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Ausbildung im Bereich Kunst, Musik und Design - Holzbildhauer/in

Holzbildhauer/in

Auswahl von Hölzern, Kunststoffen, Steinen

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Bildhauer- und Schnitzarbeiten.

Die Ausbildung im Überblick

Holzbildhauer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk.

Typische Branchen

Holzbildhauer/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Holzbildhauerhandwerks, in der Möbelherstellung und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Für den Zugang zur Ausbildung wird zum Teil ein Eignungstest gefordert.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Kunst: Angehende Holzbildhauer/innen benötigen für ihre Arbeit Kreativität, gutes räumliches Vorstellungsvermögen, ein ausgeprägtes Empfinden für Formen und Farben sowie zeichnerisches Talent. Nur so können sie die eigenen Ideen und die Wünsche der Auftraggeber zufriedenstellend umsetzen. Vertiefte Kenntnisse in Kunst sind deshalb wichtig.
  • Werken/Technik: Zum Lesen und Anfertigen genauer Skizzen und Pläne sind Kenntnisse im Bereich Technisches Zeichnen hilfreich. Maschinen und Werkzeuge zur Holzbearbeitung bedienen und richtig einsetzen zu können, gehört ebenfalls zu den Aufgaben von angehenden Holzbildhauern und Holzbildhauerinnen. Vertiefte Kenntnisse im Bereich Werken/Technik erleichtern die Ausbildung.
  • Mathematik: Um Materialmengen und -preise richtig berechnen zu können, muss man die Grundrechenarten sowie die Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung sicher beherrschen, da dies zum Ausbildungsalltag gehört.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Materialmengen und -preisen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von ungenau geäußerten Kundenwünschen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Absprache mit Kunden, um Vorlagen auszuwählen und Entwürfe anzufertigen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • welche Handwerkzeuge eingesetzt werden, z.B. Klüpfel, Schnitzeisen, Raspel, Feile
  • wie man Bildhauer- und Schnitzarbeiten an verschiedenen Materialien ausführt
  • wie man Schriften, Ornamente, Zeichen, Reliefs und Vollplastiken entwirft und ausmodelliert
  • worauf bei der Auswahl von Hölzern, Kunststoffen, Steinen und Metallen zu achten ist
  • was bei der Lagerung und Entsorgung von Hilfs-, Färbe- und Überzugsmitteln zu beachten ist
  • welche Maßnahmen für den konstruktiven Holzschutz geeignet sind und wie man sie durchführt
  • wie man Holzverbindungen wie Nut , Feder , Dübel und Überblattung herstellt
  • wie man plastische Arbeiten nach Modellvorlagen und Zeichnungen herstellt
  • welche Oberflächenbehandlungsarten es gibt (z.B. Beizen, Ölen, Wachsen, Lasieren)
  • wie Bildhauer- und Schnitzarbeiten restauriert werden

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit