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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in

Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in

Tierkrankheiten

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit artgerechter Tierhaltung.

Die Ausbildung im Überblick

Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Veterinärmedizinisch-technische Assistenten und Assistentinnen finden Beschäftigung in veterinärmedizinischen Laboratorien, in Tierkliniken und Tierarztpraxen, in Landesuntersuchungsämtern und in Kontrolllabors von Schlachthöfen oder Molkereien.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung sowie ggf. der Nachweis über einen Hepatitis-B-Impfschutz gefordert.

Auswahlverfahren: Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Beispielsweise wird häufig Wert auf gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern gelegt.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Physik: Angehende Veterinärmedizinisch-technische Assistenten und Assistentinnen führen in ihrer Ausbildung Laboranalysen und -messungen durch, z.B. Elektrolytmessungen oder fotometrische Analysen. Wer Kenntnisse aus der Physik mitbringt, ist im Vorteil.
  • Chemie: Bei ihren Analysen müssen sich die zukünftigen Assistenten und Assistentinnen z.B. mit dem Aufbau von Kohlehydraten oder Proteinen auskennen. Zudem wenden sie chemische und biochemische Untersuchungsverfahren an. Kenntnisse in Chemie sind daher ein Plus.
  • Biologie: Um Tierkrankheiten verstehen zu können, muss man sich in der Ausbildung z.B. Wissen über Zellteilung oder Chromosomendefekte aneignen. Wer gute Kenntnisse in Biologie mitbringt, versteht die Zusammenhänge schneller.
  • Mathematik: Mathematik benötigen angehende Veterinärmedizinisch-technischen Assistenten und Assistentinnen, um z.B. die prozentuale Zusammensetzung chemischer Verbindungen oder des Rauminhaltes von Gasen zu berechnen.
  • Latein: Viele Begriffe in der medizinischen Fachsprache stammen aus dem Lateinischen. Kenntnisse dieser Sprache erleichtern das Lernen dieser Fachwörter.

Kenntnisse und Fertigkeiten

    • Rechenfertigkeiten (z.B. Anwenden mathematischer Verfahren zur Durchführung histologischer oder mikrobiologischer Arbeiten; Berechnen von prozentualen Zusammensetzungen chemischer Verbindungen)
    • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. in der Zusammenarbeit mit anderen Stellen und dortigen Mitarbeitern verschiedener Fachdisziplinen)
    • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Erläutern wissenschaftlicher Erkenntnisse für fachfremdes Publikum; Diskutieren über Umweltschutzthemen mit Menschen verschiedener Interessengruppen)
    • Textverständnis (z.B. Verwenden von Fachliteratur beim Auswerten von Arbeitsergebnissen)

    Ausbildungsinhalte

    Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

    • wie Tierkrankheiten entstehen, zu welchen Störungen es beim Wachstum kommen kann, welche Tierkrankheiten anzeige- und meldepflichtig sind
    • wie Bakterien, Viren und Pilze aufgebaut sind, von welchen Parasiten Tiere befallen werden können, wie man Mikroorganismen auf Nährböden züchtet, wie man Zell- und Gewebekulturen pflegt
    • wie Tiere artgerecht gehalten werden, auch unter besonderen Bedingungen (z.B. keimfreie Haltung)
    • wie z.B. das Herz-Kreislauf-, Verdauungs-, Atmungs- und Nervensystem sowie Blut, Sinnesorgane, Haut und Drüsen der Tiere aufgebaut sind und wie Atmung, Verdauung, Ausscheidung und Sinnesorgane der Tiere funktionieren
    • wie Muskel-, Nerven- und Stützgewebe sowie Organe und die Haut aufgebaut sind, woran man krankhafte Veränderungen der Gewebe erkennt (z.B. Tumore)
    • wie man die Qualität von histologischen, zytologischen und spermatologischen Präparaten beurteilt, wie man Präparate archiviert
    • wie Zellen aufgebaut sind, wie der Zellstoffwechsel abläuft, wie die Vererbung funktioniert
    • wie tierische Lebensmittel hergestellt sowie untersucht werden und ihre Qualität überwacht wird, wie man Rückstände von Arzneimitteln und Umweltgiften in Lebensmitteln analysiert
    • welche toxikologischen Substanzen in verdorbenen Lebensmitteln entstehen können und welche Infektionen diese hervorrufen können
    • welche hygienischen Maßnahmen (z.B. Sterilisation und Desinfektion ) bei der veterinärmedizinisch-technischen Arbeit zu ergreifen sind, vor allem im Umgang mit Lebensmitteln

    Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

    Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit