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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Medizinische/r Sektions- und Präparationsassistent/in

Medizinische/r Sektions- und Präparationsassistent/in

Aufgabe und Bedeutung der Sektion

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit den Arten von anatomischen und pathologischen Präparaten.

Die Ausbildung im Überblick

Medizinische/r Sektions- und Präparationsassistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert 6 Monate und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Medizinische Sektions- und Präparationsassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung in anatomischen, pathologischen und rechtsmedizinischen Instituten von Universitäten bzw. in entsprechenden Abteilungen von Hochschulkliniken, in pathologischen Abteilungen von Krankenhäusern oder bei pathologischen Untersuchungslabors.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird ein Hauptschulabschluss. Je nach Bildungsanbieter können weitere Zugangsvoraussetzungen gefordert werden, z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung für den Beruf, ein Führungszeugnis oder ein Mindestalter.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Um während der Ausbildung bei Sektionen assistieren und Präparate herstellen zu können, muss man über Anatomie und Physiologie Bescheid wissen und die erforderlichen hygienischen Maßnahmen kennen. Dazu sind Kenntnisse in Biologie, insbesondere in Mikrobiologie, nötig.
  • Chemie: Während der Ausbildung lernt man die verschiedenen Präparationsmethoden kennen. Um z.B. Mazerations- oder Plastinationspräparate herzustellen, werden auch chemische Verfahren angewandt. Kenntnisse in Chemie sind hier erforderlich.
  • Werken/Technik: Handwerkliches Geschick und Gespür für Farben und Formen sind wichtig, wenn man lernt, wie Präparate hergestellt und gestaltet werden. Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem Werkunterricht sind dabei hilfreich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. pietätvolles Umgehen mit den Angehörigen der Verstorbenen)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise

  • wie der Mensch anatomisch aufgebaut ist und die physiologischen Vorgänge im Körper ablaufen
  • wie die häufigsten Krankheiten entstehen und wie sie diagnostiziert werden
  • wie Mikroorganismen aufgebaut sind, wie ihr Stoffwechsel funktioniert und wo sie auftreten können
  • wie man bei Sektionen bzw. Obduktionen assistiert, welche Sektionsmethoden es gibt und welche Instrumente man dabei benutzt
  • welche Maßnahmen zur Hygiene (z.B. Desinfektion, Sterilisation) man bei Sektions- und Präparationsarbeiten ergreifen sollte
  • welches die Aufgabe und Bedeutung der Sektion in der modernen Medizin ist
  • welche gesundheits-, straf- und verwaltungsrechtlichen Vorschriften bei der Sektion und Präparation zu beachten sind
  • welche Arten von anatomischen und pathologischen Präparaten es gibt und wie man sie herstellt (Plastinations-, Nass-, Mazerations-, Korrosionspräparate)
  • wie man Körper und ganze Organe fixiert und konserviert (z.B. durch Einbalsamierung)
  • wie man Arbeiten fotografisch dokumentiert

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit