Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheit - HNO-Audiologieassistent/in

HNO-Audiologieassistent/in

Schwellenaudiometrie und Sprachaudiometrie

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Verhaltensaudiometrie.

Die Ausbildung im Überblick

HNO-Audiologieassistent/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit 2-3 Jahre.

Typische Branchen

HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung in Facharztpraxen für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, in Hals-, Nasen- und Ohrenabteilungen von Krankenhäusern, in Gesundheitsämtern.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungsanbieter legen eigene Zugangskriterien fest. In der Regel wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Darüber hinaus werden für den Zugang zur Ausbildung z.B. ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein normales Hörvermögen, gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit und technisches Verständnis gefordert.

Auswahlverfahren: Die Bildungsanbieter wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. In der Regel wird ein persönliches Auswahlgespräch geführt.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Gute Deutschkenntnisse und gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit sind erforderlich, um Patienten und Patientinnen Untersuchungen zu erklären.
  • Physik/Technik: Physikalische Kenntnisse und Verständnis für Technik sind hilfreich, um die Funktionsweise von Audiologiegeräten zu verstehen.
  • Biologie: Angehende HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen müssen die Funktionsweise der Atem- wie auch Hörorgane genau kennen. Dazu ist detailliertes Wissen in Biologie erforderlich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Analysieren von physikalischen Größen und Einheiten; Darstellen von Untersuchungsergebnissen sowohl in Tabellen- als auch in Diagrammform)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von ärztlichen Anweisungen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Befragen von Patienten vor der Untersuchung)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Zusammenstellen und Dokumentieren von Untersuchungsergebnissen)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen und praktischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

  • Hör- und Gleichgewichtsprüfungen bei Erwachsenen pädaudiologische Diagnostik-Verfahren, insbesondere Neugeborenen-Hörscreening
  • Verfahren der Chemosensorik (Prüfungen des Riech- und Geschmacksinnes)
  • Ventilationsfunktion der oberen Luftwege (Rhinomanometrie und Lungenfunktion)
  • Stimmfunktion und Funktion von Hirnnerven (Aktionspotenziale)
  • Schwellenaudiometrie und Sprachaudiometrie
  • Stimmgabeltest, Abstandsprüfung, Simulationsprüfungen Vertäubung, Tinnitusbestimmung, überschwellige Audiometrie
  • Verhaltensaudiometrie, Prüfung der akustischen Perzeption und der auditiven Wahrnehmung
  • Messung otoakustischer Emissionen
  • Ableitung früher akustisch evozierter Potenziale, Ableitung der Mismatch Negativity
  • Frequenzspezifische Ableitung früher akustisch evozierter Potenziale mit Notched-Noise-Maskierung
  • Beratung von Hörgeräte-Trägern
  • In-Situ-Messung, Hörfeldskalierung (Würzburger Hörfeld), Gleichgewichtsprüfung
  • Berufs- und Gesetzeskunde

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit