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Ausbildung im Bereich Ingenieurwesen und IT - Pyrotechniker/in

Pyrotechniker/in

Lagerung, Transport und Vernichtung explosionsgefährlicher Stoffe

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Wirkung, Handhabung, Empfindlichkeit explosionsgefährlicher Stoffe.

Die Ausbildung im Überblick

Pyrotechniker/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch das Sprengstoffgesetz sowie die Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit ca. 5 Tage. Die Aus- bzw. Weiterbildung ist in verschiedenen Bereichen möglich, z.B. als Großfeuerwerker/in, Filmpyrotechniker/in, Bühnenfeuerwerker/in oder im Bereich Spezialeffekte.

Typische Branchen

Pyrotechniker/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Spezialfirmen (Feuerwerkereien), die sich auf die Durchführung von Großfeuerwerken, pyrotechnischen Bühnenshows oder Spezialeffekten für Film- und Fernsehproduktionen spezialisiert haben. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung bei Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften, bei Freizeit- und Vergnügungsparks und bei Betreibern von Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Als Zugangsvoraussetzungen werden gefordert: Für die Teilnahme am Grundlehrgang Großfeuerwerk müssen Bewerber/innen nachweisen, dass sie bei mindestens 26 Feuerwerken mitgearbeitet haben. Für die Teilnahme am Grundlehrgang Bühnenfeuerwerk ist die Mitwirkung an mindestens 15 pyrotechnischen Effekten und eine 1-jährige Tätigkeit an Theatern oder vergleichbaren Einrichtungen oder eine Ausbildung als Requisiteur/in bzw. in einem anderen bühnentechnischen Beruf erforderlich. Wer im Bereich der Spezialeffekte tätig sein will, muss einen Grundlehrgang erfolgreich absolviert haben und an der Erzeugung von 10 Effekten mit explosionsgefährlichen Stoffen mitgewirkt haben. Mindestalter von 21 Jahren, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (Nachweis der Zuverlässigkeit), sowie die körperliche Eignung sind Voraussetzung.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Chemie: Da in der Ausbildung verschiedene pyrotechnische Spezialeffekte und explosive Abschussgeräte eingesetzt werden, sind Kenntnisse über deren Wirkungsweisen, die z.B. auf chemischen Reaktionen beruhen, von Vorteil.
  • Physik: Kenntnisse in Physik benötigen angehende Pyrotechniker/innen z.B., um Zündkabel zu verlegen, Zündanlagen und Steuergeräte anzuschließen und gegebenenfalls zu programmieren.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Hören und Verstehen von Zurufen beim Abbrennen von Feuerwerken)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Abstimmen pyrotechnischer Spezialeffekte mit Kunden und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen)
  • Textverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von technischen Unterlagen wie Bedienungsanleitungen)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

  • Wirkung, Handhabung, Empfindlichkeit explosionsgefährlicher Stoffe
  • Ursachen und Folgen des Unbrauchbarwerdens von explosionsgefährlichen Stoffen
  • Maßnahmen zur Sicherheit des Lebens und der Gesundheit Beschäftigter oder Dritter
  • Maßnahmen zur Abwendung von Gefahren für Sachgüter
  • Vorschriften über den Umgang und Verkehr mit explosionsgefährlichen Stoffen
  • Lagerung, Transport und Vernichtung explosionsgefährlicher Stoffe

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit