Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Arbeitsalltag als Rechtspfleger

Duales Studium Rechtspflege

Rechtspfleger müssen zügig Entscheidungen treffen, um ihr tägliches Arbeitspensum zu bewältigen.

Neben der Beschäftigung mit abstrakten Paragrafen und juristischen Formulierungen sind Rechtspfleger auch immer wieder mit menschlichen Schicksalen konfrontiert. Wer am Nachlassgericht arbeite, treffe zum Beispiel auch einmal auf ein Ehepaar, das sein Kind verloren habe. Bei ihr am Registergericht seien solche Tragödien eher selten, räumt Weber ein: „Aber ich hatte auch schon einmal einen Unternehmer hier sitzen, der geweint hat, weil ich seine Firma auflösen musste, und er dadurch seine Lebensgrundlage verlor.“ Mit aufgelöstem oder aufgebrachtem Publikum umzugehen sei nicht immer einfach und erfordere viel Fingerspitzengefühl. Das Studium bereite die künftigen Rechtpfleger jedoch auf Fälle dieser Art vor. Wichtig sei vor allem, dass man objektiv bleibe: „Damit hilft man den Menschen am meisten.“

Führungspositionen für Rechtspfleger

Beendet hat Weber ihr Studium vor rund acht Jahren. Als stellvertretende Sachgebietsleiterin übt sie am Registergericht nun eine Führungsposition aus. Wer sich engagiere, habe auf Dauer gute Aufstiegschancen: „Dass es bei mir so schnell ging, war Glück, die Stelle wurde frei und ich bin nachgerückt.“ Früher oder später werde aber in jedem Sektor auch im Führungsbereich Nachwuchs benötigt. Wer eine leitende Funktion anstrebe, habe daher bei entsprechender Eignung auch die Chance, dieses Ziel zu verwirklichen. Auch ein Wechsel in eine andere Abteilung mit einer neuen Thematik sei möglich. Das Studium bereite die Rechtspflegeanwärter auf alle potenziellen Einsatzgebiete vor.

Weber betreut die angehenden Rechtspfleger in der Praxisausbildung am Registergericht. Die Studierenden befassen sich aber auch mit Erbschaften, Familienangelegenheiten, Vormundschaften, Grundbucheintragen, etwa bei Hausverkäufen, oder auch Mahnverfahren, Zwangsvollstreckungen, Zwangsversteigerungen und Insolvenzverfahren, wenn Menschen oder Firmen und andere Organisationen ihre Schulden nicht bezahlen. „Die Einsatzgebiete sind sehr vielfältig“, sagt Weber. Auch mit einer Familie sei der Beruf gut vereinbar: „Die flexiblen Arbeitszeiten sind dafür optimal.“ Insgesamt sei sie mit ihrer Berufswahl sehr zufrieden: „Für mich war es genau das Richtige.“

Rechtspflege statt Jurastudium - zurück zu Teil 1 <<

Das könnte dich auch interessieren:

Rechtsberufe in der Justiz nach Bundesländern

Kriminalkommissar beim BKA

Rechtsexperten ohne Robe

Tipps rund ums Studium

Stuzubi Schülermessen für Ausbildung und Studium