Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Gymnastiklehrer/in

Gymnastiklehrer/in

Gymnastische Bewegungsabläufe

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Gymnastik in der Prävention und Rehabilitation.

Die Ausbildung im Überblick

Gymnastiklehrer/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen . Sie dauert 2-3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Gymnastiklehrer/innen finden Beschäftigung in Fitnesszentren und Sportvereinen, in Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, in Sport- und Kurhotels und in Bildungsstätten.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss. Je nach Bundesland können abweichende schulische Voraussetzungen sowie z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ein Führungszeugnis oder der Nachweis sportlicher Vorerfahrungen (z.B. Sportabzeichen) gefordert werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Sport: Gute Leistungen im Sport und Kenntnisse z.B. in Sportphysiologie sind unabdingbar, um den körperlichen Anforderungen der Ausbildung und des Berufs gerecht zu werden und die Belastbarkeit der Schüler/innen einschätzen zu können.
  • Biologie: Um ein gesundheitsförderliches Training erarbeiten zu können, erwerben angehende Gymnastiklehrer/innen in der Ausbildung Wissen über die menschliche Anatomie und Physiologie . Wer auf gute Biologie-Kenntnisse aufbauen kann, ist hier im Vorteil.
  • Musik: Musikalische Fertigkeiten sind z.B. bei der rhythmischen Gymnastik, beim Tanz und bei der Bewegungsbegleitung hilfreich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von z.T. undeutlich geäußerten Wünschen und Äußerungen von Gymnastikschülern/-schülerinnen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Schulen und Anleiten zu Bewegungs- und Übungsprogrammen)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie der menschliche Körper aufgebaut ist und funktioniert und zu welchen Verletzungen es beim Sport kommen kann
  • wie man gymnastische Bewegungsabläufe mit und ohne Handgerät ausführt
  • wie Tänze verschiedener Stilrichtungen (z.B. Folklore, Jazz Dance, Modern Dance, Hip-Hop) gestaltet werden
  • welche Möglichkeiten die rhythmische Gymnastik bietet, wie man Bewegungen mit Musik begleitet
  • wie man eine gymnastische Übungsstunde methodisch und didaktisch aufbaut
  • worauf beim Sportunterricht mit verschiedenen Zielgruppen (z.B. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren oder Menschen mit Behinderung) zu achten ist
  • wie Gymnastik in der Prävention und Rehabilitation eingesetzt werden kann
  • wie man Koordination und Kondition trainiert und das Training richtig dosiert
  • mit welchen Methoden gymnastische Übungen ergänzt werden können, etwa mit Entspannungstechniken, Atemtherapie, Massage oder Rückenschule
  • welche Grundlagen der Kranken- und Schwangerschaftsgymnastik sowie der Sporttherapie und Motopädie in die gymnastische Arbeit einbezogen werden können
  • wie das Sportwesen organisiert ist, wie man Sportveranstaltungen plant und durchführt, wie Wettkämpfe ablaufen, welche Regeln für die verschiedenen Sportarten gelten
  • welche rechtlichen Regelungen in der Berufsausübung von Bedeutung sind (z.B. Aufsichtspflicht)

Je nach Angebot der Schule umfasst der Unterricht auch Training in verschiedenen Ballsportarten (z.B. Fuß-, Volley-, Hand- und Basketball), im Schwimmen, Skifahren, in der Leichtathletik, im Fitnessbereich oder Geräteturnen. Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit