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Ausbildung im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften - Lebensmitteltechnische/r Assistent/in

Lebensmitteltechnische/r Assistent/in

Vorschriften des Lebensmittelrechts

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Produktion von Trinkmilch, Sauermilchprodukten und Käse.

Die Ausbildung im Überblick

Lebensmitteltechnische/r Assistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert i.d.R. 2 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Lebensmitteltechnische Assistenten und Assistentinnen finden Beschäftigung in Betrieben der Lebensmittelherstellung und in lebensmitteltechnischen Instituten.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss . Beim Umgang mit Lebensmitteln benötigt man eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes. Je nach Bundesland können weitere oder abweichende Voraussetzungen gefordert werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Um biologische Prozesse z.B. bei der Joghurt- oder Käseherstellung zu verstehen, sind gute Kenntnisse in diesem Fach wichtig.
  • Chemie: Gute Chemiekenntnisse helfen in der Ausbildung z.B. beim Durchführen von mikrobiologischen Untersuchungen und Keimzahlbestimmungen.
  • Mathematik: Sicheres Beherrschen der Grundrechenarten sowie der Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung erleichtert z.B. das Berechnen der prozentualen Zusammensetzung chemischer Verbindungen.
  • Englisch: Fachliteratur ist oft in Englisch verfasst. Daher sind bereits in der Ausbildung gute Kenntnisse dieser Sprache nützlich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Anwenden mathematischer Verfahren zur Durchführung chemischer oder physikalisch-chemischer Analysen; Berechnen von prozentualen Zusammensetzungen chemischer Verbindungen)
  • Textverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von z.T. auch fremdsprachiger Fachliteratur)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • welche Vorschriften des Lebensmittelrechts und des Verbraucherschutzes einzuhalten sind
  • wie die Qualitätssicherung und -kontrolle von Lebensmitteln von der Wareneingangskontrolle bis zur Lagerung durchgeführt wird
  • wie man lebensmittelanalytische Arbeiten einschließlich der Trinkwasseranalytik plant, durchführt und auswertet
  • welche spektroskopischen , chromatografischen und elektrophoretischen Verfahren zur Lebensmitteluntersuchung geeignet sind
  • wie man mikrobiologische Untersuchungen und Keimzahlbestimmungen durchführt
  • wie man Proben entnimmt und aufbereitet
  • wie man Mehltypen, Fett, Eiweiß, ätherische Öle, Zucker und Weinsäure bestimmt
  • wie Fleisch gewonnen und verarbeitet wird und wie verschiedene Wurstwaren hergestellt werden
  • an welchen chemisch-physikalischen Merkmalen die Fleischqualität zu erkennen ist
  • wie Teige hergestellt und wie sie zu Broten und Gebäck weiterverarbeitet werden
  • wie Trinkmilch, Sauermilchprodukte und Käse produziert werden
  • wie man biologische Materialien konserviert und Dauerpräparate herstellt
  • wie man Lebensmittel-Farbstoffe isoliert und bestimmt
  • wie man berufsbezogene Informationstechnik anwendet und Arbeitsabläufe dokumentiert

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Politik unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit