es zum Beispiel in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, in Hamburg und im Saarland. In Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Berlin eine Ausbildung zu finden, ist dagegen deutlich schwieriger.

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