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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Orthoptist/in

Orthoptist/in

Gesetze der Physik in der Optik

Ein Teil beschäftigt sich mit der Behandlung von Sehschwächen.

Die Ausbildung im Überblick

Orthoptist/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Orthoptik. Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. 

Typische Branchen

Orthoptisten und Orthoptistinnen finden Beschäftigung in Hochschulkliniken mit Abteilungen für Pleoptik und Orthoptik, in Krankenhäusern mit augenärztlicher Abteilung und in Augenarztpraxen.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert: ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, Mindestalter von 16 Jahren  und ein Führungszeugnis.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Physik: Während der Ausbildung beschäftigt man sich mit Inhalten der Optik. Wer bereits über gute Kenntnisse in Physik verfügt, ist im Vorteil.
  • Biologie: Die angehenden Orthoptisten und Orthoptistinnen müssen sich insbesondere mit Krankheiten des Auges bzw. des Sehsinns auseinandersetzen. Hier kommen ihnen Kenntnisse in Biologie zugute.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Erstellen von Abrechnungen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von z.T. undeutlichen Äußerungen der Patienten) 
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Führen von Anamnesegesprächen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. schlüssiges Argumentieren bei Beratungen und Anfragen; Dokumentieren von Befunden)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie der Augapfel und die ihn umgebenden Strukturen (Augenhöhle, Lider, Aufhängung) aufgebaut sind
  • welche Krankheiten, Funktionsstörungen und Verletzungen am Auge auftreten können
  • welche Verfahren und Möglichkeiten der Augenheilkunde (insbesondere der Neuroophthalmologie) es gibt
  • wie Schielen und Sehschwächen behandelt werden können (Orthoptik und Pleoptik)
  • wie die Gehirnteile arbeiten, die für das visuelle System wichtig sind
  • wie Bilder im Auge entstehen und wie das Farbensehen funktioniert
  • welche Arten von Arzneimitteln es gibt, wann und wie man sie verabreicht
  • welche Gesetze der Physik der Optik zugrunde liegen und wie diese Gesetzmäßigkeiten in der Herstellung von Sehhilfen umgesetzt werden

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet. 

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit