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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheit - Hebamme/Entbindungspfleger

Hebamme/Entbindungspfleger

Lebens- und Reifezeichen von Neugeborenen

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Sterilisation und Desinfektion von Geräten.

Die Ausbildung im Überblick

Hebamme/Entbindungspfleger ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Hebammen und Entbindungspfleger. Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. Daneben besteht die Möglichkeit, Hebammenkunde an Hochschulen zu studieren.

Typische Branchen

Hebammen und Entbindungspfleger finden Beschäftigung in erster Linie in geburtshilflichen Abteilungen von Krankenhäusern, in Hebammenpraxen, in Geburtshäusern, als freiberufliche Hebammen/Entbindungspfleger. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung bei sozialen Diensten, bei Gesundheitsämtern.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss entweder in Verbindung mit dem Besuch einer mindestens zweijährigen Pflegevorschule oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung z.B. in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung gefordert, an konfessionell gebundenen, privaten Berufsfachschulen, ggf. auch eine bestimmte Religionszugehörigkeit.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Schwangerschaft und Geburt sind biologische Vorgänge. Wer sich mit biologischen Sachverhalten auskennt, ist bei der Ausbildung im Vorteil.
  • Chemie: Um die Wirkungsweise von Medikamenten zu verstehen, muss man sich mit biologisch-chemischen Zusammenhängen und pharmazeutischen Wirkprinzipien auskennen. Kenntnisse in Chemie erleichtern die Ausbildung.
  • Deutsch: Angehende Hebammen und Entbindungspfleger dokumentieren bereits in der Ausbildung den Geburtsvorgang und erklären den Patientinnen, wie man Neugeborene pflegt und versorgt. Dazu sind gute Deutschkenntnisse erforderlich.
  • Mathematik: Mathematikkenntnisse brauchen angehende Hebammen und Entbindungspfleger beispielsweise, wenn es darum geht, Medikamente zuzubereiten oder Leistungen abzurechnen.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von z.T. undeutlich geäußerten Wünschen von Schwangeren, Gebärenden oder Wöchnerinnen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Durchführen von Schwangeren- und Elternsprechstunden)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Schreiben von Berichten)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie der menschliche Körper aufgebaut ist und funktioniert, welche biologischen Funktionen die menschlichen Organe haben
  • wie eine Schwangerschaft verläuft, welche Kindslagen und Geburtsphasen es gibt
  • was bei einer regelwidrigen Schwangerschaft (Blutgruppenunverträglichkeit, Frühgeburt, Mehrlingsschwangerschaft) zu beachten ist
  • wie man Apparate und Instrumente für die Geburtshilfe pflegt, wartet und anwendet und welche hygienischen Maßnahmen (Sterilisation, Desinfektion) zu ergreifen sind
  • welche Lebens- und Reifezeichen ein Neugeborenes von sich gibt
  • wie man Säuglinge wickelt, badet, ankleidet und füttert
  • welche Maßnahmen bei Rückbildungsstörungen, Blutungen und Infektionen zu ergreifen sind
  • welche Krankheitsursachen und Krankheiten es gibt, wie man Krankheiten vorbeugt, wie sie diagnostiziert und behandelt werden
  • wie man Arzneimittel dosiert und verabreicht
  • wie man in Notfällen Erste Hilfe leistet

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit