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Bachelorstudium im Bereich Kunst, Musik & Design: Global Brand & Fashion Management

Global Brand & Fashion Management an der ISM (B.A.)

Lara in New York

Im Rahmen ihres Studiums absolvierte Lara ein Praktikum in New York.

Der Studiengang Global Brand & Fashion Management bildet die Studierenden für Tätigkeiten in der Mode sowie in vielen anderen Branchen aus.

Guter Geschmack, viel Grips

Modemanager verbinden Gespür für Trends mit Business

Lara Gaedertz ist ein Fashion Victim. „Neue Styles auszuprobieren macht Spaß“, sagt die 23-Jährige. Ob sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen will? „Vielleicht“, so die aus Frankfurt stammende Deutsch-Amerikanerin. Sie studiert Global Brand & Fashion Management an der International School of Management (ISM).

Schon als Teenager hatte Lara ein besonderes Faible für Mode. „Mit 17 Jahren war ich bei den Fashion Trends immer up to date“, erzählt sie. So zog es sie nach ihrem International Bachelor IB – einem französischen Abschluss, der dem Abitur entspricht – an eine Kunsthochschule nach Washington. Aber sie merkte schnell – ein klassisches Design-Studium, das war es nicht: „Immer nur malen, das hat mich nicht genug gefordert.“

Deshalb habe sie sich auf die Suche nach etwas „Handfestem“ gemacht, erklärt Lara. Fündig wurde sie in ihrer Heimat Frankfurt. „Der Studiengang Global Brand & Fashion Management an der ISM hat perfekt gepasst. Ich konnte meine Liebe zur Mode weiter verfolgen und war wieder zuhause bei meiner Familie“, erklärt sie.

Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens durchlaufen die angehenden Studierenden einen eintägigen Aufnahmetest. Geprüft werden Logik, Mathematik, Englisch und eine zweite Fremdsprache – im Bereich Mode ist das entweder Französisch oder Italienisch. Lara jedoch hatte an der Schule Spanisch: „Das war aber kein Problem, ich konnte einen zweiwöchigen Vorkurs in Italienisch belegen, das wurde anerkannt.“

Spezielles Vorwissen aus dem Segment Fashion sei bei der Aufnahmeprüfung nicht verlangt worden. Dieses werde im Studium vermittelt, und zwar von Anfang an, berichtet Lara: „Man lernt unter anderem die Grundlagen über den Handel und den Modemarkt, dann alles über den Einkauf, wie eine Marke aufgebaut wird und wie der Online-Handel funktioniert. Das geht sehr in die Tiefe.“

Große Marken und Luxusgüter

Zu den Fächern zählen außerdem BWL, VWL und Wirtschaftsrecht. Deshalb können die Absolventen nach dem Abschluss auch in vielen anderen Branchen arbeiten. „Ich könnte mir zum Beispiel auch vorstellen, später einmal in die Konsumgüterindustrie oder den Automobilbereich zu gehen“, sagt Lara. Im fünften Semester habe sie zum Beispiel einen Workshop bei der Deutschen Börse zum Thema Social-Media Strategien für Dachmarken absolviert.

Zur Auswahl gestanden habe außerdem ein Projekt bei der Deutschen Bank und eine typische Aufgabe aus der Mode. Hier sei mit dem Label Iris von Arnim zusammengearbeitet worden. Die heute 70-jährige Kaschmirdesignerin wurde einst mit bunten Strickpullis bekannt und zählt inzwischen zu den etablierten Luxusmarken.

Einblicke in die Praxis bekommen die Studierenden aber nicht nur über Workshops, sondern auch über Praktika im In- und Ausland. Lara war bis vor kurzem Praktikantin in der Marketingabteilung eines großen Unternehmens in New York. Doch auch die Dozenten bringen ihre Berufserfahrung in den Unterricht mit ein. „Das sind keine typischen Lehrer, sondern sie wenden ihr Wissen auch in der Praxis an und können deshalb sehr plastisch von konkreten Situationen erzählen“, schwärmt Lara. „Auch Fächer, die sonst eher trocken sind, wie zum Beispiel Jura, werden so lebendig und spannend.“

Kleine Kurse mit Praxisbezug

Wegen der kleinen Kurse gebe es außerdem viele Gelegenheiten, mit den Hochschullehrern direkt ins Gespräch zu kommen. Ein Auslandssemester an der Uni Westminster habe ihr gezeigt, dass dies keine Selbstverständlichkeit sei, sagt Lara: „Dort war man nur eine Nummer.“ An der ISM liege die Teilnehmerzahl bei den Basiskursen dagegen nur bei 25 bis 32 Studenten. Die Veranstaltungen im Bereich Mode seien noch konzentrierter: „In meinen Kursen waren wir teilweise nur zu acht. Das lag aber daran, dass ich im Sommersemester angefangen habe.“ Doch auch bei einem gängigen Start im Wintersemester seien die Kursgrößen in den Fachbereichen mit etwa 15 Personen überschaubar.

Wie Lara ihren Bachelor-Abschluss später beruflich nutzen will, hat sie jedoch noch nicht entschieden. Vorstellbar sei für sie zum Beispiel eine Führungsposition im Management, aber auch die Gründung eines eigenen Unternehmens sei eine Option. Ihr breites Basiswissen biete ihr viele Optionen: „Natürlich kann ich auch direkt in die Mode gehen, aber ich bin nicht daran gebunden.“ Ob sie ihren guten Geschmack nur für ihr eigenes Outfit oder vielleicht doch noch für eine berufliche Karriere nutzt, bleibt deshalb vorerst offen.