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Ausbildung im Bereich Wirtschaft - Personaldienstleistungskaufmann/-frau

Personaldienstleistungskaufmann/-frau

Anforderungs- und Bewerberprofile

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Kundenbindung, Kundenbetreuung und Marketingmaßnahmen.

Die Ausbildung im Überblick

Personaldienstleistungskaufmann/-frau ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Personalwesen (Ausbildungsbereich Industrie und Handel).

Typische Branchen

Personaldienstleistungskaufleute finden Beschäftigung in Personaldienstleistungsunternehmen, in Personalabteilungen größerer Unternehmen oder von Behörden und bei Personalberatungsunternehmen.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Eine gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit ist für Personaldienstleistungskaufleute wichtig, da sie Bewerber und Kunden beraten, Inserate formulieren sowie Bewerberprofile dokumentieren und Verträge erstellen.
  • Wirtschaft/Recht: Die angehenden Personaldienstleistungskaufleute erledigen kaufmännische Aufgaben. Dazu sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse nötig. Da sie ggf. an der Erstellung von Vertragsunterlagen beteiligt sind, ist Wissen im Bereich Recht gefragt.
  • Mathematik: Wenn die Auszubildenden Entgeltabrechnungen erstellen oder Kosten für inner- oder außerbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen kalkulieren, sind gute Mathematikkenntnisse von Vorteil.
  • Englisch: Englisch- bzw. Fremdsprachenkenntnisse sind hilfreich, um z.B. fremdsprachige Informationen auswerten oder Auskünfte einholen zu können.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Kalkulieren von Kosten; Erstellen von Statistiken; Durchführen von Entgeltabrechnungen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Erfassen von Gesprächsbeiträgen der Bewerber/innen bei Vorstellungsgesprächen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Führen von Vorstellungsgesprächen; Informieren der Bewerber/innen über arbeitsrechtliche Belange, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz)
  • Textverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von Gesetzestexten)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Formulieren von Stellenanzeigen; Verfassen von Berichten)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • welche verschiedenen Anwerbungsmöglichkeiten und Auswahlinstrumente es gibt, wie man mit potenziellen Bewerbern in Kontakt tritt und deren Einstellungs- und Vermittlungsvoraussetzungen prüft
  • wie Vertragsunterlagen und Einstellungsdokumente zusammengestellt werden
  • wie man Personalakten führt, Arbeitsnachweise, Fehlzeiten und Urlaubsplanung dokumentiert sowie Entgeltabrechnungen erstellt und welche Maßnahmen zum Datenschutz und zur Datensicherheit zu beachten sind
  • wie man Anforderungs- und Bewerberprofile abgleicht, Bewerberprofile ermittelt und dokumentiert sowie Auswahlentscheidungen trifft und begründet
  • wie Maßnahmen zur Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen umzusetzen sind
  • was man über Kundenbindung, Kundenbetreuung und Marketingmaßnahmen wissen muss
  • wie man Konfliktsituationen analysiert, Lösungsstrategien anwendet und die eigenen Handlungsmöglichkeiten einschätzt
  • was man über Rechtsvorschriften zur Arbeitnehmerüberlassung und Arbeitsvermittlung wissen muss
  • wie Statistiken für Controlling erstellt und ausgewertet sowie Berichte erstellt werden
  • wie man Personalentwicklungen sowie Weiterbildungen plant und den Mitarbeitern im Gespräch berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufzeigt, wie man Zielvereinbarungen vornimmt und Mitarbeiterbeurteilungen vornimmt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit