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Ausbildung im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften - Vermessungstechniker/in - Bergvermessung

Vermessungstechniker/in - Bergvermessung

Fotogrammetrie und Fernerkundungsmethoden

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Visualisierung von Geodaten.

Die Ausbildung im Überblick

Vermessungstechniker/in der Fachrichtung Bergvermessung ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel.

Typische Branchen

Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Bergvermessung finden Beschäftigung in Unternehmen des Bergbaus (Markscheidereien), bei Bergbaubehörden und in Ingenieurbüros.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik: Mathematik gehört zum Handwerkszeug von angehenden Vermessungstechnikern/-technikerinnen der Fachrichtung Bergvermessung. So müssen sie in der Ausbildung z.B. anwendungsbezogene Berechnungen durchführen, etwa Querschnitte, Volumen, Dichte oder Massen berechnen.
  • Geografie/Erdkunde: Geografische Kenntnisse sind wichtig, weil angehende Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Bergvermessung erdgeschichtliche Vorgänge erkennen müssen, z.B. Erscheinungsformen der Falten- und Bruchtektonik wie Mulden, Überschiebungen oder Gräben.
  • Werken/Technik: Kenntnisse aus dem Bereich Werken und Technik, insbesondere im Bereich technisches Zeichnen, sind in der Ausbildung nötig, um z.B. Grubenbilder und betriebliche Pläne skizzieren, zeichnen und auswerten zu können. Zudem müssen Gesamtzeichnungen von Maschinen, Apparate- und Gerätesystemen verstanden werden.
  • Physik: Da der Technikunterricht auf physikalischen Grundlagen aufbaut, ist die Kenntnis physikalischer Gesetze und Zusammenhänge eine wichtige Voraussetzung, um z.B. elektrische Messungen durchführen und auswerten zu können.

Kenntnisse und Fertigkeiten

    • Rechenfertigkeiten (z.B. Ermittlung der Neigung und Höhe einer Grube)
    • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Hörverstehen unter z.T. erschwerten Bedingungen wie Lärm)
    • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Kommunikation innerhalb des Messtrupps)
    • Textverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von Wartungs- und Bedienungsanleitungen)

    Ausbildungsinhalte

    Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

    • wie man Grundlagen des Raumbezugs, der Fotogrammetrie und Fernerkundungsmethoden unterscheidet
    • wie vermessungstechnische Methoden und Geräte unterschieden und angewendet werden
    • wie Geodaten auf Aktualität, Genauigkeit, Korrektheit, Vollständigkeit und Plausibilität überprüft werden
    • wie sich Geodaten in Plänen, Karten und Datenmodellen konstruieren und darstellen lassen und wie man mehrdimensionale Objekte und Modelle daraus ableiten, darstellen und auswerten kann
    • wie Metadateninformationssysteme unterschieden und genutzt werden und wie man Geodaten modelliert, harmonisiert, integriert und interpretiert sowie in andere Bezugssysteme transformiert, klassifiziert, generalisiert und aktualisiert
    • wie Geodaten visualisiert und in Geoinformationssystemen bearbeitet, verwaltet, ausgewertet und interpretiert werden
    • wie man bergmännisches Risswerk nach Form und Inhalt unterscheidet
    • wie Lagerstättenkörper des Bergbaubetriebs zu unterscheiden sind
    • wie man Aufbau und Wirkungsweise von Maschinen und Anlagen des Bergbaubetriebes unterscheidet und sicherheitsrelevante Maßnahmen und Kommunikationsabläufe anwendet
    • wie man bergbauspezifische Vermessungen durchführt und auswertet

    Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

    Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit