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Ausbildung im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften - Textillaborant/in

Textillaborant/in

Arten der Faserschädigung

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Widerstandsfähigkeit von Werk- und Arbeitsstoffen.

Die Ausbildung im Überblick

Textillaborant/in ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Typische Branchen

Textillaboranten und -laborantinnen finden Beschäftigung in Betrieben der Textil- und Bekleidungsindustrie, in Forschungsinstituten, in Materialprüfungsabteilungen der Chemiefaser- und Chemieindustrie und in der Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Chemie: Chemie gehört - schon während der Ausbildung - zum Handwerkszeug von Textillaboranten und -laborantinnen. Um z.B. eine Flotte zur Veredelung eines Gewebes zu untersuchen, sind Chemiekenntnisse unabdingbar.
  • Physik: Da z.B. Reibwerte und Reißfestigkeit verschiedener Gewebe und Garne bestimmt werden, sind Physikkenntnisse für angehende Textillaboranten und -laborantinnen wichtig.
  • Mathematik: Mathematikkenntnisse sind beispielsweise hilfreich, um die richtigen Schlüsse aus einer statistischen Verteilung von Messwerten ziehen zu können.
  • Englisch: Für das Lesen von englischsprachiger Fachliteratur oder bei der Internetrecherche, z.B. über neue Prüfverfahren, sind Englischkenntnisse notwendig.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Anwenden von statistischen Methoden bei der Versuchsauswertung)
  • Textverständnis (z.B. Verstehen von z.T. auch fremdsprachiger Fachliteratur)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • welche Arten der Faserschädigung es gibt und wie man sie erkennt
  • wie man Veredelungsprozesse unterscheiden kann
  • was bei der systematischen Fehlerermittlung zu beachten ist und wie Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen umgesetzt werden
  • wie technische Dokumentationen erstellt werden, insbesondere Prüfprotokolle und Zertifikate

Im Schwerpunkt Textiltechnik:

  • wie Verarbeitungskriterien ermittelt werden und die Funktionalität von Werk- und Arbeitsstoffen geprüft wird
  • wie man die Widerstandsfähigkeit von Werk- und Arbeitsstoffen gegen mechanische, thermische, chemische, biologische und witterungsbedingte Einflüsse prüft

Im Schwerpunkt Textilveredlung:

  • wie man Abwasser sowie Behandlungsflotten untersucht und auf Humanverträglichkeit und Wiederverwertbarkeit prüft
  • wie Textilhilfsmittel, Gebrauchsflotten, -pasten und Farbmittel geprüft sowie Rezepturen erstellt und geprüft werden

Im Schwerpunkt Textilchemie:

  • welche Analyseverfahren es gibt (z.B. Chromatografie, Spektroskopie , Rheologie , thermische und elektrochemische Analysen) und wie man sie anwendet
  • wie man produkt-, anwendungs- und sicherheitsrelevante Eigenschaften von Werk- und Arbeitsstoffen ermittelt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit