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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Podologe/Podologin

Podologe/Podologin

Anforderungen an orthopädisches Schuhwerk

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit podologischen Behandlungsmethoden.

Die Ausbildung im Überblick

Podologe/Podologin ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert 2 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Podologen und Podologinnen finden Beschäftigung in podologischen Praxen, in podologischen Abteilungen von Rehabilitationskliniken und Krankenhäusern, in Einrichtungen des Gesundheitswesens mit angeschlossenem podologischem Angebot, z.B. in Physiotherapiepraxen oder diabetischen Fußambulanzen.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung sowie ggf. ein Führungszeugnis gefordert.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Kenntnisse in Biologie sind unabdingbar für angehende Podologen und Podologinnen, denn zu den Ausbildungsinhalten zählen z.B. Mikrobiologie und Hygiene. Auch das Erlernen möglicher Krankheitsbilder im fachpraktischen Teil der Ausbildung wird durch Kenntnisse in der Biologie erleichtert.
  • Physik/Chemie: Physik und Chemie sind wichtig für die Ausbildung an der Berufsfachschule. Wer bereits Kenntnisse mitbringt, ist im Vorteil.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Abrechnen mit Krankenkassen und Ärzten)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Gesprächen und Mitteilungen am Telefon)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Führen von Patienten- bzw. Kundengesprächen beim Verkauf von Gesundheitsschuhen)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie das Bewegungssystem (Knochen, Muskeln, Sehnen, Nerven, Blutgefäße) und die Haut mit ihren Drüsen aufgebaut sind
  • welche Krankheiten und Veränderungen am Fuß auftreten können, z.B. durch Rheuma, diabetische Folgeschäden, Gicht, Gerinnungs- und Durchblutungsstörungen, Veränderungen im Alter
  • welche manuellen, apparativen, physikalischen und medikamentösen podologischen Behandlungsmethoden es gibt, für welche Erkrankungen sie geeignet sind und wie sie durchgeführt werden (z.B. Massage, Einsatz von Instrumenten, pflegerische Maßnahmen)
  • welche Produkte und Hilfsstoffe bei der podologischen Behandlung zum Einsatz kommen, wie man z.B. Orthosen (langfristige Druckentlastungen), Nagelkorrekturspangen und Verbandsstoffe anfertigt bzw. anwendet
  • wie ein podologischer Befund erhoben und eine Behandlung ggf. unter ärztlicher Mitwirkung geplant wird
  • welche Anforderungen an orthopädisches Schuhwerk und Einlagen zu stellen sind
  • welche angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Haut (Allergien, Entzündungen, Pilzinfektionen, Verhornungsstörungen, Erkrankungen und Veränderungen der Nägel) sowie Deformationen und Verletzungen der Füße einer podologischen Behandlung bedürfen
  • wann ein Patient an einen Arzt/eine Ärztin zu überweisen ist
  • wie Infektionen durch geeignete Hygienemaßnahmen zu verhüten bzw. zu bekämpfen sind

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit