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Ausbildung im Bereich Recht - Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Prozent- und Zinsberechnungen

Ein Teil beschäftigt sich mit Mahn- und Kündigungsschreiben.

Die Ausbildung im Überblick

Rechtsanwaltsfachangestellte/r ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Rechtswesen (Ausbildungsbereich freie Berufe). 

Typische Branchen

Rechtsanwaltsfachangestellte finden Beschäftigung in erster Linie in Rechtsanwaltskanzleien. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung in Inkassobüros, bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und in Mahnabteilungen von Versandhäusern, größeren Warenhausketten sowie Banken, Sparkassen und Versicherungen. 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Deutsch gehört zum Handwerkszeug der angehenden Rechtsanwaltsfachangestellten. Um Schriftstücke und Verträge zu erstellen, sind gute Grammatikkenntnisse und eine fehlerfreie Rechtschreibung unabdingbar.
  • Mathematik: Für die Berechnung von Kosten und Zinsen sowie für die Rechnungsstellung und Buchhaltung sind die Grundrechenarten sowie Prozentrechnen wichtig.
  • Wirtschaft/Recht: Um Mandanten über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten informieren zu können, sind Kenntnisse in der Rechtslehre hilfreich.
  • Englisch: Englischkenntnisse sind wichtig, um im grenzüberschreitenden Rechtsverkehr z.B. Auskünfte erteilen und einholen zu können.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Gebühren)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von z.T. undeutlich geäußerten Anfragen der Kunden)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Kontakt mit Mandanten der Kanzlei)
  • Textverständnis (z.B. Recherchieren in juristischen Unterlagen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Korrespondieren mit Mandanten)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Gespräche adressatenorientiert führt und auf Mandanten- oder Beteiligtenverhalten angemessen reagiert
  • welche rechtlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr zu beachten sind
  • wie man betriebliche Berechnungen unter Berücksichtigung des kaufmännischen Rechnens durchführt, insbesondere Prozent- und Zinsberechnungen
  • wie die Grundlagen des grenzüberschreitenden Rechtsverkehrs zu unterscheiden und zu berücksichtigen sind
  • wie man Mahn- und Kündigungsschreiben entwirft
  • wie man den Mandanten den Ablauf eines zivilrechtlichen Verfahrens erläutert, auch in englischer Sprache, und entsprechende Maßnahmen einleitet
  • wie Auszüge aus Schuldnerverzeichnissen eingeholt werden wie Vergütungsvereinbarungen entworfen und Honorare abgerechnet werden
  • wie man Gerichtskostenvorschüsse zu verschiedenen Verfahrensarten berechnet
  • wie man Zahlungsvorgänge abwickelt, überwacht, kontrolliert und dokumentiert

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit