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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in

Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in

Grundsätze in der Medizin

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Untersuchung von Proben auf Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten.

Die Ausbildung im Überblick

Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen . Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung in Krankenhäusern, in Arztpraxen, in medizinischen Laboratorien und bei Blutspendediensten.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel entweder ein mittlerer Bildungsabschluss und ggf. eine anschließende mindestens zweijährige Berufsausbildung oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert: ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ggf. Führungszeugnis, ggf. Nachweis über einen Hepatitis-A/B-Impfschutz, sowie Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Mumps-Masern-Röteln, Windpocken, Kinderlähmung.

Auswahlverfahren: Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Beispielsweise wird häufig Wert auf gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern gelegt.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Chemie: Kenntnisse in Chemie sind wichtig, da in der praktischen Ausbildung im medizinisch-technischen Labor chemische Verfahren zur Anwendung kommen, etwa wenn die Konzentration und elektrische Leitfähigkeit von Lösungen bestimmt werden.
  • Physik: Ebenso werden physikalische Verfahren angewendet, z.B. bei Elektrolytmessungen. Kenntnisse in Physik, z.B. in kinetischer Fotometrie, erleichtern das Verständnis der Verfahren. Biologie: Krankheit und Heilung sind biologische Vorgänge. Wer sich mit biologischen Sachverhalten auskennt, ist bei der Ausbildung im Vorteil.
  • Mathematik: Die Beherrschung der Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung ist Voraussetzung z.B. für das Berechnen der prozentualen Zusammensetzung chemischer Verbindungen oder des Rauminhaltes von Gasen.
  • Englisch: Sowohl die medizintechnische Fachliteratur als auch Fachbegriffe sind häufig in Englisch. Gute Englischkenntnisse sind für die Ausbildung deshalb förderlich.
  • Latein: Wer auf Kenntnisse in Latein zurückgreifen kann, hat es beim Erlernen der medizinischen Fachterminologie leichter.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der prozentualen Zusammensetzung chemischer Verbindungen; Bewerten von labortechnischen Untersuchungsergebnissen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen der Äußerungen von Patienten)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Übermitteln von Befunden an Ärzte und Ärztinnen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Festhalten von Ergebnissen in Labortagebüchern, Ergebniskarteien oder Datenbanken)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie Blut beschaffen ist und wie man z.B. die Gerinnfähigkeit des Blutes prüft oder die Blutgruppe bestimmt
  • wie Proben auf Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten untersucht werden
  • wie man krankhafte Gewebeveränderungen erkennt, indem man Körpergewebeschnitte nach verschiedenen Methoden färbt
  • wie Zellabstriche zur Krebsvorsorge bearbeitet werden
  • wie die Analysegeräte aufgebaut sind und mechanisch funktionieren, wie Reaktionen ablaufen und ausgewertet werden, wie Geräte kalibriert, d.h. eingestellt werden
  • wie Stoffwechselprodukte, Enzyme , Hormone und Spurenelemente in Körperflüssigkeiten chemisch bestimmt werden
  • wie Zellen aufgebaut sind, wie das Herz-Kreislauf-System funktioniert
  • wie der menschliche Körper topografisch aufgebaut ist, wie das lymphatische System und das Atmungssystem funktionieren
  • welche Krankheiten es gibt, wie sie entstehen, sich ausbreiten und bekämpft werden können (Epidemiologie)
  • wie die körpereigene Abwehr funktioniert (Immunologie)
  • was bei der Krankenhaushygiene, insbesondere bei Sterilisation und Desinfektion, beachtet werden muss
  • welche ethischen Grundsätze in der Medizin beachtet werden müssen

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit