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Ausbildung im Bereich Gesellschaft und Soziales - Kunsttherapeut/in

Kunsttherapeut/in

Metamorphose und Farbprozesse

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Materialkunde.

Die Ausbildung im Überblick

Kunsttherapeut/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine gekoppelte Ausbildung "Heilpraktiker/in für Psychotherapie und Kunsttherapeut/in" zu absolvieren. Angeboten werden auch Weiterbildungen, die sich mit Therapie durch Drama und darstellendes Spiel befassen (Theatertherapie). Daneben besteht die Möglichkeit, Kunsttherapie an Hochschulen zu studieren.

Typische Branchen

Kunsttherapeuten und -therapeutinnen finden Beschäftigung z.B. in Kliniken für Psychosomatik oder Psychiatrie, in Kinder- oder Rehabilitationskliniken, in Praxen für Kunsttherapie, in Senioren- oder Altenpflegeheimen, in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, in Förderschulen und im Strafvollzug, z.B. in der Resozialisierung von Straffälligen.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungsanbieter legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein Hauptschulabschluss , ggf. auch die Hochschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. ein einschlägiges Studium vorausgesetzt. Außerdem wird z.B. Berufserfahrung im künstlerischen oder therapeutischen Bereich bzw. ein Krankenpflegepraktikum verlangt. Darüber hinaus wird für den Zugang z.B. gefordert: Mindestalter (z.B. 23 oder 25 Jahre), Führungszeugnis, Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest, Erste-Hilfe-Kurs.

Auswahlverfahren: Die Bildungsanbieter wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Häufig wird die Vorlage einer Mappe gefordert, aus der z.B. zeichnerische Vorkenntnisse ersichtlich werden, ggf. auch die Teilnahme an einem Einführungsseminar.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Kunst: Angehende Kunsttherapeuten und -therapeutinnen lernen, ihre Patienten zu künstlerischer Betätigung zu motivieren. Dazu müssen sie auch selbst künstlerisch aktiv werden und ein breit angelegtes Wissen über Kunst sowie die verschiedenen Techniken des künstlerischen Gestaltens mitbringen.
  • Deutsch: Ein bewusster Umgang mit Sprache ist für angehende Kunsttherapeuten und -therapeutinnen u.a. deshalb wichtig, weil sie mit Patienten über Wahrnehmungen und Empfindungen bei der künstlerisch-kreativen Tätigkeit sprechen. Auch für die Dokumentation von Therapieverläufen benötigt man ein präzises Ausdrucksvermögen.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten zu kunsttherapeutischen Maßnahmen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Dokumentieren von Diagnosen und kunsttherapeutischen Behandlungsverläufen; Verfassen von Berichten)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

  • Metamorphose und Farbprozesse
  • Naturstudien
  • Materialkunde
  • Komposition
  • Theorie
  • Medizinisch-menschenkundlicher Unterricht
  • Kunsttherapeutisches Kerncurriculum, z.B. Methodik, Diagnostik, interdisziplinäre Aspekte, Behandlungsverfahren, Dokumentation, Berufspraxis

Die eigene künstlerische Praxis spielt in der Aus- bzw. Weiterbildung eine wichtige Rolle. Ggf. ist auch eine künstlerische Abschlussarbeit zu realisieren.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit