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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Medizinische/r Fachangestellte/r

Medizinische/r Fachangestellte/r

Durchführung von Hygienemaßnahmen

Ein Teil beschäftigt sich mit der Erkennung von Infektionskrankheiten.

Die Ausbildung im Überblick

Medizinische/r Fachangestellte/r ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Bereich Freie Berufe.

Typische Branchen

Medizinische Fachangestellte finden Beschäftigung in erster Linie in Arztpraxen aller Fachgebiete, in Krankenhäusern und anderen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens, in medizinischen Laboren, in betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung in Gesundheitsämtern.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Für den Zugang zur Ausbildung wird der Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest gefordert. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Um bei Behandlungen und Untersuchungen assistieren zu können, ist es für die angehenden Medizinischen Fachangestellten wichtig, die biologischen und medizinischen Zusammenhänge zu verstehen.
  • Chemie: Für Arbeiten im Labor sind Kenntnisse in Chemie von Vorteil.
  • Mathematik: Um beispielsweise die Quartalsabrechnungen durchführen zu können, benötigen die Auszubildenden mathematische Kenntnisse.
  • Deutsch: Für Aufgaben wie den Schriftverkehr mit Patienten oder Versicherungsträgern ist für die angehenden Medizinischen Fachangestellten eine fehlerfreie Rechtschreibung unabdingbar. 

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Durchführen von Quartalsabrechnungen sowie von Abrechnungen mit gesetzlichen Krankenkassen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von z.T. ungenauen Äußerungen der Patienten)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Informieren von Patienten über Möglichkeiten der Vor- und Nachsorge)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Schreiben von Krankheitsberichten und Arztbriefen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Patienten vor, während und nach der Behandlung betreut und berät bei der ärztlichen Therapie zu assistieren und z.B. Stütz- und Wundverbände anzulegen
  • Hygienemaßnahmen durchzuführen, Instrumente und Apparate zu sterilisieren, kontaminierte Materialien zu entsorgen
  • wie man Infektionskrankheiten erkennt und welche Schutzmaßnahmen ggf. zu ergreifen sind
  • Patiententermine zu koordinieren und Behandlungsunterlagen zusammenzustellen
  • wie man Arzneimittel, Sera, Impfstoffe, Verbands- und Hilfsmittel lagert wie man Laboruntersuchungen durchführt sowie Labordaten und Untersuchungsergebnisse einstuft
  • wie man Patienten über Praxisabläufe bezüglich Diagnostik , (Weiter-)Behandlung oder Abrechnung informiert und mit Beschwerden umgeht
  • wie Patienten bei chirurgischen Behandlungsmaßnahmen vorbereitet werden, wie eine Wunde versorgt und Nahtmaterial entfernt wird
  • wie man Proben für Untersuchungszwecke durch Blutentnahme oder Abstriche gewinnt und Injektionen durchführt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit