Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Ausbildung im Bereich Agrar- und Forstwirtschaft - Winzer/in

Winzer/in

Weinbaukunde

Ein Teil beschäftigt sich mit der Arbeit am Rebstock.

Die Ausbildung im Überblick

Winzer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Landwirtschaft. 

Typische Branchen

Winzer/innen finden Beschäftigung auf Weingütern und in Kellereien. 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik: Die Grundrechenarten und Dreisatzrechnung sollten angehende Winzer/innen sicher beherrschen, denn in der Ausbildung berechnen sie Mostgewichte und müssen bei Anreicherungen und Entsäuerungen sicher mit Anteilsberechnungen umgehen können. Auch im kaufmännischen Sektor, z.B. bei Abrechnungsarbeiten, brauchen die Auszubildenden mathematische Kenntnisse.
  • Biologie/Chemie: Angehende Winzer/innen müssen ein grundlegendes Verständnis für Gärprozesse, Maische- und Mostbehandlung sowie den Ausbau der Weine erlangen. Dazu sind Kenntnisse in Biologie und Chemie von großem Nutzen.
  • Werken/Technik: Zukünftige Winzer/innen führen in der Ausbildung vielfältige handwerkliche Tätigkeiten durch. Kenntnisse im technischen Werken sind deshalb von Nutzen. 

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Mostgewichten)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Informieren und Beraten von Kunden über verschiedene Weinsorten)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Arbeiten am Rebstock durchführt (z.B. Rebschnitt oder Anbinden)
  • welche Maßnahmen der Bodenpflege vorgenommen werden können
  • wie die Traubenlese vorbereitet und ausgeführt wird
  • was bei der Traubenannahme und -verarbeitung zu beachten ist (z.B. Entrappen und Mahlen der Trauben, Behandeln der Maische, Keltern)
  • wie Mostgewicht und Säuregehalt ermittelt werden
  • wie man den Witterungsverlauf beobachtet und dokumentiert
  • was bei der Traubenerzeugung wichtig ist (Standortfaktoren, Bodenart und Bodenbestandteile, Qualität des Bodens, Arbeiten am Rebstock u.a.)
  • wie verschiedene Verfahren der Weinbaukunde (Oenologie) durchgeführt werden (z.B. Anreichern, Entsäuern, Schwefeln, Schönen)
  • wie man die Entwicklung des Weins beurteilt, Weinmängel, -fehler und -krankheiten vermeiden, erkennen und behandeln kann
  • wie man die bereits erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Weinbau, in der Kellerwirtschaft und in der Vermarktung eigenverantwortlich und selbstständig anwendet und die dazu erforderlichen Einrichtungen und Geräte handhabt und pflegt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit