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Arbeiten beim Bundesligisten

Bild: VfL Wolfsburg

Videoanalyst Sascha bei der Arbeit. Bild: VfL Wolfsburg

Auf Empfehlung seines Arbeitgebers wechselte er als Videoanalyst zum VfL Wolfsburg, wo er nun für die Spiele des Teams der U23 der Regionalliga Nord zuständig ist. Das Studium habe sich gut mit dem Job vereinbaren lassen, sagt Sascha: „Nach der Arbeit habe ich mir die Studienbriefe durchgelesen und das Wichtige herausgeschrieben.“ Das Studium sei in einige kurze Präsenzphasen und Lernabschnitte im Fernstudium aufgeteilt: „Nur wenn in Zeiten mit vielen Spielen gerade eine Hausarbeit fiel, wurde es etwas stressig.“ Mit guter Organisation seien die Anforderungen aber problemlos zu bewältigen.

Besonders begeistert habe ihn das Fach Trainingslehre: „Man erfährt zum Beispiel, wie die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System aufgebaut sind, welche Übungen es für Kraft-, Ausdauer- oder Rehatraining gibt, und was bei Verletzungen zu beachten ist.“ Auch von den wirtschaftswissenschaftlichen Anteilen des Studiums profitiere er heute: „Das lernt man ja in der Schule viel zu wenig.“

Der Unterricht in den Präsenzphasen findet in Klassen mit 20 bis 25 Studierenden statt, die in ganz unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern arbeiten. „Bei uns war zum Beispiel auch einer in der Reha, einer im Fitnessstudio und ich eben im Leistungssport“, berichtet Sascha. Wegen der überschaubaren Gruppe könne der Dozent auf die jeweiligen Einsatzgebiete der Studierenden individuell eingehen. Hilfreich sei auch, dass ein Großteil der Lehrenden aus der Praxis komme: „Sie haben immer Anwendungsbeispiele, die das ganze interessant machen.“

Spielstrategien mitentwickeln

Beruflich einsetzen könne er vor allem den Bereich Trainingslehre. Als Videoanalyst ist Sascha außerdem auch intensiv in die Konzeption von Spielstrategien mit eingebunden: „Ich bin bei jedem Training dabei.“ Für seine Mitschnitte bekomme er vom Trainer zwar einige grundlegende Vorgaben, die Sequenzen, die er ihm übergebe, wähle er aber selbst aus: „Der Trainer hat nicht die Zeit dazu, sich das ganze Spiel anzuschauen.“

Auch aus den Spielen der gegnerischen Mannschaften schneidet Sascha relevantes Videomaterial zusammen und nimmt an der wöchentlichen Besprechung der Trainerrunde teil. „Ich verstehe mich als Zulieferer des Trainers, aber manchmal bringe ich mich auch mit meiner eigenen Meinung ein, und das wird wertgeschätzt“, sagt er. Vertiefen will er sein Wissen ab Herbst mit einem Masterstudium in Spielanalyse an der Sporthochschule Köln. Voraussetzung dafür ist ein abgeschlossener Bachelor aus dem Bereich Sport, den Sascha als Fitnessökonom nun nachweisen kann, und ein Jahr Berufserfahrung, das er aus seinem Dualen Studium ebenfalls mitbringt.

Für die Zeit nach seinem Masterabschluss plant Sascha weitere Karriereschritte bei seinem Verein. „Unsere Spieler von der U23 träumen alle davon, mal in der Bundesliga zu spielen, und da wäre ich irgendwann schon auch gerne dabei“, verrät er. Ein zeitliches Limit habe er sich dafür aber nicht gesetzt: „Ich mache mir keinen Druck, das muss nicht in zwei Jahren sein.“ Verläuft sein Werdegang wie bisher, dürfte dieses Ziel allerdings nicht unrealistisch sein.


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